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Mi Juni 19th, 2013

Kunstausstellung Schöne Landschaft – Bedrohte Natur. Alte Meister im Dialog mit zeitgenössischer Kunst in Osnabrück

In der Osnabrücker Kunsthalle in der Dominikanerkirche wird die Ausstellung „Schöne Landschaft – Bedrohte Natur. Alte Meister im Dialog mit zeitgenössischer Kunst„,  gezeigt. Die Ausstellung ist noch bis zum  13. Oktober 2013 zu sehen.

Das spannende an der Ausstellung ist, dass es sich um eine Dialogausstellung mit Landschaftsbildern aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin handelt, die epochen- und generationenübergreifend einen künstlerischen Dialog rund um das zentrale Thema „Naturerfahrung“ ermöglicht.

DominikanerkircheOsnabrück3

Bild: Sammler Dr. Dr. Thomas Rusche und Kuratorin Jeanette Zwingenberger

Damit geht die Ausstellung dem Thema Natur vorallem in seiner vom Menschen bedrohten Art nach. Umweltzerstörung für Profit und den Hunger der Industriewelt nach Ressourcen finden sich in der jungen Kunst und zeigen, dass dieses Thema der 80er Jahre wieder auf die Agenda, diesmal von ganz jungen Künstlerinnen und Künstlern gekommen ist.

Wasser, aktuell durch die Flutkatastrophe der vergangenen Wochen, aber auch als Thema von Überleben findet sich ebenso, wie Waldmotive oder Winterlandschaften. Die Hängung in der ehemaligen Kirche ist „rhythmisch“ bzw. sehr gewöhnungsbedürftig, da ein oben und unten, quer und längs, dem Betrachter doch einiges abverlangt.

Zu sehen sind 60 altmeisterlichen Ölgemälde, die ihre thematische Bandbreite  von niederländischen Dorf-, Weide-, Dünen-, Fluss-, Wald- und Winterlandschaften oder See-Darstellungen bis hin zu italienischen Ruinen- und Hirten-Szenen oder fantastischen Gebirgs-Impressionen auffächern

DominikanerkircheOsnabrück1

 Bild: Blick in die Ausstellung

Im zeitgenössischen Teil sind Arbeiten von 40 zeitgenössischen Künstlern vertreten. Diese verstehen die Landschaft vorwiegend als imaginären Projektionsraum und sind stark durch die modernen Kommunikationsmedien und die globalen Kulturkontakte und -vermischungen geprägt. Als Dialog hängen sie in Gruppen sortiert über und untereinander, aber auch versetzt und gestaffelt, so dass der Besucher sich immer wieder neu einstellen muß.

Beteiligte Künstler:

Pieter van Anraedt, Tilo Baumgärtel, Beza, Abraham Blommaert, Anthonie van Borssom, Adam van Breen, Jochem Govertsz. Camphuysen, Jan Coelenbier, Anthony Jansz. van der Croos, Jacob van der Croos, Cornelis Gerritsz. Decker, Martin Eder, Marcel van Eeden, Wolfgang Ellenrieder, Mitja Ficko, Martin Galle, Toussaint Gelton, Johannes Glauber, Adriaen de Gryeff, Petrus van Hattich, Uwe Henneken, Uwe Henneken [Gustav Courbet und Atelier], Willem de Heusch, Helge Hommes, Abraham Danielsz. Hondius, Johannes Hüppi, Anna Hughes, Leiko Ikemura, Monica Ursina Jäger, Małgosia Jankowska, Friederike Jokisch, Raffi Kaiser, Ruprecht von Kaufmann, Alexander Keirincx, Thomas de Keyser, Henning Kles, Katharina van Knibbergen, Peter Krauskopf, Sven Kroner, Markus Matthias Krüger, Andréas Lang, Philip Jansz. van Leeuwen, Via Lewandowsky, Daniel Lezama, Roman Lipski, Dirck van der Lisse, Jan Looten, Rosa Loy, Aert Jansz. van Marienhof, Wolfgang Mattheuer, Casey McKee, Albert Meyeringh, Klaes Molenaer, Pieter de Molijn, Ulrik Møller, Frans de Momper, Josse de Momper d. J. [Jan Brueghel d. Ä.], Jacob van Moscher, Jochen Mühlenbrink, Pieter Mulier d. Ä., Emanuel Murant, Michiel van Musscher, Lada Nakonechna, Gillis (Aegidius) Neyts, Jürgen Noltensmeier, Catalina Pabón, Mario Palm, Cornelis van Poelenburgh, Vandy Rattana, Neo Rauch, Peter Ruehle, Herman Saftleven II, Nicola Samorì, Cornelis Symonsz. van der Schalcke, Moritz Schleime, Rigo Schmidt, David Schnell, Secret Stars**, Tanja Selzer, Adriaen van Stalbemt, Abraham Storck, Abraham Susenier, Herman van Swanevelt, David Teniers d. J., Rombout Jansz. van Troyen, Werner Tübke, Justus de Verwer, Steve Viezens, Miriam Vlaming, Simon Jacobsz. de Vlieger, Alexander Ernst Voigt, Matthias Weischer, Dirck Wijntrack, Jan Wils, Claes Claesz. Wou, Katsutoshi Yuasa

 

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