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Mi November 21st, 2007

Chargesheimer in Köln – Fotografie im Museum Ludwig

chargesheimer.jpg

Die Ausstellung von Fotografien von Chargesheimer, die das Museum Ludwig noch bis zum 06.01.2008 zeigt, ist nicht nur wegen der Qualität der Fotografien sehenswert, sondern auch wegen dem Zeitbezug.

Die Ausstellungsmacher haben die zeitgenössische Kritik die Chargesheimer entgegenschlug mit berücksichtigt. Der Fotograf der am 19. Mai 1924 in Köln geboren wurde und später an den Kölner Werkschulen studierte und ab 1947 für Theater in Hamburg, Köln und Essen arbeitete, war immer eher ein Aussenseiter. Bis zur Rolle des radikalen Einzelgängers brachte er es, der vieles anpackte, vom Bühnenbildner bis zur Theaterregie, vom Layout seiner Bücher bis zur Konstruktion seiner „Lichtmaschinen”.

Nach einem Aufenthalt in Paris begann er seine berühmten Bildbände (u.a. mit Heinrich Böll) zu publizieren: Cologne intime 1957, Unter Krahnenbäumen und Im Ruhrgebiet 1958, Romanik am Rhein und Berlin 1959 sowie Menschen am Rhein 1960. Es folgten dann Des Spiegels Spiegel 1961, Theater-Theater 1967, die Städtebücher Wuppertal 1969, Hannover 1970 und als letztes und berühmtestes Buch Köln 5 Uhr 30 1970, ein melancholischer Abgesang an ‚seine‘ Stadt Köln, die im Beton zu erstarren drohte.

Chargesheimer verstarb im Januar 1972 unter ungeklärten Umständen.

Die Ausstellung ist nicht nur für Freunde der Fotografie, sondern auch für Interessierte an der direkten Nachkriegszeit in Deutschland interessant.

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1 Kommentar to “Chargesheimer in Köln – Fotografie im Museum Ludwig”

foto-fan sagte:

Leider wieder verpasst – schade, daß ich sowas immer erst im nachhinein lese …

Fr 11. Januar 2008 at 09:49

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