KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Di August 18th, 2009

Ein Sommernachtstraum Kunstausstellung zu Le Corbusier (1887–1965) im Gropiusbau Berlin

Es gibt Künstler, die haben sich mal als Praktiker und dann als Künstler gesehen. Und es gibt welche, die sind irgendwie schon immer  im Fokus gewesen. Le Corbusier (1887–1965) eigentlich Charles-Edouard Jeanneret-Gris ist so ein Phänomen. Es gibt ihn schon immer, quasi zeitlos, natürlich ist er einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts und ohne sein Werk sähe die Architektur und der Städtebau, der etwas auf sich hält anders aus.

Im Martin Gropius Bau in Berlin läuft noch bis zum 5. Oktober 2009 eine große Ausstellung zu dem Schweizer Architekten, die gleich mehrere Zielrichtungen verfolgt. Einmal will die Ausstellung die zeitgenössische Sicht auf Le Corbusier in Erinnerung rufen. Dann werden jüngste Forschungsergebnisse mit einbezogen. Und zu guter Letzt, soll noch eine Werk- und Wirkungsschau offenlegen, wie stark Le Corbusier wirkt. Und das wieder angelegt wie eine Einführungsvorlesung in das Werk des Architekten. Mensch und Ikone stehen somit im Vordergrund

Plakat Gropiusbau Le Corbusier

Bildquelle: Ausstellungsplakat Gropius Bau Berlin, Le Corbusier, Ausstellung

Und da das ganze nicht einfach zu bewerkstelligen ist, wurde die Ausstellung vom Konzept her erstmal in  drei relativ unabhängige Bereiche überschrieben mit: „Contexts“, „Privacy and Publicity“ sowie „Built Art“ aufgeteilt.

Die Faszination für die moderne Großstadt kommt dabei stark heraus und zeigt das Interesse Le Corbusiers am Mediterranen und dem Orient, seine Hinwendung zu organischen Formen in den dreißiger Jahren, aber auch sein Interesse an neuen Technologien und Medien.

Es entsteht wieder mal die Suche nach dem Gesamtkunstwerk, das in der Kunst ja kein neues Phänomen ist. Architektur, Städtebau, Malerei, Design, Film und andere Disziplinen kommen zusammen und zeigen wie der Architekt im Kreise Gleichgesinnter aus vielen Disziplinen lernte und wirkte zugleich.

Gezeigt werden Originalgemälde, Skulpturen, zahlreiche Originalmöbel, Originalzeichnungen und -pläne, Erstausgaben von Le Corbusiers Büchern sowie zahlreiche Kleinobjekte aus der privaten Sammlung des Architekten, die ihm als Inspiration, Vorlage und Demonstrationsobjekte dienten.

Und da er auf der klassischen Moderne fusst und viele der großen Namen persönlich kannte, sind die dazugenommenen Exponate von Zeitgenossen schon einen Blick in die Ausstellung wert. Es finden sich Originalmöbel von Charlotte Perriand und Jean Prouvé sowie Gemälde von Robert Delaunay, Fernand Léger, Georges Braque, André Bauchant.

Neben der Ausstellung sei auch noch auf das Le Corbusier Haus in Berlin hingewiesen werden, was sozusagen in ereichbarer Nähe als Großobjekt Le Corbusiers Denk- und Arbeitsraum veranschaulicht.

[ad#ad-fuer-beitraege]




hier kommentieren to “Ein Sommernachtstraum Kunstausstellung zu Le Corbusier (1887–1965) im Gropiusbau Berlin”

Dieser Beitrag wurde bislang nicht kommentiert.

Hinterlassen Sie eine Nachricht

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>