Do April 16th, 2009
Käthe-Kollwitz-Museum Berlin zeigt Moroder und Giacometti
Für die Freundinnen und Freunde der Plastik, soll noch schnell vor dem Ende am 30. April 2009 auf eine schöne Ausstellung im Käthe-Kollwitz-Museum Berlin hingewiesen werden. Der eher unbekannte aber schön arbeitende Bildhauer Walter Moroder zeigt in dieser Ausstellung die vorher in Bad Homburg gezeigt wurde, welchen Einfluss der weltweit bekannte Alberto Giacometti als Ideengeber für den zeitgenössischen Künstler gehabt hat und noch hat. Die Gegenüberstellung von Giacometti mit anderen Künstlern scheint ein Art Renaissance vor der großen kommenden Ausstellung in Duisburg zu erleben.
Moroder zeigt Skulpturen und neuen Holzreliefs. Seine farbig gefassten Menschenfiguren bestechen durch ihre Zurückhaltung und ihre fragile, klassisch anmutende Erscheinung. Nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste München fand der aus einer traditionsreichen Südtiroler Holzschnitzerfamilie stammende Bildhauer in seiner Heimat St. Ulrich die Ruhe, die seine Formensprache prägte und für sein Schaffen werkentscheidend ist. Moroder sucht in seinen hölzernen Figuren das Sein des Menschen darzustellen.
Bildquelle: Plakat der Ausstellung
Das künstlerische Schaffen Alberto Giacomettis birgt für Walter Moroder seit langem Inspiration und Herausforderung. Obwohl beide ein eigenes genuines Formvokabular gefunden haben, ähnelt sich die Grundauffassung ihrer Gestalten: Geschaffen in zurückhaltender Materialität, ragen sie hoch auf, zeigen zumeist eine geschlossene Haltung und eine überaus schlanke Silhouette. Im Spannungsfeld von Würde und Verletzbarkeit präsentieren beide Bildhauer eine je individuelle Vision von Mensch und Raum. Das sich gerade Holzbildhauer diesem fragilen Thema widmen, kann man auch bei Johannes Zoller, allerdings in ganz anderen Formensprachen beobachten
Den Arbeiten Moroders werden eine Auswahl an Papierarbeiten Giacomettis gegenübergestellt, da diese für beide Künstler eine entscheidende Rolle spielen. Sie dienen zur Erprobung der Raumsituation, zum Ausloten der Atmosphäre und bieten unmittelbarste Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur.
Schön und dem eigenen Genius auf der Spur.
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






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