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Mi April 27th, 2016

Museum der Westküste zeigt Thomas Judisch

Einmal läuft im Museum der Westküste in Alkersum auf Föhr die Ausstellung „Thomas Judisch – Interventionen im musealen Raum“. Darüber hinaus wird am Pfingstsonntag an einem außermusealen Ort eine zweite Schau mit dem Künstler gestartet:

Mitten in Wyk auf Föhr auf dem prominenten Sandwall erschafft der in Hamburg lebende Bildhauer Thomas Judisch (geb. 1981) im Modenhaus „Ehlers Wyk auf Föhr“ in den Schaufenstern und im Showroom durch Hinzufügung seiner „besonderen Kleidungsstücke“ eine irritierende Atmosphäre von Anziehlust, Selbstbespiegelung und Kauffreude. Hier mischen sich Baseballcaps, Hosen, Blusen, Jacken, Taschentücher, Schuhe und Unterwäsche mit Augenzwinkern und spielerischer Leichtigkeit unter die ausgesuchten Designerstücke.

Thomas Judisch_Lawrence Power_2013_C-Print auf PVC Bildquelle: Thomas Judisch,Lawrence Power,2013,C-Print auf PVC

Artist Talk: Thomas Judisch im Gespräch – am Pfingstsonntag und am Internationalen Museumstag! Vom 15. bis 29. Mai 2016 ist das Museum Kunst der Westküste mit Thomas Judisch zu Gast bei „Ehlers Wyk auf Föhr“. In einer erstmaligen Kooperation präsentiert der Künstler einen wichtigen Themenschwerpunkt in seinem Schaffen: In der Ausstellung „Kleider machen Freunde“ mischen sich im Showroom und in den beiden Schaufenstern „besondere“ Jacken, Hemden und andere Dinge „aus dem Kleiderschrank“ unter die eleganten Stücke ausgesuchter Marken.
Eröffnung am Pfingstsonntag 16.30 Uhr bei „Ehlers Wyk auf Föhr“, Sandwall 8.

Die sieben Arbeiten von Thomas Judisch (geb.1981), der 2014 als Artist in Residence zu Gast in Alkersum war, pflegen einen spielerischen, subversiven Umgang mit Materialien. Nichts ist so, wie es scheint. Die täuschend echt wirkenden „Pferdeäpfel“ etwa, die unter anderem im Museum Kunst der Westküste zu entdecken sind, sind Bronzegüsse nach den vielerorts auf der Insel Föhr gerne auf den Fußwegen liegen gebliebenen Pferdeäpfeln. Sie sind unter dem Titel „Alex, Peter und Fritz“ hier jedoch Judisch’s ironischer Kommentar auf das in der Renaissance entwickelte heroische Reiterstandbild. Die sieben Fliegen auf der Postkarte und die Fliegenklatsche, die Kleidung an der Wand, der angelutschte, scheinbar liegen gebliebene Lollipop, das vordergründig achtlos abgelegte Baseballcap mit zwei Schirmen – was echt wirkt, ist aus Bronze gegossen oder Stein geschliffen oder zweidimensional in C-Print auf PVC ausgeführt. Sieben auf einen Streich… das hat Thomas Judisch für das MKdW zusammengestellt.

In dieser Ausstellung heißt es im Foyer, im Museumsrestaurant Grethjens Gasthof, im Museumsshop und im Garten auf die Suche gehen.Diese Ausstellung ist ohne Eintritt zugänglich.




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