Fr August 22nd, 2008
Kunsthalle Bielefeld zeigt Kunst von Yoko Ono
Mit Yoko Ono (*1933) zeigt die Kunsthalle Bielefeld Arbeiten einer seit mehr als 50 Jahren aktive Künstlerin, der unzweifelhaft das Verdienst zukommt, die Conceptual Art erfunden zu haben.
Der Leiter der Kunsthalle Thomas Kellein wird nicht müde zu betonen, dass die Ausstellungen der letzten zwei Jahre inhaltliche Zusammenhänge haben. Keine Frage, aber der “Seniorenanteil” bei den Künstlern ist relativ hoch. Mit Louise Bourgois, die mit jetzt 97 Jahren die älteste der Damen ist, haben die Bielefelder schon den Vogel abgeschossen, aber auch Yoko Ono ist mit ihren 75 Jahren auch in der Abteilung “Junggeblieben” zu Hause. (Richard Hamilton, dessen Ausstellung kürzlich zu Ende ging, ist 86 Jahre alt)
Aber wer “harmlose” oder einfach zu komsumierende Kunst bei dem Alter der Künstlerinnen und Künstler erwartet, der ist in Bielefeld fehl am Platze.
Diese bisher größte Ausstellung in Deutschland von Yoko Ono umfaßt deren elementares Denken und Arbeiten. Onos kosmisches, poetisches wie politisches Verständnis der menschlichen Kultur wird aufgefächert.
Die Ausstellung umfasst Yoko Onos Werke in einer Auswahl von 1961 bis in die jüngste Gegenwart und zeigt auch Arbeiten im Außenraum des Museums, die in Verbindung zur Stadt stehen. Innerhalb des Kunsthallengebäudes sind auf drei Ebenen Skulpturen, Bilder, Zeichnungen, Fotos, Filme und Klanginstallationen zu erleben.
Bildquelle: Plakat Kunsthalle Bielefeld
Ein mit der Künstlerin in Bielefeld gedrehter Interviewfilm begleitet die Inszenierung. Frieden schaffen ist eines ihrer zentralen Anliegen, so dass das Ausstellungsbanner außen an der Kunsthalle “Imagine Peace” inhaltlich elementar dazu gehört.
Bildquelle: Ausstellungsbanner Kunsthalle Bielefeld
Mitfühlen und mitleiden und den Menschen in seiner Zerbrechlichkeit zu sehen. Eine Installation zu Bielefeld füllt einem ganzen Raum. Diese Arbeit zeigt Onos Anliegen und ihrer menschliche Größe in einem Maß mitempfinden und mitleiden thematisieren zu können. Eindrucksvoll und stark.
Einige Arbeiten sind als “Mitmach”-Arbeiten aufgebaut und lassen den Besucher aus seiner passiven Kunstkonsumhaltung heraustreten. Between the sky and my head, so der Titel der Ausstellung, ist eine Reise wert.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 16.November 2008
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






13 Kommentare to “Kunsthalle Bielefeld zeigt Kunst von Yoko Ono”
Yoko Onos Werke sind nichts für den vordergründigen Betrachter. Es geht hier nicht um Bilder eines Rembrandt oder schöne Skulpturen eines Michelangelos. Yoko Ono muss man hinterfragen. Ergründen Sie die persönlichen und sozialen Hintergründe ihrer Arbeiten, dann erschließen sich wertvolle Erkenntnisse und bewegende Momente.
Yoko Ono beweist mit ihrem Schaffen , dass Kunst nicht schön sein muss, dass Kunst nicht materiell sein muss. Dass Kunst somit in erster Linie im Kopf des Betrachters oder des Zuhörers stattfindet: Wenn Kunst wirklich verstanden werden will, muss sie im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar sein. Die Botschaft ist das Ziel, die Form das Transportmittel.
