Fr August 31st, 2007
Himmlische Mächte verabschieden sich aus Paderborn – Ende der Ausstellung
Am 02. September 2007 ist sie dann zu Ende, die “Klammer”-Ausstellung zwischen Münster und Kassel. “Tatort Paderborn – Von weltlicher Macht und himmlischen Mächten” hat als Open-Air Ausstellung Paderborns Innenstadt vom 17. Mai bis zum 02. September bereichert. 12 Künstlerinnen und Künstler waren eingeladen worden, mit ihrer Kunst die Stadt zu kommentieren, zu spiegeln und das Thema der Stadtgeschichte zu illustrieren. Sie taten es in sehr eigener Formensprache. Die Schutzengel von Otmar Hörl werden wohl am meisten fehlen, nicht nur weil einige gestohlen wurden, sondern weil die melancholisch schauenden geflügelten Wesen am Rathaus, auf Mauervorsprüngen oder im Paderquellgebiet doch sehr schön anzusehen waren. Tatzu´s Uhr am Stadthaus wird fehlen und zeigen, das Zeit doch etwas sehr elementares ist. Die Aussichtsplattform vor dem Stadthaus hat sich vorallem während des NRW-Tages gut eingefügt, sonst sah es eher wie eine nicht endende Baumassnahme aus. Die Stille und das abgespacete Tütü in der Abtskapelle in der Abdinghofkirche wird das bleibendste sein, was vermisst werden wird. Auch das was mit der Bartolomäuskapelle die stärksten optischen Eindrücke brachte. Der Camposanto vor der Marktkirche war wohl vorallem für die Schülerinnen und Schüler witzig, die in den Pausen und während des Unterrichts gut beobachten konnten, wie sich kunstbeflissene Besucher mühten, das Labyrinth zu entschlüsseln. Das Ufo im Kreuzgang vom Abdinghof war als Aha-erlebnis interessant, aber danach doch etwas weniger fesselnd. Ähnlich erging es dem Wellness-Skull, der im Paderquellgebiet unterhalb des Domes für viel Kopfschütteln und für Verwirrung sorgte. Als Idee interessant und kontrovers diskutiert war die stumme Glocke vor dem Dom ein echter Skandal und ein stiller Wegbegleiter für die Besucher. Die Idee Unorte zu bespielen, hat zwar viele Pendler erreicht, aber auch da war die Idee auf Dauer sehr langatmig.
Was bleibt? Zumindest die Feststellung das sich die Innenstadt gut für ein solches Projekt geeignet hat. Paderborn ist anders; keine lange Tradition wie in Münster, noch ein Mekka der modernen Kunst wie in Kassel. In Paderborn war ein Projekt zu Hause, das angemessen, interessant und durchaus wiederholungsfähig ist. Warum nicht in einem Turnus der nicht jährlich sein sollte und der zeigen kann, dass in Paderborn mehr als “nur” Mittelalter zu Hause ist.
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






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