KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Mi 22. April 2015

Städel Museum Frankfurt mit Computerspiel App

Das hätte sich bei der Gründung des Städel Museums bestimmt keiner gedacht. Ein Computerspiel für das altehrwürdige Museum. Da wird nicht nur der junge Nachwuchs, sonder auch die “Oldies” zum Spielkind. Schöne Idee

Gemeinsam mit dem erfolgreichen Frankfurter Videospieleentwickler Deck13 Interactive hat das Städel Museum ein innovatives und edukatives Computerspiel realisiert. Das Point-and-click-Adventure Imagoras – Die Rückkehr der Bilder nimmt Kinder ab acht Jahren mit auf eine mehrstündige Entdeckungsreise in die abenteuerlichen Bildwelten der Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken des Städel Museums. Die Spieler erwecken die in einer finsteren Welt verschwundene Fantasie mit Hilfe des quirligen Begleiters Flux zu neuem Leben. Auf ihrer Tour erkunden sie spielerisch Kunstwerke wie Johannes Vermeers Der Geograf (1669) oder Édouard Manets Die Krocketpartie (1873) und lernen durch die genaue Betrachtung der Bilder verschiedenste künstlerische Ansätze kennen. Dabei springen sie von einer Kunstepoche zur nächsten. Ein Charaktereditor erlaubt es den Kindern zudem am Ende des Spiels, ihren ganz individuellen Flux-Helden zu basteln und diesen mit anderen Spielern zu teilen. Die kostenlos erhältliche Tablet-App wurde für iOS und Android-Betriebssysteme konzipiert. Andreas Fröhlich leiht dem Game seine Stimme. Er ist bekannt als Bob Andrews der Hörspielserie Die drei Fragezeichen, zudem ist er unter anderem die deutsche Synchronstimme von Edward Norton und von Gollum aus Der Herr der Ringe. Zeitgleich mit dem Spiel geht die Website www.imagoras.de online, auf der sich vertiefende Informationen zu den einzelnen Kunstwerken und die Flux-Galerie der von den Kindern kreierten Helden finden. Die für das Städel erstmalige Entwicklung eines mobilen Spiels in Zusammenarbeit mit einem internationalen Spieleentwickler ist eingebettet in die Digitale Erweiterung des Museums.

st_presse_game_imagoras_screenshot_05 Bildquelle: Screenshot vom Spiel, Städel Museum

Zum Inhalt:

Die Geschichte des Abenteuerspiels ereignet sich in einer Welt, in der eine unheimliche Finsternis den Menschen ihre Fantasie gestohlen hat. In dieser düsteren und hoffnungslosen Umgebung trifft der Spieler auf einen unerwarteten Freund: Flux. Neugierig folgt der Spieler dem quirligen Begleiter in die fantastische Welt der Bilder und löst dort gemeinsam mit ihm spannende Rätsel. Nur so können die Kunstwerke des Städel Museums aus der Dunkelheit befreit werden. Das ist nicht ganz einfach. Es muss um die Ecke gedacht, gekippt und gewischt werden. Auf der abenteuerlichen Reise muss unter anderem ein Löwe mit Lampenfieber beruhigt und einem Geografen geholfen werden, eine Seekarte zu zeichnen, und einem abstrakten Bild muss die Farbe zurückgebracht werden. Neben klassischen Point-and-click-Adventure-Elementen sind auch einige edukative Minigames mit eingebaut. Flux ist dabei nicht nur Gefährte, sondern wandelt auch seine Form. Bei der Lösung der Rätsel hilft er mit Rat, Tat und lustigen Sprüchen. Jegliche Items, die der Spieler auf der Reise entdeckt und für die Lösung der Aufgaben braucht, kann sich Flux anheften – vom Schiff bis zum Löwengebrüll. Im Spielverlauf werden die gesammelten Gegenstände, Farben und Emotionen zur Aufdeckung der Geheimnisse benutzt. Am Ende des Abenteuers kann der Spieler aus all diesen Objekten einen persönlichen Flux entwerfen und ihn per E-Mail an das Städel Museum schicken. Auf der Website www.imagoras.de finden sich dann die veröffentlichten Ergebnisse.

