So November 8th, 2009
Claude Monet in Wuppertal – Fazit eines Besuches – ein Echttest
Wenn große Blockbuster in ein Museum kommen bzw. organisiert werden, könnte man glauben, dass vieles neben der Kunst mit auf der Agenda steht. Und wenn dann noch die offiziellen Führungen durch die Blockbusterausstellung noch vor Beginn des Events ausverkauft sind, ist sicher viel zum Gelingen und für die Wirtschaftsbilanz der Ausstellung getan.
Dumm ist nur, wenn sich die Abläufe des Ausstellungstages nicht mit dem Besucherverhalten synchronisieren lassen. Das Gruppen, die ab 11.15 Uhr eine Führung gebucht haben und mit dem Bus anreisen versuchen, pünktlich bis deutlich vor dem Beginn der Führung das Haus zu erreichen, sollte sich in Museumskreisen herumgesprochen haben. Auch dass es dann mehr als eine Gruppe sein kann, wenn man vom Haus 3 Führungen zu dem Termin verkauft hat. Wenn das Haus dann aber erst um 11 Uhr öffnet und ungefähr 120 bis 150 (je nach Busgröße) Menschen vor der Tür stehen, die zur Garderobe, zur Toilette, zu ihrem Treffpunkt und in die Ausstellung müssen, kann es zu Verzögerungen kommen. Wenn dann noch Einzelbesucherinnen und Besucher ebenfalls Einlass begehren und alle (Einzelbesucherinnen und Gruppenleitungen) an nur 2 Kassen stehen, sind nochmal Stimmung und Verzögerung vorprogrammiert. So etwas ließe sich durch die Vorverlegung zumindest der Öffnung des Entre vor der Zeit auffangen.
Die Gruppen werden mit Audioguides versorgt und wirklich kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen durch die Ausstellung, das ist sehr schön und macht Freude die Stunde gemeinsam in der wunderbaren Ausstellung zu verbringen.Â
Schade ist dann wiederum, dass in den drei ersten Ausstellungsräumen die sich mit dem Impressionismus, den Vorläufern beschäftigen, die Räume sehr klein sind. Wenn zwei Gruppen sich hier begegnen, oder Einzelbesucherinnen und Besucher sich “Pulken” passiert wieder etwas Unerklärliches. Die Aufsichtsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen die Menschen, die sich nicht an den gewünschten Mindestabstand von 50 cm zum Werk halten auffordern weg zu gehen. Leichter gesagt als getan und daher für beide Parteien eine unschöne Situation. Wie einfach wäre es gewesen, Bodenmarkierungen auf dem Fliesenboden anzubringen, die zumindest sichtbar die Distanz markieren und dann so manches Wort unnötig gemacht hätten. Nicht das Kommunikation nicht schön ist, nur ist ein Abstandhinweis auf die Dauer nervig, egal wie freundlich er gesprochen wird. Auch sind die Räume dann eben zu klein und müssten vom “Befüllungsgrad” geregelt werden. Keiner der Besucher ist sicher mit Absicht zu dicht, sondern eher aus der Not und aus dem Versuch anderen Betrachtern aus dem Weg zu gehen hier “nachlässig”.
Je weiter man in der Ausstellung unterwegs ist, desto angenehmer sind die großen über den Werken angebrachten Beschriftungen, die das Suchen der kleinen Beschriftungen rechts oder links am Bild überflüssig machen. Sehr augenfreundlich, sodass die kleinen aber nervigen Unstimmigkeiten noch unverständlicher sind.
Herrlich die Präsentation der Heuschober, der Kathedrale von Rouen oder der Seerosen im hinteren Teil der Ausstellung. Nur der Startraum mit dem Nachbau des Musee d´l Orangerie ist nicht ganz erklärlich, aber egal. Eine tolle Idee, die aber nur wenigen Besuchern sich erschließt, ist die flankierende Ausstellung mit eigenen Sammlungsobjekten des Impressionismus. Wenn man das “Gewühle” leid ist, kann man bequem noch einen Cezanne oder eine Grafik von Monet eine Etage tiefer genießen.
Als Fazit des Besuches bleibt sehr sehr sehenswert, tolle Bilder gut präsentiert und ein paar Kinderkrankheiten im Ablauf, die vielleicht noch im Ablauf der Ausstellung behoben werden. Allerdings brauch man die Telefon-Hotline nicht zu bemühen, man kommt nicht durch.
Bonjour Monsieur Monet in Wuppertal
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






5 Kommentare to “Claude Monet in Wuppertal – Fazit eines Besuches – ein Echttest”
Die Werke von Monet in der Ausstellung in Wuppertal wurden sehr gut inszeniert. Das Wachpersonal dagegen war unfreundlich und wirkte unprofessionell. Es schien so, als hätte die Museumsleitung irgendwelche schlecht geschulten Personen als Wachpersonal eingestellt, die nun endlich auch einmal das Ruder in der Hand halten konnten.
Mi 11. November 2009 at 14:40
[...] böses dabei denkt, wenn passend zum absehbaren Ende der beiden Impressionistenausstellungen in Wuppertal und Bielefeld, die Frankfurter Schirn mit einer Ausstellung des französische Neoimpressionist [...]
Di 22. Dezember 2009 at 23:06
[...] die klassischen Themen vorherrschen zeigen die großen Blockbusterausstellungen, wie Monet, Botticelli oder Leibovitz, während Schauen wie zu den 68er (die große Unschuld, oder [...]
Fr 25. Dezember 2009 at 15:03
[...] Gemälde. Allerdings ist der deutsche Impressionismus längst nicht so hell, wie der französische Impressionismus. Das ist schon eine Nuance gedämpfter. Bei Emil Nolde wird das später das nordische Licht [...]
Fr 8. Januar 2010 at 00:33
[...] einfach den Bahnhof St. Lazare von Claude Monet zu erkennen. Der Superstar, der im letzten Jahr in Wuppertal, kleiner [...]
Fr 1. Oktober 2010 at 21:49
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