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Sa September 21st, 2013

Georg Baselitz in Dresden – Dialog mit alten Meistern

Unter dem Titel Hintergrundgeschichten zeigt die  Galerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in den Paraderäumen im Residenzschloss Dresden eine Ausstellung mit Arbeiten des deutschen Großkünstlers und Großkopfständlers Georg Baselitz.  Anlass ist der 75. Geburtstag des Meisters und der Wunsch eine ganz persönliche Ausstellung für Dresden zu kreieren.

Baselitz der 1938 in Deutschbaselitz bei Kamenz geboren und aufgewachsen war, besuchte Mitte der 1950er Jahre als Jungendlicher die Dresdner Kunstsammlungen. Dort sah er unter anderem Bilder von Ferdinand von Rayski und lernte die Hauptwerke der Alten Meister kennen. Nach Rayskis Landschaftsstudie „Wermsdorfer Wald“ malte Baselitz 1969 „Der Wald auf dem Kopf“ ‒ sein erstes Bild, bei dem das Motiv auf dem Kopf steht. Diese prägende Begegnung mit den Dresdner Bildern klingt bis heute in seinem Werk nach und beinhaltet zugleich den Leitgedanken der Ausstellung: Baselitz im Dialog mit den Alten Meistern.

In den noch nicht restaurierten Paraderäumen des Residenzschlosses in Dresden, wo die historische, von der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gezeichnete Substanz auf die Sachlichkeit eines Rohbaus trifft, stiftet Georg Baselitz ebenso eigenwillige Nachbarschaften zwischen ausgewählten Werken der Gemäldegalerie Alte Meister, der Galerie Neue Meister sowie dem Kupferstich-Kabinett und eigenen Bildern aus den letzten 15 Jahren.

Der Kniff der Ausstellung ist, das Baselitz eine Auswahl von alten Meistern (Raffael, Cranach, Vermeer, Rembrandt, Rayski, Monet und einen Holzschnitt von Caspar David Friedrich) traf, die er  reproduzieren und für die Gegenüberstellung im Format an seine eigenen Bilder angleichen liess. Das ist spannend da die z. T. kolossalen Formate der Originale verfremdet werden und die Baselitzischen nicht mehr so gewaltig daher kommen.

Was dann so aufeinander trifft ist z.B. die berühmte Sixtinische Madonna auf ihr Gegenbild „Statement“, das Porträt der „Königin Maria Josepha“ von Anton Raphael Mengs korrespondiert mit einem Bildnis von Baselitz‘ Ehefrau Elke und Monets „Pfirsichglas“ wird zu einem „Volkstanz“. Sehenswert.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 2. Dezember 2013.

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