Die Digitale Erweiterung des Städel Museums
Das 200-jährige Bestehen des Städel Museums in diesem Jahr ist Anlass für die älteste Museumsstiftung Deutschlands, sowohl ihr vielfältiges Vermittlungsprogramm als auch das Erlebnis Museumsbesuch völlig neu zu definieren. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung des Alltags ist die Erweiterung des Bildungsauftrags in den digitalen Raum ein zentrales Anliegen des Frankfurter Museums. In diesem Kontext entstehen neben dem Game für Kinder derzeit zahlreiche weitere digitale Vermittlungsangebote: So wurde zur Monet-Ausstellung mit dem Digitorial ein kostenloser Vorabkurs sowie eine Städel App veröffentlicht, die Städel Digitale Sammlung zugänglich gemacht, weiterhin werden Online-Kunstgeschichtskurse zur Moderne in Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg erarbeitet, zudem werden die Filmproduktionen des Städel stetig ausgebaut.

Und wer schauen möchte hier die Infos:
IMAGORAS – DIE RÜCKKEHR DER BILDER. EIN STÄDEL GAME FÜR KINDER
Empfohlen für Kinder ab 8 Jahren

Information: www.imagoras.de, imagoras@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111
Ermöglicht durch: Willy Robert Pitzer Stiftung

Spieldauer: 3 bis 4 Stunden
Downloads: Kostenlos erhältlich für Apple iPads im Apple App Store, für Android Tablets im Google Play Store, Amazon App-Store und in Kürze bei Samsung Galaxy Apps
Technische Voraussetzungen: Apple iPads (ab der 3. Generation) oder iPad Mini mit iOS7 oder höher. Android Tablets ab 7 Zoll Bildschirmgröße und Android 4.2 oder höher
Vertriebspartner: Samsung Electronics




Di 21. April 2015

Kunstkatalog Win/Win zur Art cologne vorgestellt

WIN/WIN“: Generali Deutschland präsentiert Kunstkatalog zur Ausstellungsreihe EG Null auf der Art Cologne. Idee des Projektes, dass auf 80 Seiten als Katalog erschienen ist, ist die Ausstellungsreihe EG Null – Raum für junge Kunst die von 2010 bis 2015 in den Räumen der Generali Deutschland in Köln stattgefunden hat zu dokumentieren. Im Rahmen des Projektes hatten insgesamt 18 Künstlerinnen und Künstler in neun Einzel- oder Gruppenausstellungen die Möglichkeit, ihre Werke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Generali Deutschland im Kölner „Dominium“ und der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Ausstellungsreihe wurde von Prof. Mischa Kuball, MinusEins Experimentallabor an der Kunsthochschule für Medien Köln betreut. Die Kuration übernahmen Georg Elben und Julia Höner. Der Katalog ist im Kerber Verlag erschienen.

Die Idee, die den Katalog prägt ist es die Möglichkeiten die ein Raum mit sehr großer Fensterfront, der eigentlich zu Seminar, Tagungen und Besprechungen einer großen Firma gedacht ist zu öffnen. Aber auch nach Innen so dass der Raum mit der Bezeichnung EG Null, der zur Tunisstraße in Köln tatsächlich vorhanden ist, einen Blickfang für Passanten darstellt. Nicht nur sitzende Leute einer Firma, oder ein Verschattungsrollo, sondern was zu sehen. Die Werke im Inneren wirkten aber auch nach Innen so dass die Belegschaft auf ihren Wegen zu Besprechungen, zur Rezeption oder zur Cafeteria oft genug innehielten oder sogar vor Hindernissen standen, die sie aus ihren Alltags- und Berufsgedanken riss.

