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Mi September 1st, 2010

Informel erlebt eine Museums-Renaissance

Das Gustav-Lübcke-Museum Hamm, die Kunsthalle Recklinghausen und das Märkische Museum Witten widmen ihre neue große Sonderausstellung der Kunstrichtung des Informel in Deutschland. Ab dem 5. September 2010 bis zum 27. Februar 2011 werden in Hamm ausgewählte Werke aus dem Informel aus dem eigenen Bestand gezeigt.

Recklinghausen zeigt Informel auf Papier vom 19. September bis zum 28. November 2010 und Witten Plastik und Skulptur des Informel vom 19. September bis zum 05. Dezember 2010.

Bildquelle: Gustav-Lübcke-Museum, Sammlung Kaiser

In Hamm ist der Schwerpunkt auf die eigene Sammlung des Museums gelegt. Hamm besitzt eine der umfangreichsten Informelsammlungen in Westfalen, repräsentiert die wichtigsten Vertreter dieser Kunstrichtung der Nachkriegszeit in Deutschland. Die Kunst des Informel, das heißt die Hinwendung zu einer spontanen gestisch-abstrakten Malerei, entwickelte sich in Deutschland zu Beginn der 1950er Jahre unter dem Einfluss internationaler Kunstströmungen aus New York und Paris. Es bildeten sich zahlreiche Künstlervereinigungen, aus denen die Wegbereiter und Künstler des Informel hervor gingen.

So ist die 1948 in Recklinghausen gegründete Gruppe“ junger westen“ mit Emil Schumacher, Thomas Grochowiak, Ernst Hermanns und Hans Werdehausen ebenso vertreten wie die Gruppe „Zen 49“ aus München, mit den Künstlern Willi Baumeister, Sonderborg, Fred Thieler, Fritz Winter u.a. Die legendere „Quadriga“, die das Deutsche Informel in Frankfurt einleitet, kann mit Werkbeispielen von Bernard Schultze, Otto Greis und Heinz Kreutz belegt werden. Daneben befinden sich mit Arbeiten von Gerhard Hoehme, Peter Brüning, Winfred Gaul und Karl Fred Dahmen auch Beispiele der Düsseldorfer Gruppe 53 in der Sammlung, die für den rheinischen Anteil des Informel stehen.

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