Do Februar 21st, 2008
Gerhard Richter in Baden-Baden – Deutsche Meisterkunst vom deutschen Kunstmeister
Vermutlich muss Gerhard Richter in manch einer stillen Stunden doch auch schmunzeln über seinen überragenden künstlerischen Erfolg in den letzten Jahrzehnten. Nicht immer war er der Vorzeigekünstler und dann auch noch in Deutschland. Seine guten Publikationen zum 60ten Geburtstag oder sehr gute Ausstellungen seines Werkes haben da wirklich eine Menge bewirkt. Und dann sind noch so bekannte und nicht so einfache Werke wie der Deutsche Herbst in New York und haben so die letzten noch fehlenden Weihen des Kunst-Olymp bekommen.
Das er ein akribischer Arbeiter ist, der sich sogar ein Modell von dem Museum bauen lässt, das als nächstes seine Ausstellung zeigt, ist ein Hinweis auf Akuratess, aber auch auf Misstrauen gegenüber anderer Handschrift als der eigenen. Manchmal wirken Räume mit Licht und Echtbetrieb doch anders als im Modell. Aber das soll jeder für sich entscheiden.
Richter zeigt im Museum Frieder Burda noch bis zum 27. April 2008 Arbeiten aus allen Werkepochen, auch wenn das der Künstler nicht gerne hört. Natürlich wird die Methode oder das künstlerische Interesse in einer Zeit nur bruchstückhaft deutlich, wenn ständig jüngere, ältere und ganz neue Arbeiten dazwischen hängen. Richter hätte eigentlich nicht nötig ständig zu betonen, dass ihn keine Absicht und keine System treibt. Das kann auch zur erstarrten Marotte werden, siehe die Baselitzmethode. Aber auch das ist egal. Facettenreich ist Richters Werk. Die Schau lohnt auf jeden Fall und das Museum Frieder Burda ist immernoch eine Reise wert.
Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






2 Kommentare to “Gerhard Richter in Baden-Baden – Deutsche Meisterkunst vom deutschen Kunstmeister”
Via Gerd
fand ich hier ein „Interview mit einem berühmten Künstler“ …
Sehr spannend!
Fr 22. Februar 2008 at 08:01
[...] hoffen die Verantwortlichen auf den Gerhard-Richter-Schub, dessen Werke ja kürzlich für mehrere Millionen US-Dollar versteigert wurden. Vielleicht [...]
Fr 22. Februar 2008 at 20:17
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