Ob auf die Straße gerichtete Filmscheinwerfer, ein wasserumspültes Auto, bunte Hausfassaden-Kacheln oder ein aus den Büros der Angestellten zusammengetragener Grünpflanzen-Dschungel: Stets war die große Fensterfront des Raumes Spielfläche für Kunst.
Zitat: „Die Ausstellungen haben stets Anlass gegeben, aus unserer Routine, unserem buchstäblichen Alltagstrott auszubrechen. Diese kleinen Abweichungen haben unsere Unternehmenskultur zweifelsohne bereichert“, beschreibt Dietmar Meister, Aufsichtsratsvorsitzender der Generali Deutschland Holding AG, die Win-Win-Situation aus Sicht des Unternehmens.
Die Ausstellenden wiederum profitierten davon, außerhalb des geschützten und gewohnten Raums ihrer Hochschule eine „echte“ Ausstellung mit allen Hürden und Arbeitsschritten zu erfahren. Aus diesem beiderseitigen Nutzen entstand der Titel der abschließenden Publikation: WIN/WIN.
Der Katalog ist vom Kerberteam schön und ansehnlich gemacht, auch liebevoll trifft es. Die Frage nach dem Konzept ist nicht uninteressant. Naturlich ist es für die Studierenden eine Trainingsmaßnahme und fasst den beruflichen Alltag eines freischaffenden Künstlers gut zusammen. Die Wertschätzung ist ebenfalls vorhanden. Interessant wäre jetzt zu sehen, ob die junge noch nicht fertig studierte Kunstproduktion weiter von der Firma und deren Sammlung verfolgt wird, oder ob Win/Win nur Durchlauferhitzer ist, günstig an neue junge Kunst zu kommen, die eigene Sammlung günstig zu füllen und eine langfristige, vielleicht auch teurere Kunstankaufspolitik zu vermeiden.
Aber den Professoren wird diese Beobachtung obliegen und vielleicht wird sich auch in den Karrieren der Künstler der WIN/WIN Aspekt durchziehen. Zu wünschen ist es allen.




Di 21. April 2015

VIDEONALE.15 Videonale Publikumspreis geht an Florian Pugnaire und David Raffini

Das Publikum hat entschieden: Mit deutlichem Abstand haben die Besucher der VIDEONALE.15 unter den 38 ausgestellten Videoarbeiten „Energie Sombre“ von Florian Pugnaire und David Raffini zu ihrem Liebling gewählt.

Florian Pugnaire & David Raffini, Energie Sombre, 2012, single channel video (c) the artists Bildquelle: Florian Pugnaire und David Raffini

In ihrer Arbeit inszenieren die beiden französischen Künstler die Zerstörung eines Autos als evolutionären Kreislauf. Einer unsichtbaren Macht ausgesetzt, widersetzt sich das führerlos erscheinende Fahrzeug in einem aussichtslosen Kampf. Angelehnt an Roadmovie und Science Fiction bewegt sich „Energie Sombre“ zwischen Videoinstallation und Skulptur.

Videonale Bildquelle: Logo der Videonale.15

Anlässlich der Finissage am 19. April 2015 verlieh Nicola Müllerschön, Programmleiterin Kunst und Kultur der KfW Stiftung, Pugnaire und Raffini den mit 3.000 Euro dotierten Videonale Publikumspreis der KfW Stiftung. Die KfW Stiftung ist Förderer der Videonale und lobt außerdem den von einer Jury vergebenen Videonale Preis der KfW Stiftung mit einer Dotierung von 5.000 Euro aus. „Die Vielfalt der auf der Videonale gezeigten Arbeiten spiegelt sich auch in der Resonanz des Publikums. Mit dem Videonale Publikumspreis der KfW Stiftung laden wir die Besucherinnen und Besucher ein, uns ihren persönlichen Favoriten der Ausstellung mitzuteilen“, so Müllerschön. „Wir freuen uns über die hohe Beteiligung an der Abstimmung und gratulieren Florian Pugnaire und David Raffini sehr herzlich.“

