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Di Februar 23rd, 2016

Fürst Pückler Ausstellung in Bonn mit Gartenanlage

Ein genialer Gartenkünstler wird wiederentdeckt: Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871), eine der schillerndsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Seine nach englischem Vorbild angelegten Landschaftsparks in Bad Muskau/Leknica (UNESCO Weltkulturerbe), Babelsberg und Branitz zählen zu den Höhepunkten europäischer Landschaftsgestaltung im 19. Jahrhundert. Diesen drei bedeutendsten Gartenanlagen des Fürsten und den damit verbundenen innovativen Ideen widmet die Bundeskunsthalle Bonn vom 14. Mai bis 18. September 2016 die Ausstellung „PARKOMANIE. Die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler“.

Was sich Pückler unter Parkomanie vorstellte, versucht die Bundeskunsthalle in Bonn mit einem begehbaren Gartenreich auf dem Dach mit Tausenden von Pflanzen und knapp 70 Bäumen nachzustellen. Mal Kleingarten in Groß.

parkomanie_Fürst_Pückler Bildquelle: Muskau, Pleasureground am Bad,aus: Hermann Fürst von Pückler-Muskau,Andeutungen über Landschaftsgärtnerei 1834, Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau

Die korrespondierende Ausstellung versammelt rund 250 Exponate aus ca. 30 namhaften Museen und Stiftungen, darunter die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, die Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Zu sehen sind bedeutenden Zeugnisse der Pücklerschen Gartenkunst, etwa Originalpläne seiner Gärten, historische Fotografien und Veduten sowie Exponate aus dem bewegten Leben des Fürsten. Die Erstausgabe von Pücklers Werk „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ ist ebenfalls ausgestellt. Das Buch dokumentiert eindrucksvoll die Kreativität und den Einfallsreichtum des Gartenkünstlers, wenn er u.a. in einfachen Zeichnungen einen idealen See, einen perfekten Flussverlauf oder eine Wegeführung entwirft und daneben das Negativbeispiel aufzeigt. Zudem thematisiert die Schau die Auseinandersetzung Pücklers mit seinem Rivalen, dem Gartenkünstler Peter Joseph Lenné.

Es werden angelegte Baumgruppen, darunter Blutbuchen, Eichen, Espen und Robinien gepflanzt, um die die Besucher flanieren können. Auch soll sich die Besucher in einem Meer von ersten Frühblühern wiederfinden. Rund 42.000 Frühblühern, wie verschiedene Tulpensorten und Narzissen werden eingebracht. Für das temporäre Gartenreich wird ebenfalls ein Wasserbassin nach den Vorbildern des Fürsten geformt und typische wie originelle Elemente aus den Parks integriert. Eine Nachbildung des Muskauer Rosary im „Pleasureground“, einem gartenkünstlerisch besonders fein gestalteten Gartenabschnitt im Übergang zwischen Haus und Park, wird ebenso zu finden sein wie eine Rosenlaube mit der Büste der weltberühmten Sopranistin Henriette Sonntag oder die von glasierten Ziegeln umrandeten „Törtchenbeete“, die die Pücklerschen Gärten schmücken.




1 Kommentar to “Fürst Pückler Ausstellung in Bonn mit Gartenanlage”

Ausstellung zur Gartenkunst in Bonn Fürst Pückler | Der Kleingärtner sagte:

[…] das wird eine schöne Ausstellung: PARKOMANIE. Die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler zeigt die Bundeskunsthalle in Bonn vom 14. Mai bis 18. September […]

Di 23. Februar 2016 at 14:04

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