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Mi April 6th, 2011

Ai Weiwei weg – China lässt bekannten Künstler verschwinden

Seine Arbeit in der Londoner Tate die noch bis zum 2. Mai 2011 zu sehen ist mit den vielen Tausend Sonnenblumenkernen aus Porzellan zeigt, dass der chinesische Künstler Ai Weiwei unglaublich poetisch und subtil arbeitet.
Seine Kunst bezaubert, oder überrascht, so wie der zusammengeborchene Turm auf der letzten Documenta, der zusammengeborchen bald besser war als aufgerichtet.

Der Mann bewegt und ist international vielleicht der bekannteste chinesische Künstler, von denen ja in den letzten Jahren viele international Weltspitze wurden.
Ai Weiwei wurde schon länger von staatlichen Stellen in China immer wieder schikaniert und da er keine Angst hatte, scheinen jetzt die Verantwortlichen nur noch das Mittel des Wegsperrens zu kenne, bevor der Mann gar nicht mehr zu kriegen ist.
Und das ist ja das vertrakte, dass sich diese machtbesessenen Kader nicht vorstellen können, dass Kritik an herrschenden Verhältnissen eben ganz oft aus Heimatliebe resultiert. So möchte man sein Land nicht. Es wäre für Ai Weiwei ein leichtes gewesen einfach letztens nicht mehr nach China zurückzukehren, da er ja oft im Ausland war. Aber genau das wollte er nicht. Und das ist die menschliche Größe neben der künstlerischen, in der sich auch immer seine große Empathie seinen Landsleuten gegenüber, die Opfer geworden sind auszeichnet. Das Individuum nicht überbewerten, wird der Weltöffentlichkeit von Seiten Chinas dagegen gehalten. Aber vielleicht ist das der Trugschluss. Es muß auch eine Achtung vor dem Individuum geben, wenn Denken zu kulturellen und technischen Innovationen führen soll. Und nicht durch viele Millionen Hände Arbeit, Weltmeister im Abkupfern und Hinterlaufen sein, steinreich ok, aber vielfach eben uninnovativ und nicht wandelbar und das sind die Themen der Zeit.
Ai Weiwei muß frei kommen, so wie die anderen freien Denker Chinas und dieses Kapital sollte seine Führung nutzen, da sind die mutigsten und freiesten schon beieinander. Oder ist das eine andere Form des „War of talents“ der so oft postuliert wird?

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