Darüber hinaus konnte Müllerschön noch einem weiteren Preisträger gratulieren, der unter den zahlreichen Teilnehmern an der Wahl des Videonale Publikumspreises der KfW Stiftung ermittelt wurde. Der Gewinner erhielt einen Reisegutschein im Wert von 1.000 Euro zu einer der Städte der VIDEONALE.15 on Tour, der ebenfalls von der KfW Stiftung gestiftet wurde.




Mo 20. April 2015

Berlinische Galerie will Max Beckmann zurückholen

In ihrem 40. Jubiläumsjahr illustriert die Berlinische Galerie mit der großen Max Beckmann-Schau die enge Verbindung des Künstlers zu Berlin und lenkt die Aufmerksamkeit erstmalig auf die Rolle, die Berlin im Leben und Werk des Künstlers spielte. Die Ausstellung wird vom 20.11.2015 bis zum 15.02.2016 unter dem Titel “Max Beckmann und Berlin” zu sehen sein. In diesem vorbereiteten Zusammenhang hat der Förderverein Berlinische Galerie e.V. eine Spendenkampagne „Max Beckmann back in Berlin“ initiiert. Ziel ist herausragende Werke von Max Beckmann und seine Rolle in und für Berlin in einer umfassenden Schau in der Hauptstadt präsentieren zu können. Die Berlinische Galerie benötigt für die Ausstellung noch 30.000 EUR, um insbesondere die hohen Transport- und Versicherungskosten wichtiger und selten zu sehender Bilder finanzieren zu können. Derzeit werden Leihgaben aus renommierten nationalen und internationalen Sammlungen verhandelt. Als Dankeschön erwarten die Mäzene je nach Spendenhöhe exklusive Gaben, persönliche Führungen und ein Zusammentreffen mit der Enkelin des Künstlers, Frau Mayen Beckmann.

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Fr 17. April 2015

Kunstverein Bielefeld zeigt Ausstellung Künstler als Auftraggeber

Die Entstehung von Architektur ist ein komplexer Prozess, der von unterschiedlichsten Parametern beeinflusst wird. Dabei spielt, anders als in der Bildenden Kunst, die Auseinandersetzung mit den persönlichen Bedürfnissen und Ansprüchen der Auftraggeber eine zentrale Rolle. Sie ist eine unabdingbare Vorrausetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Auch wenn die BauherrInnen in der Regel Laien sind, werden die Entwürfe hinsichtlich Form, Material und Farbe von ihnen entscheidend mitbestimmt.
Angesichts dieses erheblichen Einflusses widmet sich die internationale Architekturausstellung im #BielefelderKunstverein zeitgenössischen Bauten, die von KünstlerInnen in Auftrag gegeben worden sind. Mit einer Auswahl exemplarischer Bauprojekte aus Argentinien, Deutschland, England, Italien und der Schweiz beleuchtet sie die aktuellen Wechselbeziehungen von Architektur und Kunst in der Gegenwart. Mehr lesen…

BKV_AFGH Bildquelle: Andreas Fuhrimann Gabrielle Hächler Architekten, Artist’s House in Würenlos, Switzerland, 2012, Courtesy Andreas Fuhrimann Gabrielle Hächler Architekten und Ugo Rondinone, Foto: Valentin Jeck

ARCHITEKTENGESPRÄCH: SAMSTAG, 25. APRIL 2015, 15 UHR
Gespräch und Ausstellungsrundgang mit den Architekten von augustinundfrankarchitekten, Brinkworth, Bundschuh Architekten, Etienne Descloux, June14 Meyer-Grohbrügge & Chermayeff, Sauerbruch Hutton und den Kuratoren der Ausstellung

