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Mi Januar 18th, 2012

David Hockney in London – Landschaft naiv und Farbe ist doch das Schönste

Auf die Frage, was man für Kunst braucht, sagte Hockney bei dem Gastspiel in seiner Heimat England: „Malen ist ganz einfach, Du brauchst drei Dinge dafür: Das Auge, die Hand und das Herz.“
„A Bigger Picture“ ist die Ausstellung in der Royal Academy of Arts überschrieben. Und es sind die Landschaften seiner Kindheit in Yorkshire und die in wirklich großen Formaten. Daher oft „Doppeldecker“, in Form von zwei Leinwänden oder mehr die das Bild tragen.

Bunt, optimistisch und irgendwie naiv-entrückt. Oder etwas weniger fein, sehr grell, sehr bunt und irgendwie so märchenhaft, wie sie vielleicht nur Kinder sehen können und sich noch trauen sie so darzustellen. Vielleicht muß man ein bekannter Künstler sein, um sich das zu trauen.
Und das ist einfach wieder ein Zeichen von Kunst, es geht nicht primär um ein möglichst genaues Abbild, irgendeiner Realität. Die Kunst kann entrücken, kann Bewußtmachen durch Verfremdung, kann den erlebten Raum in überzeitliches Transformieren.

David Hockney interview from Royal Academy of Arts on Vimeo.

Seit mehr als 50 Jahren beschäftigt sich Hockney mit Landschaftsmalerei und steht in der langen Reihe der englischen Künstler, die die Landschaft immer wieder gezeigt haben. Bei Hockneys Arbeiten, mehr als 100 in der Royal Academy, die noch bis zum 09.04.2012 dort zu sehen ist, sind keine Menschen zu sehen. Menschenleer, was auf den ersten Blick kaum auffällt, weil alles so schön bunt ist. Und das ist ja die Erkenntnis vieler Künstler bei den Landschaften, die Natur braucht den Menschen nicht, die Menschen die Natur schon und verhalten sich nicht dementsprechend. Vielleicht zeigt Hockney auch eine Landschaft nach dem Menschen, wer weiß,…




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