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Mo November 2nd, 2009

Katharina Fritsch in den Deichtorhallen in Hamburg

Die Deichtorhallen in Hamburg warten ab dem 6. November 2009 wieder mit einem besonderen Leckerbissen der Kunstgeschichte der zeitgenössischen Moderne auf.  Gezeigt wird die Ausstellung Katharina Fritsch, die bis zum 7. Februar 2010 laufen wird.

In Einzelausstellungen war Katharina Fritsch zuletzt 2001 in der Tate Modern in London und zur Eröffnung des K21, Düsseldorf zu sehen. 1995 vertrat sie Deutschland bei der Biennale in Venedig. Aktuell hat das MoMA in New York die “Figurengruppe”, welche die Besucher im Foyer der Deichtorhalle empfängt, als Geschenk von Maja Oeri und Hans Bodenmann für den Abby Aldrich Rockefeller Sculpture Garden erworben.

Die in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zürich entstandene Ausstellung zeigt 13 groß dimensionierte Ensembles mit rund 100 Einzelwerken  auf einer Grundfläche von über 2.000 qm². Dabei handelt es sich um einen Überblick über das aktuelle Werk, das in den 2000er Jahren entstanden ist.

Spannend daran, diese Arbeiten waren bisher noch nie in Deutschland zu sehen.

Eine zentrale Rolle spielen dabei monumentale Bilder in ungewöhnlich großer Siebdrucktechnik, die sich in Wandbildern mit dem Wirklichkeitseindruck von Projektionen und den Klischees der Alltagswelt in der Gegenwart beschäftigen. Darin eingebettet sind berühmte Arbeiten von Katharina Fritsch aus den 1980er und 1990er Jahren, wie der grüne “Elefant”, 1987, die “Tischgesellschaft”, 1988, “Warengestell mit Madonnen”, 1989. Für die Deichtorhallen wurden in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin eine filmartige Abfolge der Räume und eine spezielle Architektur für die Ausstellung entworfen.

Für alle die mit der Künstlerin Katharina Fritsch wenig anfangen können, hier ein kurzer biografischer und kunstpositioneller Abriss: Die Künstlerin ist 1956 geboren und vertritt mit ihren Werken eine markante, von Humor geprägte Position zur Welt des Alltags, der Mythen und des Konsums. Als Arbeitsmittel und Motive nutzt sie allgemeine Symbole und Zitate, die in ihren den Siebdrucken und Skulpturen auftauchen. Viele ihrer Arbeiten befassen sich mit den dunkleren Bereichen unseres kollektiven Bewusstseins, mit angstbesetzten Fantasien und Mythen, die Fritsch ikonenhaft in Objekte und Bilder umsetzt. In den letzten Jahren sind zahlreiche Siebdrucke entstanden, in denen sich Katharina Fritsch mit Alltagsklischees und typischen Kindheitserinnerungen auseinandersetzt.

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