Di Juni 5th, 2012
Kunstsammlung im App – Was geht, was geht nicht?
Ob eine App für Kunstsammlungen Sinn macht, muß sicher jeder Kunstsammlungsbesitzer entscheiden, der eine solche machen lässt bzw. sie vielleicht selber machen will. Auch muß man sich als User die Frage stellen, ob eine solche App für einen selber interessant sein kann.
Daher sollte man sich fragen, was brauche ich, was will ich zeigen, was will ich sehen.
Die App für die Art Karlsruhe z.B. ist für den Messebesucher hilfreich oder auch für das Nachschlagen, wenn der Galeriename oder ein bestimmter Künstler für einen auch später wichtig ist.
Die App der Blickachsen 8 in Bad Homburg im Gelände dort und für die verschiedenen Veranstaltungsorte war hilfreich.
Die Deutsche Bank in Frankfurt ist jetzt mit ihrer seit 1979 entstandenen Kunstsammlung auch via App ins Netz der digitalen Möglichkeiten gegangen.
Da es sich dabei um eine Firmensammlung handelt, die nicht für die Bankkunden oder Kunstinteressenten vor Ort und überall zugänglich ist, kann man sich fragen, was soll das.
Die Antwort ist aber vielleicht genau so gedacht. Da “man” oder die normale Kunstfreundin die Arbeiten, die auf zwei riesen Flächen in den zwei Deutsche Bank Towern in Frankfurt auf 60 Etagen verteilt sind, eben nicht besuchen kann, kann man aber sehen, was und wer so im Laufe der Zeit von den Bankern gesammelt worden ist. Und das ist wahrlich nicht schlecht.
Die Applikation ist wenn man das Werbeintro überwunden hat durchaus sehenswert.
Die beiden Deutsche Bank Tower, die als Animation das Intro abschließen lösen sich in zwei Balkendiagramme die unterschiedlich farbig markiert sind auf.
Diese Farben sind die Leitfarben der Sammlung nach Herkunftsregionen der gesammelten Kunst. Asien/Pazifik ist rot, Amerika ist grün, Naher Osten und Afrika ist gelb und alle hängen im Tower B. In Tower A hängen dann Arbeiten aus Europa lila und Deutschland hellblau.
Die Systematik wird dann bei den unterschiedlichen Suchmöglichkeiten durchgehalten, so dass man sowohl nach Themen alsauch nach Künstlern suchen kann und immer die jeweilige Herkunftsgegend farblich wiederfindet.
Die Navigation, wenn man auf einen Künstler klickt ist dann einfach, weil der Künstler mit einer kurzen Vita und einem Statement zur eigenen Kunst erscheint und man durch seitlich bewegen dann die Arbeiten aufrufen kann. In Gruppen zu dreien und wenn einem was besonders interessiert dann durch berühren auch das ganze exklusiv mit Titel aufrufen kann.
Die Kunstwerke-Übersicht, die Name des Künstlers und ein kleiner Thumbnail anzeigen ist hilfreich, da kann man so auch nur über das Bild zu einem Künstler gelangen kann, den man namentlich bisher nicht kannte.
Bei dem kommenden Documentabesuch, oder einer Ausstellung in dem Arbeiten der Deutschen Bank als Leihgaben vorhanden sind, kann der Scanner angeworfen werden und die Infos zum Bild noch abgeholt werden.
Alles in allem eine App die vom Entwurf und der Technik gut zu bedienen ist, hilfreich, wenn man immer schon mal schauen wollte, wie eine Großbank Kunstförderung durch Kunstsammlung angelegt hat und vielleicht sogar als Gradmesser für eigenes Sammlungsinteresse.
Getreu dem Motto, wenn die Finanzen nicht sicher sind, dann rein in das Kunstinvest und wenn die DB schon dabei ist, kann es nicht so verkehrt sein,…
Und hier gehts zur App, für alle, die sich selbst ein Bild machen wollen.
http://itunes.apple.com/de/app/deutsche-bank-art-works-frankfurt/id471870690?mt=8

Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der





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