KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Mi November 25th, 2009

Erwin Wurm im Kunsthaus des Lehnbachhauses München

Die Ausstellung mit Werken von Erwin Wurm wird noch bis zum 31. Januar 2010 im Kunstbau des in der Sanierung befindlichen Lehnbachhauses in München gezeigt. Nach dem Ende in München wandert die Ausstellung ins Kunstmuseum Bonn, dann ins Museum Sammlung Essl in Klosterneuburg bei Wien und zum Schluß nach China.

Wer nicht so weit reisen will, sollte auf jeden Fall die Chance in München suchen. Erwin Wurm hat mal wieder seine unerschöpfliche Asservatenkammer des Gegenständlichen geöffnet und allerlei herausgezaubert.

Autos, Kartoffeln, Gurken, Kleidung, um nur einige Objekte aus der Welt des Realen zu nennen, hat er in seinen Skulpturen „behandelt“, sie in ihrem Sinn verdreht und so neue Bilder gewonnen. So verwandelt er scheinbar banale Situationen, Gesten oder Handlungen in „One Minute Sculptures“ zu Ausdrucksformen einer „verfestigten Zeit“. Allein einen Gestus über eine Minute lang auszuhalten, verdeutlicht Sinnbezüge, die in der Geschwindigkeit des „normalen“ Ablaufs verloren gehen. Oder auch der Versuch eine Minute zu verharren, ist der Betrachterin und dem Betrachter oft fast verloren gegangen.

Zur Ausstellung ist ein schöner Katalog von Dumont herausgegeben worden, der diesen verweilenden Charakter ebenfalls schön aufnimmt:

Katalog: Erwin Wurm

Hierzu zählen neben den genannten plastischen Formen auch Texte, einfache Sätze und Behauptungen, die auf plakative Weise populistische Gedanken zum Ausdruck bringen.

Wurm begreift diese Sprüche als eine Form „sozialer Plastik“, die den Widerspruch in sich birgt. So wird es einen Katalogbeitrag geben, in dem Wurm die an ihn gerichteten Fragen mit Fragen beantwortet.

Wurm und die Plastik ist auch eine spannende Frage der Ausstellung.

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