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Mi Oktober 14th, 2009

Atelierraum frei – Wo – Wie – Was – Wirtschaftsförderer aller Städte und Gemeinden tut was

Wie komme ich an bezahlbaren Wohn- und Atelierraum, stellt wohl die drängendste Frage für Künstlerinnen und Künstler nach der Frage wo finde ich meine Käufer oder wer kauft meine Kunst dar. Bezahlbar, groß genug, heizbar, nett gelegen und in einen Arbeits- und einen Lebensraum teilbar.

Büroraum steht ja republikweit in den Innenstädten in top Lage leer. Und da diese Immoblilien meist auch Neubauten sind, kann man die Bezahlbarkeit einfach vergessen.

Aber was ist mit den vielen kleinen Werkstätten, als noch Wohnen und Arbeiten von ganzen Familien als Familienbetrieb gelebt wurde. Kleine Stuhlmachereien, Schlossereien, Tischlerwerkstätten, Radmachereien, Schmieden, Reinigungen, Schnapsbrennereien usw. Die Innenleben und wenn es sich um Fachwerkhäuser handelte, findet man republikweit in Freilichtmuseen, aber die Backsteingebäude, die um die Jahrhundertwende bis zum Ersten Weltkrieg entstanden. Nicht alle sind zerbombt worden. Viele waren bis in die 60er Jahre aktiv und dienen heute als Schuppen oder gammeln vor sich hin.

Hier würde sich ein Betätigungsfeld der Wirtschaftsförderer auftun. Die leeren Geschäfte sind doch immer mal wieder gerne kartiert und aufgelistet worden. Warum nicht auch mal der ehemalige Produktionsraum unter 1.000 qm²? Warum macht hier keiner eine Leerstandsbörse im Netz mit den Kontaktdaten. Und als nächster Schritt wie nach dem Beispiel von “Haushalten” aus Leipzig mit den Eigentümern einen Erhaltungsdeal abmachen.

In Hamburg sind so “mal eben 10.000 m²” innerstädtischer Lage entdeckt worden. Der demografische Wandel, wird Leben und Arbeiten wieder zusammenführen, da sich sonst die Menschen in den zu groß gewordenen Städten verlaufen werden. Also ran, alte Fotos wälzen, schauen, wo waren kleine bis mittelständische Fabriken und los gehts. In Berlin ist so was trendy, warum soll es diese kleinen Immobilien nicht auch in Buxtehude, Kaiserslautern oder Bamberg geben? Wie Spiegel-online jetzt von einem Münchner Quartier berichtet, gabs das samt Lösung dort auch.

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