AUSSTELLUNG MIT PROJEKTEN VON: augustinundfrankarchitekten, Andreas Fuhrimann Gabrielle Hächler Architekten, Brinkworth, Bundschuh Architekten, Etienne Descloux, Estudio Aire, June14 Meyer-Grohbrügge & Chermayeff, MoDus Architects und Sauerbruch Hutton

IM AUFTRAG VON: Michael Beutler, Monica Bonvicini, Dinos Chapman, Katharina Grosse, Werner Huthmacher, Hubert Kostner, Baugruppe Kurfürstenstraße, Marcela Mónaco, Olaf Nicolai, Henrik Olesen, Ugo Rondinone, Karin Sander, Shirana Shahbazi, Ketuta Alexi-Meskhishvili & Andro Wekua und Amelie von Wulffen

PUBLIKATION: Zur Eröffnung der Ausstellung im Bielefelder Kunstverein erscheint eine 48-seitige Broschüre (Deutsch/Englisch).




Mi 15. April 2015

NATURZEICHENZEICHNEN Fotoausstellung in der Alfred Ehrhardt Stiftung

Auf Einladung der Alfred Ehrhardt Stiftung erhielt der Gast-Kurator Janos Frecot eine „carte blanche“ für eine Ausstellung zum Thema Natur, die seine besondere Sichtweise der Fotografie widerspiegelt. Die Ausstellung mit dem Titel NATURZEICHENZEICHNEN wurde zur persönlichen Danksagung an viele Künstlerinnen und Künstler, die ihm zu Freunden und Weggefährten geworden sind. So stammen denn auch viele der hier gezeigten Arbeiten aus seiner privaten Sammlung.

Vertretene Künstler: mit Fritz Brill, Hedwig Bornemann, Arno Schmidt, Rainer König, Amin El Dib, Heidi Specker, Dieter Appelt, Gabriele Kostas, Hanns Zischler, Michael Schmidt, Hans W. Mende, Floris M. Neusüss, Jitka Hanzlová, Loredana Nemes und Nanne Meyer

Mit dem Ausstellungstitel spielt Janos Frecot auf zweierlei an: auf Bilder der Natur und auf das Notieren und Ausformulieren ihrer stets wandelbaren Gestalten. Früher verließ man nicht ohne Stift, Zeichenblock und Malzeug das Haus, um sich die Welt anzueignen. Heute verwenden wir dafür die Kamera, gleich ob analog oder digital. Wie früher den Zeichenstift nutzen wir die Kamera zum Vermessen der Welt oder zum Generieren des Bildes, das wir uns von ihr machen. Der Schritt vom Notieren zum Begreifen ihrer fragilen Einmaligkeit lässt sich vereinfacht als Differenz zwischen Abbild und Bild benennen.

Weitere Infos: ALFRED EHRHARDT STIFTUNG | Auguststr. 75 | 10117 Berlin, Naturzeichenzeichnen
Eine Ausstellung kuratiert von Janos Frecot, 4. Juli bis 13. September 2015

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Sa 11. April 2015

At World Fotoausstellung von Anja Niedringhaus in Dalhausen

Am Sonntag, den 12. April startet eine posthume Fotoausstellung der 2014 ermordeten Fotografin Anja Niedringhaus im Korbmacher Museum Dalhausen. Das Projekt das noch zu Lebzeiten der renommierten Fotografin geplant wurde, ist von der Mutter der Fotojournalistin und den Museumsleuten jetzt fertig gestellt worden.
Die Ausstellung umfasst umfangreiches Material, dass u.a. aus der ehemaligen Genfer Wohnung der Journalistin stammte.

