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Mo November 16th, 2009

Don McCullin in Berlin – The Impossible Peace – Retrospektive

Im C/O Berlin, International Forum For Visual Dialogues, wird ab dem 12. Dezember 2009 (bis 28. Februar 2010) die Retrospektive The Impossible Peace des britischen Fotografen Don McCullin gezeigt.

Don McCullin wurde 1935 in Saint Pancras London, Großbritannien geboren. Er wuchs im damals heruntergekommenen Bezirk Finsbury Park auf. Nach dem Tod seines Vaters verließ er die Schule im Alter von 14 Jahren und hatte verschiedene Gelegenheitsjobs bevor er sich 1954 für zwei Jahre bei der Royal Air Force als Assistenzfotograf verpflichtete.

1964 produzierte er seine erste Kriegsberichterstattung über den Bürgerkrieg auf Zypern, für die er im selben Jahr den World Press Photo Award erhielt. Hier entwickelte er seine eigenen Handschrift, die immer Mitleid und tiefe Symphatie, sowie fast schmerzhaftes “Dransein2 am Motiv beinhaltet.

Zwischen 1966 und 1984 bereiste er für „The Sunday Times Magazin” die Welt und berichtet über zahlreiche Konflikte und Kriegsschauplätze wie im Kongo, Biafra (Nigeria), Vietnam, Kambodscha, Nord Irland, El Salvador, Bangladesch und den Nahen Osten.

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Bildquelle:C/O. Berlin

2006 wurde er für sein Lebenswek in New York mit dem Cornell Capa Award Infinity Award for Achieve­­ment in Photography geehrt. Seine Fotografien wurden in zahlreichen Büchern und Ausstel­lungen publiziert und präsentiert – unter anderem im Barbican, London, beim Fotografiefestival Rencontres d’Arles und im Maison Européenne de la Photographie, Paris. Er lebt mit seiner Familie in Somerset im Südwesten Englands.

Für seine Arbeiten in Kriegsgebieten hat Don McCullin einen hohen persönlichen Preis gezahlt. Er wurde süchtig nach Leben in Extremen und nach neuen Bildern. Selten hat ein Fotograf diese Erfahrung – auch seine Machtlosigkeit – so problematisiert. Von seinen Reisen zurückgekehrt brachte Don McCullin mehr als nur belichtete Filme, sondern auch kaum vermittelbare Erlebnisse mit.

Als Reaktion auf die Erkenntnis, dass Friede letzendlich unmöglich ist, wandte sich Don McCullin in den letzten 25 Jahren anderen und neuen Sujets zu – die britische Gesellschaft und deren Alltag, Pilgerstätten am Ufer des Ganges, untergegange Stämme in Äthiopien sowie Spuren des Römischen Reichs im Mittelmeerraum. Seine dunklen Stillleben und ruhigen Landschafts­aufnahmen bei Sonnenuntergang und stürmischen Himmel spiegeln seinen heutigen Blick auf die Welt wider.

C/O Berlin präsentiert erstmals in Berlin Arbeiten aus dem Gesamtwerk von Don McCullin mit ca. 150 Schwarz/Weiss- und Farbfotografien. Die Ausstellung wurde kuratiert von Robert Pledge, Gründer und Präsident von Contact Press Images, mit denen der Fotograf seit 1995 zusammen arbeitet.

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1 Kommentar to “Don McCullin in Berlin – The Impossible Peace – Retrospektive”

Karsten Schmidt sagte:

Vielen Dank für den Ausstellungstipp. Don Mc Cullin gehört zu den ganz großen Kriegberichterstattern. Kein “eingebetteter” Fotojournalist und der Propaganda unterstellt. Seine Fotos dokumentieren schonungslos Zerstörung, Leid und Ausweglosigkeit des Krieges. Die britische Regierug wußte schon, warum sie ihn 1982 nicht nach Falkland ließ…

Di 17. November 2009 at 18:54

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