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Mi Oktober 7th, 2009

Die sinnliche Skulptur Jean-Antoine Houdon – 100 Jahre Liebieghaus

Zum „100 Jahre Liebieghaus“ zeigt die Einrichtung ab dem 29. Oktober 2009 die Ausstellung „Jean-Antoine Houdon: Die sinnliche Skulptur“,

Kurzgefasst kann man zum bildhauerischen Werk von Jean-Antoine Houdon (1741–1828) sagen, dass der Bildhauer es schaffte, die Illusion von atmenden Körpern in seiner Kunst herzustellen und sie dann in Kunst bzw. Stein gehauen zu überführen.

Als einer der bekanntesten französischen Künstler des 18. Jahrhunderts, war er bereits international tätig. Seine Bekanntheit führte dazu, dass er der erfolgreichste Porträtbildhauer seiner Zeit war. Er war in Frankreich, Deutschland, Russland, Italien und den USA tätig.

Und er konnte sie alle wiedergeben, egal ob Kaiserinnen, bürgerliche Präsidenten oder französische und amerikanische Aufklärer wie Voltaire, Denis Diderot oder Benjamin Franklin.

Von seinen Herrscherportraits sind Bildnisse von Katharina II., Ludwig XVI. und Napoleon I zu sehen. Wie kein anderer zeitgenössischer Bildhauer verstand er es, die feinen Züge seiner Modelle zu erfassen und deren Charakter in unterschiedlichen Materialien zu formen. Neben Porträts entstanden ganzfigurige Statuen zu religiösen, antiken oder allegorischen Themenbereichen.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Houdons 1783 geschaffene Frileuse, eine Personifikation des Winters, sowie die 1787 entstandene Bronzeversion des Themas, die zu den berühmtesten Skulpturen ihrer Zeit gehören und paradigmatisch den Wandel vom Barock zur Aufklärung verdeutlichen.

Der zweite Teil der Ausstellung beleuchtet die Persönlichkeit Houdons unter dem Aspekt des vom Künstler verwendeten Materials. Mit insgesamt 40 Exponaten – davon 19 Skulpturen von Houdon – ermöglicht die Ausstellung erstmals in Deutschland eine ausführliche Betrachtung seines Schaffens in der Auseinandersetzung mit wichtigen Zeitgenossen.

Das so eine umfassende Schau entstehen konnte, liegt an der Unterstützung durch internationale Leihgaben aus renommierten Museen wie dem Musée du Louvre in Paris, der National Gallery of Scotland in Edinburgh, dem Detroit Institute of Arts und dem Metropolitan Museum of Art in New York. Nach der Präsentation in Frankfurt wird die Ausstellung im Musée Fabre in Montpellier gezeigt werden (16. März bis 27. Juni 2010).

Die Ausstellung ist vom 29. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010 im Liebieg-Haus, Frankfurt am Main zu sehen.

Messeconsulting Stolzmann

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