niedringhaus

Bildquelle: Einladung zur Ausstellung

Die Mutter von Anja Niedringhaus, lebt in Höxter. Dort kam es bereits 2013 schon zu einer sehenswerten Fotoausstellung. Die Idee zur jetzigen Präsentation wurde dort geboren und es fanden bereits Gespräche für die Präsentation statt. Die Ermordung der Pulitzerpreisträgerin hielt die realisierung nur auf, konnte sie aber nicht verhindern. Zum Glück.
Mutig und voller menschlicher Empathie war die hochdekorierte Fotografin in vielen Teilen der Erde die alles andere als friedlich sind unterwegs.
Wie sehr diese Konflikte auch immer eine Komponete haben, die die Unterdrückung von Frauen und Kindern beeinhalten, die Religion gerne vorschieben und sich gegen kulturelle Entwicklung und Menschlichkeit wenden zeigen die Bilder die die Fotografin. Lachen in allem Elend, Ungerechtigkeit und der Willen zu überleben, die Kraft der Bilder, die Herzen weich machen kann, darum ging es der Journalistin sicher auch. Darum ging sie dahin wo es weh tut und dort wo es sehr gefährlich war. Diesem Mut ist sie zum Opfer gefallen. Aber auch wenn Sie nicht mehr ist, sind ihre starken Bilder in der Welt und müssen gesehen werden.
Das Korbmachermuseum Dalhausen zeigt die Präsentation “At World” vom 12.4. bis zum 25.5 2015. Das Museum ist Dienstags bis Freitags von 14-17 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen von 10-12.30 und 14-17 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter www.korbmacher-museum.de

Kunst aus Leipzig w




Fr 10. April 2015

Museum Kunstpalast zeigt Bernard Schultze. Werke aus der Sammlung Kemp

Die Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf zeigt vom 18.4.2015 bis zum 30.8.2015 die Ausstellung Bernard Schultze. Werke aus der Sammlung Kemp
Die Reihe der monographischen Präsentationen aus der Sammlung Kemp wird im Frühjahr 2015 mit dem Maler Bernard Schultze fortgesetzt, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.

Schultze gehört zu den Pionieren des Deutschen Informel und entwickelte eine eigenwillige, zeichnerische Bildsprache, in denen immer wieder figurative Elemente auftauchen. Seine Kunst steckt voller surrealer und literarischer Anspielungen. Dieser prägende Stil in der jungen Bundesrepublik hat die Kunstwahrnehmung stark geprägt auch wenn die übermächtigen amerikanischen Positionen in dieser Zeit noch eine größere Bekanntheit erlangten.
Die Ausstellung wird ein besonderes Gewicht auf die Zeichnungen des Künstlers legen, in denen er seine unverwechselbare Meisterschaft gefunden hat. Schultzes Malerei griff schon früh auch in den plastischen Raum hinein, und der Künstler entwickelte seine eigenwilligen Migofs, organisch wirkende Mischwesen aus pflanzlichen und organischen Formen.

Museum Kunstpalast Düsseldorf




Di 31. März 2015

Köln ehrt Sigmar Polke – Museum Ludwig mit großer Retrospektive

Das Museum Ludwig zeigt noch bis zum 5. Juli 2015 eine Ausstellung in der rund 250 Werken aus den Sparten Malerei, Grafik, Zeich­nun­gen, Sk­izzen­büch­er, Ob­jekte, Skulp­turen, Fo­to­gra­fien, Filme, Di­ain­s­tal­la­tion und Fo­tokopierar­beit­en von Polke gezeigt werden. Viele Werke waren bisher noch nie in Deutsch­land zu sehen. Auf diese Weise wird deut­lich, wie Polke die Me­di­en mitei­nan­der verknüpfte und sich ge­gen­seitig durch­drin­gen ließ: In sei­nen Gemäl­den set­zte er fo­to­gra­fische Sub­s­tanzen ein; Raster aus Druck­ver­fahren ver­wan­delte er in Gemälde; Fo­to­gra­fien wur­den durch den ma­nip­ulierten En­twick­lungsprozess zu Unikat­en; seine filmischen Erkun­dun­gen in­spiri­erten sein Ge­samtw­erk. Der Ti­tel der Ausstel­lung spielt auf die­sen neuen Kün­stler­ty­pus an, der sich allen Er­war­tun­gen widerset­zt und entzie­ht.

