Fr Dezember 25th, 2009
Kunst im Jahr 2009 – Anders? Am Ende? Ein Anfang?
Die Pressevorankündigungen der letzten Woche machen es überdeutlich: 2009 ist Geschichte. Ok, dann ist im Stuhl zurücklehnen und darüber nachdenken angesagt, wie das Jahr war.
Wie war es denn für die Kunst? Die große Krise ist ausgeblieben, ein bisschen machte es den Eindruck, dass “man” wieder mehr unter sich blieb. Auf Messen, bei Akademierundgängen oder beim Galeriehopping.
Das die klassischen Themen vorherrschen zeigen die großen Blockbusterausstellungen, wie Monet, Botticelli oder Leibovitz, während Schauen wie zu den 68er (die große Unschuld, oder ähnliches weniger besucht wurden.
Das die Ausstellung des Jahres 2009 Sigmar Polkes Dreiteiler “Wir Kleinbürger” in der Kunsthalle Hamburg ist, spricht eine deutliche Sprache.
Der mittelalte Kleinbürger geht in die großen namhaften Kunstausstellungen, kauft selten noch einen Katalog, geht wenig Risiko ein, in dem er auf Namen setzt und viel lieber bekanntes vertieft, als neues Kennenzulernen. Und ohne Marketing geht nichts. Gut für die Printmedien und wenig hilfreich für die zeitgenössische Kunst. Also alles schlecht?
Nein, weil genau hingeschaut sich enorm viel tut. Viele Künstlerinnen und Künstler machen gute eigene Sachen, der Hauptlobbyist der Kunst, Staatsminister Neumann hat seinen Haushalt noch ausbauen können, die klassischen Formate wie Ausstellungen oder Konzerte öffnen sich in die virtuellen Medien, so dass ein Austausch wie selten zu vor möglich ist. Künstlerprojekte bekommen eine enorme Verbreitung und mehr Kanäle transportieren gute Projekte. Mehr als je zu vor. Dadurch entsteht eine Qualität an Austausch und Vernetzung, an Wissen voneinander die absehbar auch wieder in steigende Verkaufszahlen einmünden werden. Die Kulturhauptstadt RUHR.2010, die ab dem Wochenende vom 9. und 10. Januar 2010 unsere eigene Sichtweise und die der Welt auf uns in Deutschland bestimmen wird, hat durch die vielen basisbewegten und spartenübergreifenden Themen das Potential nachhaltig den Kulturbegriff im Land zu verändern.
Man kann gespannt sein, ob und wie sich die Kulturlandschaft und die Medienwahrnehmung dazu verändern werden.
Sicher ist aber auch, dass diese rasante Entwicklung und die Veränderung der Welt auch der Kulturwelt nicht stoppen wird, sondern weiter geht, so dass eine schnuckelige Förderecke immer seltener der Fall werden wird. Und wer damit zurecht kommt, dem wird vieles möglich werden. Also dann ran an 2010! Und auf ein virtuelles, persönliches oder wie auch immer geartetes glückliches kulturelles Erlebnisfeld 2010.
Oder in den Worten der Künstlerin Regina Stolzmann feat. Erich Kästner:
noch bis zum 10. Januar 2010 in der Galerie der Kunstagentur Hoffmann zu sehen.
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






1 Kommentar to “Kunst im Jahr 2009 – Anders? Am Ende? Ein Anfang?”
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von KH2010, Christiane Hoffmann erwähnt. Christiane Hoffmann sagte: Kunst im Jahr 2009 – Anders? Am Ende? Ein Anfang? #kunst http://cli.gs/bR3pa #Kunst [...]
Fr 25. Dezember 2009 at 15:26
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