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Fr Juli 4th, 2008

Lesetipp und Standortbestimmung – Julia Friedrichs Gestatten Elite

Ein interessantes aber vielleicht nicht einfaches Buch für die Sommerfrische: Julia Friedrichs: Gestatten Elite beschäftigt sich mit den Innenansichten des „Elite-Zirkusses'“, genauer mit dem Bild das Elite angehörige Elitenachwuchskräften an den verschiedensten Stätten von Ausbildung und Berufsbeginn vermitteln.

Kurz die Sichtweise auf die Restwelt ist erschreckend und als Leserin kann man sich fragen, ob diese Mitglieder der Eliten noch ganz bei Trost sind.

Gut organisiert und dann nur „40-Stunden“ zu arbeiten als EDEKA- „Ende der Karriere“ zu bezeichnen, zeugt schon von einem gehörigen Realitätsverlust was das Leben von Menschen im Allgemeinen angeht. Gier scheint eine Triebfeder zu sein. Am Anfang der Karriere und bis man merkt, dass das weise Indianersprichwort : „… dann werdet ihr merken, dass man eurer Geld nicht essen kann“ ganz schön wahr ist, mental und physisch.

Lesenswert und auch ein Zeichen gegen diese Un-Elite-Kultur. Schade nur, dass es bisher genug Teilnehmer dieses Spiels gibt und das der Rest der mit seinem Leben was anfangen kann, jenseits des „Moneymakings“ in Paralleluniversen unterwegs ist.

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3 Kommentare to “Lesetipp und Standortbestimmung – Julia Friedrichs Gestatten Elite”

Tim von Roth sagte:

Ich kann nur jedem dieses Buch empfehlen, der sich für dieses Thema interessiert. Es beschreibt perfekt den fehlgeleiteten, auf Raffgier und Geltungssucht fokussierten Lebensentwurf der sogenannten ‚Elite‘. Ich kann solche Menschen nur zutiefst bemitleiden, die nicht kapiert haben worum es im Leben geht. Ich spreche aus Erfahrung, da ich ein Jahr bei McKinsey gearbeitet habe und solchen Leute sehr meide. tvr

Mi 9. Juli 2008 at 17:35

Bunyaa sagte:

Das kann ich nur bestätigen. Karriere bedeutet scheinbar noch immer nur Materielles und Prestige. Wie oberflächlich und sinnentleert das ist, wird in den Medien und im Alltag sichtbar. Ich bezweifle, dass es in Deutschland eine wirkliche Elite gibt, die Werte vermitteln kann und neue Visionen hat.

Do 17. Juli 2008 at 15:27

Helmut Schatz sagte:

Ein wirklich lesenswertes alarmierendes Buch.
Ich würde mir Julia Friedrichs als Bildungsministerin wünschen, wäre mit Sicherheit um Welten besser und unabhängiger als Schavans sog. Excellenz-Initiativen, die ausführt, was Bertelsmann-Lobbyisten ihr an Bildungsprivatisierungspolitik
soufflieren.

Mi 4. April 2012 at 16:45

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