Schönes Video von der Ausstellung in Köln

Zu­gleich lenkt der Ti­tel den Blick auf den ge­sellschaft­shis­torischen Kon­text sein­er Ar­beit­en. Denn wie kein an­der­er Kün­stler beobachtete Polke das Zeit­gesche­hen der al­ten Bun­des­re­pub­lik und re­flek­tierte ihre ver­drängte Geschichte des Na­tio­n­al­sozial­is­mus. Greifen seine Gemälde der 1960er Jahre die Kon­sum- und Waren­welt des bun­des­deutschen Wirtschaft­sauf­sch­wungs ironisch auf, so lassen sich in sei­nen von Massenkul­tur aufge­so­ge­nen, und in un­ter­schiedlich­sten Me­di­en umge­set­zten, kol­lab­o­ra­tiv­en Ar­beit­en der 1970er Jahre viele An­spielun­gen auf die neuen sozialen Be­we­gun­gen und ihre Sub­kul­turen fin­d­en. In sei­nen groß­for­mati­gen ab­s­trak­ten Gemäl­den sind es seit den 1980er Jahren die neuen Ma­te­rialien, wie pho­to­chemische, wärme- und feuchtigkeit­sempflindliche, aber auch giftige Sub­s­tanzen, die eine verun­sich­ernde und am­bi­va­lente Wirkung auf den Be­trachter haben. „Die Dinge se­hen, wie sie sind,“ lautet ein Ti­tel sein­er Werke. Bezeich­nen­der­weise er­scheint der Ti­tel im Bild spiegelverkehrt. Ein­deutigkeit des Sicht­baren umzukehren und in Frage zu stellen, trieb Sig­mar Polke zu im­mer neuen kün­st­lerischen Er­probun­gen von Ma­te­rialien und Tech­niken. Die aus­gestell­ten Werke wer­den am Ort ihres Ent­ste­hens – denn Köln war mehr als 30 Jahre Sig­mar Polkes Lebens­mit­telpunkt – eine be­son­dere Brisanz ent­fal­ten.

Dies gilt insbe­son­dere für Sig­mar Polkes Filme, die im Rah­men der Ret­ro­spek­tive in Köln um­fassend vorgestellt wer­den. Ab Mitte der 1960er Jahre bis zu seinem Tod war die Filmkam­era in­te­graler Be­s­tandteil sein­er kün­st­lerischen Praxis. Nur in vere­inzel­ten und aus­gewähl­ten Präsen­ta­tio­nen machte er seine Filme öf­fentlich. Im Rah­men ein­er Ta­gung, die das Mu­se­um Lud­wig ge­mein­sam mit der Uni­ver­sität Köln vom 12. bis 14. Ju­ni 2015 aus­richtet, wer­den Polkes Filme im Kon­text der lebendi­gen Film­szene des Rhein­lan­des in den 1960er und 70er Jahren un­ter­sucht.

Ein weit­er­er Bezug wird durch die Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig hergestellt. Denn das Mu­se­um Lud­wig wurde im­mer wied­er mit großzügi­gen Schenkun­gen von Polke-Werken be­dacht. Bere­its 1974 ge­langte das frühe Raster­bild Kopf von 1966 über eine Ju­biläumsspende in die Samm­lung. Außer­dem befin­d­en sich eine un­betitelte Ar­beit von 1986, Ruine von 1994 und aus dem gleichen Jahr das Trans­par­ent­bild Fen­ster­front in der Samm­lung des Mu­se­ums. 2009 er­hielt das Mu­se­um Lud­wig die na­hezu voll­ständig zusam­menge­tra­gene Samm­lung der Edi­tio­nen von Sig­mar Polke. Diese Schenkun­gen wer­den in die Präsen­ta­tion im Mu­se­um Lud­wig ein­be­zo­gen.

