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Mi August 15th, 2012

Bielefelder Kunstverein zeigt zwei Ausstellungen – Thomas Kratz und Jessica Warboys

Der Bielefelder Kunstverein präsentiert vom 25. August bis 04. November 2012 in zwei Einzelausstellungen neue Werke von Thomas Kratz und der dOCUMENTA (13)-Teilnehmerin Jessica Warboys. Warboys und Kratz arbeiten mit einem erweiterten Malereibegriff, der den Ausstellungsraum als Bildraum einbezieht. Neben einer Auseinandersetzung mit Farbe, Form und Material erkunden die beiden Künstler auf unterschiedliche Weise mit den Medien Malerei, Film und Performance, Themen der Kunst- und Zeitgeschichte sowie Aspekten der Erfahrung im Bildakt.

THOMAS KRATZ Ausstellung ist mit dem Titel »LOVE« überschrieben.

Thomas Kratz versteht sich in erster Linie als Maler. Ausgehend von grundlegenden Themen der Kunst- und Zeitgeschichte, den Bedingungen von Farbe, Form und Material kennzeichnet sein Werk das bewusste Nebeneinander künstlerischer Konzepte. In jüngster Zeit prägte seine Arbeit eine intensive Beschäftigung mit dem Portrait und der Darstellung menschlicher Hauttöne. Dabei versteht Kratz die ungrundierte, offenporige Leinwand als eine Membran. Sie definiert die Grenzen zwischen Innen und Außen, Bild und Betrachter, zwischen Figuration und Abstraktion. Gleichzeitig bringt sie diese ins Fließen. Nur scheinbar gegensätzlich zu seinem malerischen Werk entwickelt Kratz auch Skulpturen und Performances. Mit großer Lust arbeitet er an einer kultischen Überhöhung von Alltagsgegenstände und Umdeutung ikonografisc her Figuren, um sie in eigene rituelle, teils surrealistische Spiele im Raum einzubinden.
Die zweite Ausstellung der Künstlerin JESSICA WARBOYS trägt den Titel: »TAILS«

Konkrete Landschaften und die Natur selbst bilden meist den Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeiten von Jessica Warboys. Von großer Bedeutung sind auch biografische Geschichten und die Beschäftigung mit dem kollektiven Gedächtnis der westlichen Gesellschaft. Warboys Malereien, Skulpturen und Filme tragen Spuren der unmittelbaren Umgebung und performativer Handlungsanordnungen in sich. Natürliche Elemente wie Wasser und Licht, Farbpigmente, unterschiedliche Objekte und Bildträger werden dabei zu eigenständigen Akteuren. Die Künstlerin macht sich die physikalischen Eigenschaften der von ihr verwendeten Materialien zunutze und setzt diese künstlerisch ein, um poetische Bilder entstehen zu lassen.




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