KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Mo November 3rd, 2008

Jeff Koons – Celebration in der Neuen Nationalgalerie Berlin

Man kann zu Jeff Koons stehen wie man möchte. Aber eins hat er in 2009 geschafft. Blockbusterausstellungen in Paris und Berlin. Auch wenn in Berlin in der Neuen Nationalgalerie seine Präsentation ja „nur“ oben stattfindet. Aber egal Ort ist Ort.

Für einige ist es harter Tobak, dass ausgerechnet Koons‘ Präsentation auch in der Tradition der eindrucksvollen Künstlerinstallationen in der Oberen Halle der Neuen Nationalgalerie steht.

Dort wo in jüngster Zeit beispielsweise Jörg Immendorff (2005) oder Jannis Kounellis (2007) inszeniert worden sind.

Jeff Koons zählt zu den erfolgreichsten Künstlern der Gegenwart. Und er ist wohl derjenige unter den lebenden Künstlern, dessen Popularität sich in besonderem Maße seinem strategisch aufgebauten Kult um die eigene Person verdankt: Die Inszenierung seiner selbst im Bild und durch Bilder ist immer wieder ein elementarer Bestandteil seines künstlerischen Schaffens gewesen.

Jeff Koons arbeitet mit dem Schrillen, Lauten, Bunten ebenso wie mit dem Verspielten. Er wurde auch mal als „Kitsch-König“ oder so ähnlich bezeichnet und hat sich immer auch gezielt mit in die Arbeit hineingenommen.

Auch sonst ist alles da was das Kunstfreundeherz begehrt. So bezieht sich Koons auf zwei der bedeutendsten Künstler der Moderne – Marcel Duchamp und Andy Warhol – ebenso wie auf die Formensprache und Bildtheorie des Barock und Rokoko. Mühsam für eine auf lange Sicht angelegte Besprechung ist bei Koons Präsentation, dass die Bilder die zur Verfügung gestellt werden, nach Ende der Ausstellung verschwinden müssen. Dann verzichten wir eben darauf, den „putzigen Wauzi“ zu zeigen.

Auch wenn der Wauzi Teil des spektakulärer Auftritt der „Celebrations-Serie“ ist.




2 Kommentare to “Jeff Koons – Celebration in der Neuen Nationalgalerie Berlin”

Michaela sagte:

Großartige Ausstellung, ich halte Koons für einen der wichtigsten Künstler der Gegenwart. Man kann sich nicht sattsehen an seinen Objekten. Mein Favorit: Das Hanging Heart.

Mo 3. November 2008 at 17:27

Pierre und Gilles die Retrospektive im C/O Berlin | kunstfreunde sagte:

[…] sagt der selbsternannte Papst der Post-Pop-Kultur Jeff Koons zu den beiden Künstlern Pierre und Gilles; „Die zeitgenössische Kultur ist kaum […]

Fr 10. Juli 2009 at 23:02

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