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Sa Juli 26th, 2008

Andy Warhol – Ladies and Gentlemen

Ein schönes Beispiel wie Pop Art im allgemeinen und Andy Warhols Factory im besonderen gearbeitet hat, kann man an dem Werkzyklus “Ladies and Gentlemen” sehen, der zur Zeit in Malcesine im Castello Scaligero aus dem Bestand der Gallerie Colossi Arte Contemporanea gezeigt wird.

Die Serie besteht aus 10 Blättern, die in Warhols Manier als entfremdete Portraits von mehreren farbigen Transvestiten 1975 entstand.

Das Spiel mit dem Geschlecht, das für die Modelle wesentlich ist, tritt bei Warhol in den Hintergrund. Die Drucke sind das Ergebnis von einem Arbeitsprozeß, der mit der Erstellung von ca. 60 Polaroids von den jeweiligen Modellen und verschiedenen Gesichtsausdrücken einsetzt. Aus diesen wählte Warhol aus, so dass nur eine Hand voll zur Weiterbearbeitung gelangten. Ausgerissen, mit Farbe und Hintergrund erweitert oder verfremdet, wurden aus den Portraits verfremdete Gesichter und Köpfe, die scheinbar aus Einzelteilen montiert wurden.

Dann die Farben festgelegt, die allerdings beim Druckprozeß der Serie wieder variieren konnten und fertig war die Mappe von Arbeiten. Bei “Ladies und Gentlemen” sind die Geschlechterzuschreibungen, die man durch den Titel erwartet, also ein Spiel, mit dem Spiel, mit dem Spiel, bei dem nichts mehr sicher oder optisch “richtig” ist.

Die Serie insgesamt wurde 125 Mal aufgelegt und wenn man Glück hat, kann man sie auch zusammen sehen. Öfter wurden die Einzelblätter allerdings auch einzeln verkauft.

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1 Kommentar to “Andy Warhol – Ladies and Gentlemen”

Dara Weishaupt sagte:

Was den Arbeiten von Andy Warhol immer eine besondere Note verleiht, ist die scheinbare Leichtigkeit seiner Arbeiten. So erreichen Warhols Bilder ein sehr großes Publikum durch den Einsatz von Werbetechniken die in sich schon darauf ausgelegt sind große Menschenmassen zu manipulieren. Hier ein nicht alltägliches Portrait von Andy Warhol. (Textportrait).

Di 16. September 2008 at 14:22

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