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Sa Februar 10th, 2007

Düsseldorf Kunstakademie: Rundgang 2007 – die 25igste Auflage eines Klassikers

Wieder Rundgang in der Düsseldorfer Kunstakademie. Ein Muss für die Kunstinteressierten aller Couleur.
Voll, wuselig, etwas chaotisch und die Versorgung der Besucher war stark an Gusto und Möglichkeiten der jeweiligen Klassen und Flure ausgerichtet. Politisch korrekt – viel Mehrwegverpackungen zumindest im Getränkebereich.

Was gab es zusehen in den ehrwürdigen Hallen, die jedes Mal wieder den Eindruck von Großzügigkeit, Luxus des Lernens und Lehrens und der freundlichen Abnutzung machen. 550 Studierende und 30 Professoren und Professorinnen. Hört sich von außen gut an und alles andere ist anderer Menschen Thema.
Was erstaunte war die Einheitlichkeit von Themen und künstlerischer Umsetzung. Viel Stimmung von 2006, figürlich, immer leicht verwaschen und unscharf. Kritische Zivilisationskritik, kein Interesse an Lösungen oder guter Laune. Globalisierung mit dem Schillern der Metropolen als ästhetischem Highlight und Sympathie den Ländern die weit weg sind. Viel Haltungen die für sich selber ein Pochen auf Individualität beinhalten aber die Freiheit des anderen auch als lästig empfinden können.
Die Skulptur in Form von vielen großformatigen Arbeiten, mit morbidem bisweilen, flüchtigen Charakteren. Witzige von Material und Mischung ungewöhnliche Arbeiten waren in der Minderzahl, aber da und das erfreute. Wohltuend die Begegnungen mit den Studierenden und allen Generationen. Da wundert es nicht, sondern zeigt wie Kunst dem Leben zugewandt sein kann, wenn in der ins Dachgeschoss verbannten Abteilung der Antikenabgüsse sich ein Kleinkind übergeben muss. Zuviel erlebt oder dort zu unlebendig? Uta von Naumburg nahm es gelassen.
Die gezeigten Arbeiten konnten über weite Strecken nicht überzeugen und waren sich Klassenübergreifend sehr ähnlich, vielleicht ein Zeitphänomen, keine Ahnung. Trotzdem waren viele Anregungen da, um sich ein Bild der aktuellen künstlerischen Entwicklung zu machen. Anstöße, ja; große richtungsweisende Trends über die aktuelle Zeit hinaus, eher nein. Oder so gut versteckt, dass man auf 2008 gespannt sein kann.
Trotzdem die Zeit in der Akademie war gut, die Begegnungen lebendig und spannender als die gezeigte Kunst. Vielleicht kommt das Leben zurück in die Bilder und Skulpturen.

Figürliches ist ja schon wieder da! Ich freu mich auf nächstes Jahr.

und hier noch ein paar Impressionen:







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