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Mi Mai 4th, 2011

Krieg in der Staatsgalerie Stuttgart – Kollwitz-Beckmann-Dix-Grosz. Kriegszeit

Die Staatsgalerie Stuttgart zeigt in ihrer neuen Ausstellung «Kollwitz-Beckmann-Dix-Grosz. Kriegszeit» noch bis zum 7. August insgesamt rund 300 ausgewählte Arbeiten. Gast aus der Gegenwart ist Anselm Kiefer (66), dessen Buch «Heroische Sinnbilder» seit 2010 der Staatsgalerie gehört. Bereits mit 24 Jahren beschäftigte er sich kompromisslos mit dem Faschismus und der Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit und gehört zu den Big Five aus Deutschland im Kunstkompass des Manager Magazins.

Im Mittelpunkt der Präsentation stehen rund 100 Zeichnungen und Druckgrafiken von Käthe Kollwitz (1867-1945). Begleitet wird Kollwitz von Werken ihres Zeitgenossen Ernst Barlach sowie von der nachfolgenden Generation um Max Beckmann, Otto Dix und George Grosz, die ebenfalls von den Kriegen und der unruhigen Zwischenkriegszeit betroffen waren.

«Es ist immer Kriegszeit, irgendwo auf dieser Welt», sagte Direktor Sean Rainbird. Das Thema der Ausstellung sei stets aktuell. Der Kollwitz-Fundus der Staatsgalerie zählt nach den Museen in Köln und Berlin zu den bedeutendsten weltweit. Seit einer Ausstellung zum 100. Geburtstag von Kollwitz 1967 habe man ihn aber nicht mehr gezeigt. Der Blick ins eigene Archiv – das werde zum Trend für die Museen weltweit, ist Rainbird überzeugt.

Käthe Kollwitz hat sich Zeit ihres Lebens so eindrucksvoll wie erschütternd mit den Themen Krieg und Tod auseinandergesetzt. Einen ihrer beiden Söhne verlor sie im Ersten Weltkrieg, ihren Enkel im Zweiten. Ihr Plakat «Nie wieder Krieg» von 1923/24 wurde zum Symbol gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands. Zum Stuttgarter Bestand gehören Folgen wie «Die Weber» oder «Bauernkrieg».

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