KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Mi Mai 20th, 2009

Colossal die Erste – Varus, Hermann und ganz viel Kunst

COLOSSAL – Kunst Fakt Fiktion heisst die dezentrale Kunstausstellung, die sich an die Jubiläumsausstellung „Imperium-Konflikt-Mythos, 2000 Jahre Varusschlacht“ im Osnabrücker Land anlehnt.

Diesen Anlass nahm der Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V. (LVO), der in der »Varusregion« beheimatet ist als Aufhänger, ein aussergewöhnliches Kunstprojekt zu veranstalten: COLOSSAL – Kunst Fakt Fiktion. Für die Durchführung wurde der ehemalige künstlerischer Leiter des MARTa Herford Jan Hoet gewonnen.

Hier im Blog sollen jetzt in lockerer Folge einzelne Arbeiten dieses dezentralen Kunstprojektes vorgestellt werden.

Beteiligt sind 20 Künstlerinnen und Künstler aus 13 Nationen, die auf Einladung Hoets mit ihren Arbeiten gekommen sind und die ohne den Macher der Schau auch nicht gekommen wären.

Daher musste schon einiges ungewöhnliche geboten werden. Einmal ist das sicher die mehrjährige Laufzeit des Projektes. Einige ortsspezifischen Arbeiten der Künstler setzen sich direkt oder indirekt mit dem Faktor Zeit auseinander.

Das wiederum stellt an einige der ortgebenden Beteiligten, namhafte Ökobauernhöfe der Region und Kulturorte,  besondere Ansprüche. Felderecken werden lange nicht bearbeitet, ganze Generationen von Milchvieh gehen mit der Kunst im Stall um, usw.

Alles als Kunststandort ist dabei: ein Schloss, Versuchsflächen, das Ausstellungsgelände Kalkriese, die Innenstadt von Osnabrück usw.

Folgende Künstlerinnen und Künstler sind beteiligt: Massimo Bartolini, Bazon Brock, Katinka Bock , Monica Bonvicini, Heinrich Brummack, Pedro Cabritaa Reis, Wim Delvoye, Fabrice Gygi, Wilfried Hagebölling, Anna Lange, Hans Lemmen, Slava Nakovska, Rui Chafes, Ives Maes, Dennis Oppenheim, Anette Rose, Fernando Sanchez Castillo, Andreas Slominski, Susanne Tunn, Yue Minjun.

Die Schönheiten des Osnabrücker Landes und die grundlegenden Einsichten in die langfristigen Auswirkungen des römischen Reiches in Europa werden hier künstlerisch verarbeitet. Hinzu kommt der Ansatz, Einsichten aus einer kriegsbedingten Geschichte für heute fruchtbar zu machen. Die Lösung lautet: Dies kann und muss geschehen über eine aktuelle künstlerische Auseinandersetzung – mit dem Varus-Thema, mit dem historischen Zentralort der Varusschlacht bei Kalkriese und mit dem vorrangig agrarisch geprägten Umland. Letzteres gab auch den Ausschlag für die Entscheidung, Bauernhöfe als Projektstandorte einzubinden.

Denn ohne Bauernhöfe kein Krieg, da an ihnen die grundlegenden Ernährungsfragen der Menschen hängen. Und das immer im Krieg, wie im Frieden.

Hier schon mal der Übersichtsplan der gesamten Route die mit Colossal abgedeckt wird:

colossal-tourroute

stadtfuehrungen-in-owl-und-muensterland

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3 Kommentare to “Colossal die Erste – Varus, Hermann und ganz viel Kunst”

Jörg Schlichtholz sagte:

Noch kann ich mir kein rechtes Bild vom Gehalt dieser Ausstellung machen und so freue ich mich über die Einzelvorstellungen einzelner Arbeiten dieses Kunstprojekts. Ernährungsfragen werden die Probleme der Zukunft sein. Noch haben wir nur ein selbst verschuldetes Finanzproblem, die wirkliche Herausforderung aber wird der Klimawandel werden. Ob Colossal Antworten aufzeigen kann bleibt abzuwarten:

Mi 27. Mai 2009 at 15:08

Colossal II - Hans Lemmen Golden Boy in Kalkriese | kunstfreunde sagte:

[…] ja bekanntlich nicht nur die Aussstellung Imperium-Konflikt-Mythos mit dem Teil Konflikt statt, die Kunstausstellung Colossal ist dort ebenfalls mit einigen bemerkenswerten Arbeiten […]

So 31. Mai 2009 at 23:14

Zeitspringer sagte:

Archäologiemuseen schulklassenlos?…

Christiane Hoffmann berichtet in ihrem Kunstfreunde-Blog unter dem Titel „Imperium-Konflikt-Mythos Ausstellungseröffnung mit der Kanzlerin“ von der Eröffnung der dreiteiligen Ausstellung „Imperium-Konflikt-Mythos 2000 Jahre Varusschlacht“ am 15.0…

Mo 15. Juni 2009 at 10:43

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