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Di Februar 6th, 2018

Gropius-Bau mit neuer Leitung und spannendem „Bau-Programm“

Die neue Direktorin des Martin Gropius Baus Berlin, hat mit einem Grußwort ihre Position angetreten. In dem Grußwort formuliert Stephanie Rosenthal ihr neues Programm und formuliert das Programm der nächsten Zeit.
Zitat: „Ich freue mich sehr, dieses Grußwort als neue Direktorin des Martin-Gropius-Bau an Sie zu richten, und empfinde es als eine große Freude, die Leitung des Hauses zu übernehmen. In den vergangenen Jahren hatte ich immer wieder das Glück und die Möglichkeit, gemeinsam mit Künstler*innen neue Ausstellungsformate zu entwickeln, die zum Dialog einladen, inspirieren, verführen und herausfordern. Diese Suche möchte ich nun in Berlin fortsetzen und zusammen mit meinem Team für Publikum und Künstler*innen einen gemeinsamen Ort schaffen, der Lust auf Entdeckungen macht.

Angesichts der bewegten Geschichte des Hauses und der vielfältigen Institutionen, die im Laufe der Zeit hier ansässig waren, verstehen wir den MGB als offenen Rahmen für den Umgang mit verschiedensten künstlerischen Denkweisen und deren gesellschaftlichen Implikationen. Nun möchten wir in den nächsten Monaten einige architektonische Interventionen vornehmen, um mehr Licht in das Gebäude zu lassen und es dem Denkmalschutz gemäß zu öffnen. Neben den Ausstellungsräumen werden auch das Restaurant und die Buchhandlung modernisiert. Bereits 1981 wurde der MGB noch im Zustand des Rohbaus wiedereröffnet. Wir möchten an diese unkonventionelle Tradition anschließen und, abgesehen von einer kurzen Schließzeit im März und April, das Gebäude auch während der Umbauten für Sie öffnen und Sie zum Besuch des Programms einladen. Auf unserer Webseite finden Sie genaue Informationen zu den Terminen…“

Juden, Christen und Muslime. Im Dialog der Wissenschaften 500–1500 bis zum 4. März 2018

Unsere heutige wissenschaftliche Welt steht auch auf den Schultern jener jüdischen, christlichen und muslimischen Gelehrten, die im Mittelalter Schriften der Antike übersetzten, zuerst im Nahen Osten ins Arabische und dann in Europa aus dem Arabischen ins Lateinische. Die Ausstellung widmet sich dieser überragenden Phase einer Begegnung der Kulturen und stellt die vier großen Schriftkulturen des Hebräischen, Griechischen, Arabischen und Lateinischen vor.

Religiös motivierte Fragestellungen konnten zwar die Akzeptanz kulturübergreifender Erkenntnisse verhindern, gaben jedoch auch vielfach erst den Anstoß für wissenschaftliche Auseinandersetzungen. In diesem Spannungsfeld konzentriert sich die Ausstellung auf Bereiche, die besonders vom interkulturellen Dialog profitiert haben, etwa die seit der Antike viel diskutierten Themen Medizin, Astronomie und Astrologie. Die in der Mehrzahl mittelalterlichen, oft reich illuminierten Handschriften belegen eindrucksvoll, wie grundlegende Erkenntnisse auf den Gebieten dieser Wissenschaften transportiert wurden.

Eine Ausstellung in Kooperation mit der Österreichischen Nationalbibliothek Wien, kuratiert von Andreas Fingernagel.




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