Fr September 19th, 2008
Holzbildhauer Johannes Zoller – aktuell und alte Schule
Wer den Holzbildhauer Johannes Zoller bei der Arbeit erlebt, spürt Kraft, Konzentration und tiefes Verständnis für Material, Form und ästhetisches Gefüge.
Der ruhige Künstler ist in sich gelassen und voller Energie, wenn er dem Besucher seine Aufmerksamkeit schenkt. Gewöhnlich ist er aber allein in seinem Atelier und arbeite an seinen Werken.
Bildquelle:Ausstellung Johannes Zoller
Der Werdegang des Bildhauers ist eindrucksvoll. Auch hat er viel und lange über den Tellerrand hinausgeschaut, so dass er mehrere Jahre in Japan verbrachte, Frankreich ihm vertraut ist und er nun seit einigen Jahren im ostwestfälischen Gütersloh zu Hause ist.
Dort und nicht in Bayern, wie man meinen könnte, ist er jetzt zu Hause und wenn man in die Geschichte der Holzbildhauerei in Deutschland schaut, ist er genau richtig. Denn im nahegelegenen Rheda-Wiedenbrück gibt es eine lange Tradition der Holzbildhauerei, die sich im 19. ten Jahrhundert sogar zu einer regelrechten “Handwerk-Industrie” mauserte und zeitweise die Stadt Wiedenbrück ernährte. Die “Wiedenbrücker Schule” die die ganze Welt mit sakraler Kunst belieferte, wird zur Zeit in einem einmaligen Museum wieder aufgearbeitet.
Bildquelle: Ausstellung Johannes Zoller
Johannes Zoller scheint wie ein Ahn dieser langen Tradition in der Region. Gediegenes Handwerk hat er von der Pike auf gelernt, ist auf Wanderschaft gewesen und ist mit seiner Kunst, sakral wie profan im hier und jetzt zu Hause. Seine Arbeiten, die er traditionell mit Küpfel und Meißel schafft, atmen tiefes Verständnis des Materials mit dem künstlerischen Empfinden des hier und jetzt.
Wer allerdings einen verschlossenen, unkommunikativen Menschen erwartet, ist bei Johannes Zoller falsch. Er setzt seine Worte bedacht und nicht hektisch, aber er vermittelt wie kaum ein zweiter Wissen über seine Kunst und sein Fach.
Erst kürzlich wurde er bei einem Holzbildhauerwettbewerb mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Auch die vielen Hundert Besucher erlebten die große Kunst von Zoller und waren voll des Lobes.
Ähnlich wie David Nash, mit dem Zoller, die Freude am Material Holz und das tiefe Verständnis gemeinsam hat, überzeugt er mit künstlerischer Originalität und handwerklichem Können.
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






10 Kommentare to “Holzbildhauer Johannes Zoller – aktuell und alte Schule”
Liebe Frau Hoffmann,
vielen Dank für den aussagekräftigen Artikel. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Übrigens gibt es einen Schreibfehler im dritten Satz Ihres Artikels. Hier müsste es heißen, “…und arbeitet…” statt “…und arbeite…”. Ich verstehe das “…und arbeite…” mit einem Augenzwinkern dennoch als Aufforderung weiter zu arbeiten.
Mit lieben Grüßen,
Johannes Zoller.
Sa 20. September 2008 at 18:06
[...] von Mensch und Raum. Das sich gerade Holzbildhauer diesem fragilen Thema widmen, kann man auch bei Johannes Zoller, allerdings in ganz anderen Formensprachen [...]
Do 16. April 2009 at 22:54
Auch wenn name dropping verbreitet und sehr beliebt ist:
Der Vergleich mit Nash ist lächerlich
Mo 24. August 2009 at 09:42
Hallo Herr Beleschnek,
ob ein Künstler gut ist, liegt nicht zwingend an seiner Bekanntheit. Oft allerdings limitieren die Mittel die Arbeitsgrößen, aber das ist kein Kriterium für Qualität. Hier werden oft und viel bekannte und unbekannte Künstler vorgestellt und das wird so bleiben. Schönen Tag noch
Mo 24. August 2009 at 12:17
das hat ja auch niemand behauptet. Es geht darum, dass die Nash-Nennung willkürlich ist. Dann den Namen des Kunden noch eben in einen Artikel reinschreiben, in dem auch der Name Giacometti auftaucht und die Sache stimmt. Den Namen kennt ja wirklich jeder.
Ihre Strategie ist recht einfach aber eben auch durchschaubar. Und offen gestanden hat Sie einen unangenehmen Beigeschmack: Denn es werden journalistische und m. E. auch ethische Grenzen überschritten, da unklar bleibt, wo Sie frei journalistisch und wo als bezahlte Marketing-Mietschreiber tätig sind.
Ich weiß schon, das wird auch so bleiben… aber das Offensichtliche kratzt da schon arg an der Glaubwürdigkeit der Beiträge und es besteht somit letzten Endes die Gefahr, dass Sie den Künstlern, die Sie auf diese Art und Weise promoten wohlen, schaden.
Mo 24. August 2009 at 13:14
Hallo Herr Beleschnek,
Ihr Ansatz ist wirklich interessant, greift nur ins Leere, aber das wissen Sie auch selber, alleine wenn Sie die Kommentare für den Artikel wahrgenommen hätten. Trotzdem danke für den Tipp!
Mo 24. August 2009 at 14:58
Sehr geehrter Herr Beleschnek,
nur zu Ihrer Information: In meinem Falle handelt es sich nicht um eine bezahlte Marketing-Mietschreiberei. Insofern kann ich Ihre das Ethische betreffende Bedenken, mitunter auch zu Ihrer begrifflichen Erleichterung, Ad Absurdum führen. Ein Anderes: Abfälligkeiten in Sachen echter Künstler und Kunst war und ist eine weit verbreitete Plage.
Ihr Bildhauer
Johannes Zoller
Do 1. Oktober 2009 at 19:33
Ach! Sie haben das also selbst geschrieben?
Übrigens hat sich hier niemand (jedenfalls ich nicht) abfällig über einen Künstler geäußert, sondern nur über schlecht verkleidetes Marketing.
In einem gebe ich Ihnen allerdings recht:
Wenn man so etwas versucht, können Leute, die beim Lesen denken, wirklich eine echte Plage sein.
Do 15. Oktober 2009 at 19:35
Hallo Herr Beleschnek, nur mal zur Klarstellung. Wenn hier eine schreibt dann ich, oder der Name des anderen Autoren steht dran. Es gibt noch mehr zwischen keinem Echo und bezahltem Marketing.
Begeisternde Kunst und darüber wird auch hier weiterhin geschrieben. Schönen Tag
Fr 16. Oktober 2009 at 11:00
zum Beispiel so wie hier?
http://www.kunstfreunde-blog.de/allgemein/bauhaus-wird-90-jahre-viele-designs-werden-wieder-eckig/
Ja, ein besonders ausgewogenes und glaubwürdiges Konzept.
Di 1. November 2011 at 13:03
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