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Mi September 16th, 2009

Hamburger Kunsthalle zeigt Hamburger Ansichten

Wenn die Hamburger Kunsthalle einen scheinbar absolut lokalen Fokus in einer der neuen Ausstellungen setzt, muss nicht zwingend etwas provinzielles dabei herauskommen. Im Hubertus-Wald-Forum wird die Ausstellung “Hamburger Ansichten. Maler sehen die Stadt” vom 9. Oktober 2009 bis zum  14. Februar 2010 gezeigt.

Hamburg ist auch weiterhin ein Tor zur Welt und war für Künstler durch die Jahrhunderte eine durchaus attraktive Stadt. Vom Lebensgefühl, vom Markt vor Ort und von dem Motiven. Auch wenn Hamburg sich mit der alternativen Kunstförderung etwas schwer zu tuen schein, siehe Skam oder das Gängeviertel, fanden und finden sich bis heute reizvolle Motive und Gestaltungsanlässe.

Julius von Ehren (1864 - 1944)Möwen an der Alster, um 1905© Julius von Ehren Erben Hamburger Kunsthalle

Julius von Ehren (1864 - 1944)Möwen an der Alster, um 1905© Julius von Ehren Erben Hamburger Kunsthalle

Das urbane oder proletarische Leben in der Innenstadt oder am Rande des Hafens, das rege Treiben im Hafen und auf der Elbe, die Vergnügungen auf der Außenalster und am Uhlenhorster Fährhaus sowie die ländlichen Idyllen am Oberlauf der Alster haben immer wieder Künstler inspiriert.

Es waren nicht nur die in Hamburg ansässigen Maler des Hamburgischen Künstlerclubs, wie Ernst Eitner, Arthur Illies oder Friedrich Schaper, die Themen aus ihrer Heimatstadt künstlerisch aufnahmen. Aus ganz Deutschland und dem Ausland kamen seit Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Künstler nach Hamburg, um hier für kürzere Zeit zu arbeiten. Es waren die Skandinavier, wie der Norweger Frits Taulow oder der Schwede Anders Zorn, die bei ihren Reisen gen Süden durch die Stadt kamen und hier malten.

Ab 1909 waren auch französische Künstler wie Auguste Herbin oder Albert Marquet zu Besuch. Auf Einladung des legendären Direktors der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, kamen 1913 sogar die Spätimpressionisten Pierre Bonnard und Edouard Vuillard in die Stadt. Lichtwark hatte seit 1889 immer wieder Maler wie Max Liebermann, Lovis Corinth oder Friedrich Kallmorgen und Carlos Grethe nach Hamburg geholt, damit sie die Stadt künstlerisch dokumentierten. Aber auch die jüngere Künstlergeneration der Expressionisten, Emil Nolde, Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel, hat sich immer wieder mit den unterschiedlichen Facetten Hamburgs malerisch auseinandergesetzt.

Mit ca. 80 Gemälden, zusätzlichen Arbeiten auf Papier und Photographien von Andreas Feininger, Herbert List und Albert Renger-Patzsch, wird erstmals das große Spektrum ausgebreitet, das Hamburg den Künstlern der frühen Moderne an Motiven zu bieten hatte. Klassische Moderne auf hohem Niveau.

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2 Kommentare to “Hamburger Kunsthalle zeigt Hamburger Ansichten”

Hamburg - 16 Sep 2009 sagte:

[...] Hamburger Kunsthalle zeigt Hamburger Ansichten | kunstfreunde [...]

Do 17. September 2009 at 11:01

Amphaphan sagte:

Ich habe schon viele schöne Ausstellungen in der HH-Kunsthalle erlebt. Diese Ausstellung werde ich mir auch wieder angucken und hoffe, dass hier mehr Exponate sind als auf der letzten Degas Ausstellung. Das war ein bisschen dünn.

Do 24. September 2009 at 10:09

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