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Do April 24th, 2014

Fussballausstellung zur Fussballweltmeisterschaft 2014

Die Ausstellung „Fußball weltweit“ zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien wird ab dem 6. Mai 2014 im Auswärtigen Amt in Berlin zu sehen sein. Die sehenswerte Schau, die das Deutschlandjahr in Brasilien abschließt und auf die Fußball-WM einstimmt, vereint drei Ausstellungsprojekte des Auswärtigen Amts mit der Kunstausstellung des Goethe-Instituts Rio de Janeiro.

Fußball ist eine gemeinsame Sprache aller Nationen, ein Beitrag zur Völkerverständigung. Deshalb fällt es auch nicht schwer, von Fußballspielern als „Botschaftern in kurzen Hosen“ zu sprechen. Dies ist auch das Thema der „Zeitreise mit deutschen Fußballmannschaften“, einer Ausstellung von Exponaten aus dem DFB-Archiv und dem Deutschen Fußballmuseum, welche die Jahre 1955 bis 2014 beleuchtet.
In den historischen Kontext können auch die „Ballonauten“ eingeordnet werden: Von Mai 1932 bis August 1933 zogen Regensburger Männer ein 600 Kilogramm schweres Fußgängerwohnmobil in Form eines Fußballs über 3.500 Kilometer zu Fuß durch Deutschland. Sie besuchten über 300 Orte und Fußballvereine und dokumentierten alles akribisch mit Stempeln, Unterschriften, Tagebucheinträgen und Fotos; Teil der Ausstellung wird ein begeh- und bewegbarer Nachbau eines Riesenfußballs aus Holz sein.
Auch die Internationale Sportförderung des Auswärtigen Amts, die bereits seit über 52 Jahren besteht, wird durch eine Fotoausstellung eingehender porträtiert. Genauer betrachtet werden ebenso brasilianische Fußballspieler, die in der Bundesliga spielen, sowie der weitgehend unbekannte deutsch-brasilianische Weltklassespieler Arthur Friedenreich.
Mit dem Fokus auf Videokunst und Fotografie empfängt Berlin die sehenswerte Schau „Das Spiel hört erst auf, wenn es zu Ende ist“ des Goethe-Instituts Rio de Janeiro nach zwölf Ausstellungsetappen in Südamerika. Der Beitrag des Berliner Künstlers Olaf Holzapfel ist als Kunst- und Ausstellungsinszenierung der zwölf präsentierten Werke weiterer Künstler angelegt.
Eine Fußball-WM ist mehr als ein sportliches Ereignis. Neben wirtschaftlichen Interessen spielen kulturelle und wirtschaftliche Implikationen eine bedeutende Rolle. Diesen Aspekten nähert sich die Ausstellung aus der Perspektive der Kunst.

Folgende Künstler und Künstlerinnen sind mit Arbeiten vertreten:

Lela Ahmadzai (Afghanistan-Deutschland), Marina Camargo (Brasilien), Muu Blanco (Venezuela), Dias/Riedweg (Brasilien), Sebastián Gordín (Argentinien), Simon Gush (Südafrika), Fernando Gutiérrez (Peru), Gianfranco Foschino (Chile), Olaf Holzapfel (Deutschland), Alvaro Olmos (Bolivien), Santiago Tavella (Uruguay), Michael Wesely (Deutschland), Zhang Qing (China)

„Eine Kunstausstellung zum Fußball ist weder eine Fernsehübertragung noch ein public viewing, ganz im Gegenteil, die Künstler entfernen sich so weit wie möglich vom affirmativen Spektakel und suchen die verborgenen Seiten des Fußballs und die scheinbaren Nebensächlichkeiten abseits der großen Stadien. Der richtige Ort des Fußballs ist meist dort, wo ihn niemand vermutet, eine Regel, die übrigens auch für die zeitgenössische Kunst gilt.“ (Zitat des Kurators Alfons Hug, Direktor Goethe-Institut Rio)

In Nürnberg und Wiesbaden wird die Ausstellung des Goethe-Instituts jeweils mit eigenen spezifischen Akzenten präsentiert: In Wiesbaden bilden 13 ausgewählte Positionen in den großzügig geschnittenen Räumen der Altbauvilla über zwei Stockwerke einen flaneurhaften Ausstellungsparcours. In Nürnberg wird neben der Klanginstallation von Lukas Ligeti ein spezieller Fokus auf die dokumentarischen Aufnahmen der Fotokünstlerin Lela Ahmadzai und Ihr Projekt A Woman`s Goal – Die afghanische Frauenfußball-Nationalmannschaft gelegt.

Die Ausstellung „Fußball weltweit“ präsentiert facettenreich und einzigartig die verschiedenen Bereiche des Phänomens Fußball, auch abseits des Spektakels, und zeigt durch Ausstellung „Das Spiel hört erst auf, wenn es zu Ende ist“, dass Kunst durchaus mit Fußball vereinbar ist.




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