Die Ausstel­lung wird or­gan­isiert vom Mu­se­um of Mod­ern Art, New York, zusam­men mit der Tate Mod­ern, Lon­don. Sie wurde ini­tiiert und or­gan­isiert durch Kathy Hal­breich, stel­lvertre­tende Di­rek­torin des Mu­se­um of Mod­ern Art mit Mark God­frey, Ku­ra­tor für in­ter­na­tio­nale Kunst der Tate Mod­ern und Lan­ka Tat­ter­sall, ku­ra­torische As­sis­tentin der Abteilung für Gemälde und Skulp­turen des Mu­se­um of Mod­ern Art. Die Präsen­ta­tion am Mu­se­um Lud­wig wird von Bar­bara En­gel­bach, Ku­ra­torin, Samm­lung Zeit­genös­sische Kunst, Fo­to­gra­fie und Me­di­enkunst, Mu­se­um Lud­wig, or­gan­isiert.




Do 19. März 2015

Stuttgart mag Oskar Schlemmer

Die Ausstellung zu Oskar Schlemmer wird verlängert!
»Oskar Schlemmer – Visionen einer neuen Welt« ist bis Sonntag, den 19. April, zu sehen Weiterhin ist der Besucherandrang in die Große Landesausstellung ungebrochen hoch. Sie wird nun um zwei Wochen verlängert.

Oskar_Schlemmer Bildquelle: Staatsgalerie Stuttgart, Oskar Schlemmer

Prof. Dr. Christiane Lange, Direktorin der Staatsgalerie Stuttgart, freut sich über den Erfolg: „Mit dieser Ausstellung feiert Oskar Schlemmer ein längst überfälliges Comeback. Die schon jetzt weit über 100.000 Besucher wie auch die internationale Anerkennung bestätigen es: Hier ist das Werk eines großen Bauhauskünstlers zu sehen! Unsere großzügigen Leihgeber und Partner ermöglichen eine Verlängerung der Ausstellung und unseren Besuchern die Chance, diese umfassende Werkschau zu Schlemmer noch zwei weitere Wochen zu sehen.“

Dr. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstandes der L-Bank, kommentierte das große allgemeine Interesse an der Ausstellung: „Es gibt gewissermaßen einen Idealfall, den sich jeder Kultursponsor wünscht – nämlich ein Vorhaben zu unterstützen, das inhaltliche Qualität für viele Menschen zugänglich macht. Mit ihrer Schlemmer-Retrospektive hat die Staatsgalerie genau das erreicht, sowohl die Fachwelt als auch ein breites Publikum waren und sind begeistert.“

Oskar Schlemmer ist einer der vielseitigsten Künstler der Moderne: Maler, Bildhauer, Bühnenbildner und Schöpfer des »Triadischen Balletts«. Mit 270 Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und Originalkostümen sowie bisher unveröffentlichten Dokumenten werden alle Facetten dieses Bauhauskünstlers in der umfassenden Werkschau erfahrbar. Ergänzend sind im Graphik-Kabinett rund 40 Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken von Künstlern wie Adolf Hölzel, Willi Baumeister, Otto Meyer-Amden und Johannes Itten sowie anderen zu sehen, die Schlemmer während seiner Zeit an der Stuttgarter Akademie zwischen 1906 und 1919 begleitet haben.

In der Staatsgalerie Stuttgart befinden sich sowohl der Nachlass im Archiv Oskar Schlemmer als auch der größte Museumsbestand seiner Werke.

Auch während der Verlängerung der Ausstellung werden zusätzliche Führungen angeboten.
Öffentliche Führungen für Erwachsene

dienstags bis freitags um 15 und 16 Uhr
donnerstags zusätzlich um 18.30 Uhr
samstags und sonntags um 12, 14, 15 und 16 Uhr