Bei dieser Gelegenheit erlauben wir uns, auf unsere Spezialseite “yoko.germanbeat.info” hinzuweisen – mit vielen Informationen und Fotos zur aktuellen Ausstellung in Bielefeld.
Mo 25. August 2008 at 13:33
“Yoko Ono muss man hinterfragen”…
Dem kann ich nur zustimmen.
Do 28. August 2008 at 11:15
Wo liegt das Alter der Kunstinteressierten? Manchmal frage ich mich ob die Kunst insgesamt ins Alter gekommen ist. Die Akademien bilden zwar mehr als genug Künstler jährlich aus, wenn sich allerdings immer weniger junge Menschen für Kunst interessieren…
Do 28. August 2008 at 13:34
[...] Kunsthalle Bielefeld wird zur Zeit sicherlich vor allem mit der Ausstellung “Imagine Peace” der Konzeptkünstlerin Yoko Ono in Verbindung gebracht. In der Studiengalerie wird allerdings [...]
Mi 3. September 2008 at 21:50
Es ist beachtlich mit welchem Elan die heute bereits 75-jährige Yoko Ono noch aktiv ist. Kunst ist heute in der Regel dem Commerz und Konsum, als reines Anschauungsobjekt erlegen. Aber waren es in der Vergangenheit nicht oft auch geselllschaftliche Umstände, die Kunst erst kreierten?
Fr 5. September 2008 at 14:38
[...] Aber es tut sich eine Menge hier. Die Kunsthalle Bielefeld zeigt zur Zeit eine Ausstellung mit 50 Werken von Yoko Ono, in Herford im MARTA gibt es rauten traurig von Thomas Huber, der Kunstverein Gütersloh zeigt [...]
So 7. September 2008 at 21:17
[...] Besuch der alten Damen – könnte man den Zeitraum von Montag, den 08. September bis Mittwoch, den 10. September 2008 [...]
Mi 10. September 2008 at 12:19
Als ich die Ausstellung betrat, war ich zuerst etwas belustigt. Dann war ich interessiert und zum Schluß sehr gerührt. Die Vorstellung, dass wir eigentlich nur aus Wasser bestehen, hat mich tief getroffen. Da ich eigentlich immer sage, dass wir ja nur aus Kohlenstoff bestehen, wenn wir mal nicht mehr sind, ist mir erst jetzt klar geworden, dass wir zu 75 Prozent aus Wasser bestehen. 75 % Wasser….wie die Erde auf der wir leben. Schöne Ausstellung! Meine Tochter soll sie auch sehen…Besten Dank an Yoko!
Do 11. September 2008 at 19:39
Dara fragte kürzlich, wie es sich mit dem Alter der Besucher verhält. Es ist krass, da zu Yoko Ono schon eine ganze Menge jüngerer Leute gekommen sind und es wird viel nach der Ausstellung gefragt. Der Mythos lebt und die Formensprache kommt an. Bei jungen Leuten an. Beachtlich und zeigt dass die Kunsthalle in Bielefeld nicht nur Kulturoldies anzieht. Glückwunsch.
Do 11. September 2008 at 22:49
Gesellschaftliche Umstände…Waren die Siebziger und Achtziger Jahre politisch und kulturell völlig anders als heute! Die Generation wahrscheinlich in dieser Hinsicht mehr interessiert und sind es eben heute noch. Der Nachwuchs wurde genau von dieser Generation nicht ausreichend beeinflusst?
So 14. September 2008 at 10:31
[...] York), Günther Uecker (Malerei u. Objektkunst/Düsseldorf, Berlin, St.Gallen). Sogar Yoko Ono, die zur Zeit in der Bielefelder Kunsthalle ausstellt („Imagine Peace“) hat ein Werk [...]
Di 14. Oktober 2008 at 21:21
Blogring für yoko+ono…
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Mi 17. Dezember 2008 at 07:54
Die Ausstellung war in jedem Fall sehr interessant. Danke für die Info!
So 3. Mai 2009 at 19:34
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