KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Di 27. Januar 2015

Picassomuseum Münster zeigt Ausstellung zu Antoni Clavé

Antoni Clavé gilt als „Handwerker“ unter den Künstlern, als Großmeister der Collage und Grafik. Seine Werke sprechen allesamt eine kraftvolle, materialbetonte Sprache und spiegeln seine Freude am Experimentieren mit Farben, Formen, Textilien und Papier. Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster widmet dem 1913 in Barcelona geborenen Maler und Bildhauer vom 7. Februar bis zum 3. Mai 2015 eine Sonderausstellung mit rund 70 Arbeiten von 1939 bis in die frühen 2000er. Die Schau „Antoni Clavé – Ein Spanier in Paris“ vereint monumentale Triptychen, Collagen, Gemälde, Skulpturen und Radierungen mit Druckplatten, die nach Clavés Bearbeitung zu eigenen Kunstwerken wurden.

Parallel zur Clavé-Ausstellung zeigt das Museum auch Werke aus seinem Picasso-Bestand: Die Ausstellung spürt dem „Mythos Carmen“ in Picassos Werk nach und spannt damit den thematischen Bogen zu seinem spanischen Künstlerkollegen Antoni Clavé, dessen Kostüm- und Bühnenentwürfe zu „Carmen“ Weltruhm erlangten.

7. Februar – 3. Mai 2015, Antoni Clavé – Ein Spanier in Paris, Picasso – Mythos Carmen

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Fr 23. Januar 2015

Oskar Schlemmer im Fokus – Symposium in Stuttgart

Wer in Sachen Oskar Schlemmer mal so richtig hören will, wie großartig dessen Kunst war und was alles dahinter steckt, der sollte das Wissenschaftliches Symposium zur Ausstellung »Oskar Schlemmer – Visionen einer neuen Welt« mit dem Titel »Oskar Schlemmer im Fokus« in Stuttgart nicht verpassen. Der Eintritt zu allen Vorträgen ist frei

Oskar_Schlemmer Bildquelle: Oskar Schlemmer mit Maske und Metallobjekt, ca. 1931, Oskar Schlemmer Archiv, Staatsgalerie Stuttgart, Repro nach Original, um 1975, © Foto: Staatsgalerie Stuttgart

Das Symposium zur Ausstellung »Oskar Schlemmer – Visionen einer neuen Welt« eröffnet, ergänzend zu den Essays des Kataloges, vertiefende Einblicke in das vielschichtige Werk des Stuttgarter Künstlers und zeigt spannende Forschungsperspektiven auf. Es sprechen angesehene Forscher aus verschiedenen Disziplinen. Die Vorträge richten sich nicht nur an ein Fachpublikum, sondern ausdrücklich auch an die interessierte Öffentlichkeit. Weiterlesen »




Fr 23. Januar 2015

Photoweekend 2015 in Düsseldorf

Bereits zum 4. Mal wird Düsseldorf Gastgeber des Duesseldorf Photo Weekends sein. Im Rahmen des Duesseldorf Photo Weekends 2015 werden wieder zahlreiche Galerien, Museen und Institute Ausstellungen und Veranstaltungen zeigen, die der Fotografie gewidmet sind.

Bildquelle: Logo der Veranstaltung

Wie immer bei diesen dezentralen Veranstaltungen ist es etwas schwierig die jeweiligen Örtlichkeiten umfassend darzustellen daher nur ein paar Fakts zum Weekend: Weiterlesen »




Do 22. Januar 2015

Ludwig Forum Aachen zeigt Pur Peter Lacroix

Die Ausstellung „Pur“ stellt mit etwa 100 Arbeiten den Aachener Künstler Peter Lacroix (1924-2010) vor. Peter Lacroix war eine der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten Aachens. Das Ludwig Forum für Internationale Kunst widmet dem Puristen vom 01. Februar bis zum 19. April 2015 eine Retrospektive mit mehr als 100 Arbeiten von 1950 bis zu seinem Todesjahr 2010. Zugleich wird die Plattform Aachen dokumentarisches Material über Lacroix präsentieren.

Bildquelle: Ludwig Forum Aachen: Peter Lacroix

Nach einer Arbeitsphase, in der er sich mit den wichtigsten Entwicklungen abstrakter Kunst der Nachkriegszeit auseinandersetzte, präsentierte Lacroix Ende der 1960er Jahre eine eigenständige künstlerische Programmatik: konkrete Malerei mit format – füllenden, geometrischen Konstruktionen in leuchtenden Primärfarben und Schwarz-Weiß- Kontrasten. Ihre signalhafte Wirkung war wie geschaffen für den Außenraum, wie man etwa an der „Farbleiter“ aus dem Jahr 1972 am Aachener Standesamt sehen kann.

Eine weitere Facette gegenstandsloser Kunst entwickelte Lacroix Mitte der 1970er Jahre. Nach zuvor festgelegten Zahlen- und Farb – codes überließ der Künstler die Anordnung dem Zufallsprinzip des Würfels. Es entstanden mosaikartige Muster, die an QR Codes denken lassen. Ende der 1980er Jahre schuf Lacroix seine markanten polygonalen Formen, die auf komplexen mathematischen Berechnungen persönlicher Zahlencodes basieren. Sie sind gleichermaßen konkretes Porträt und abstrakte Chiffre. Trotz formaler Strenge und rechnerischer Klarheit schafft es Lacroix dabei immer wieder, seine Lust an unkonventionellen Ein – fällen und doppelsinnigen Pointen durchscheinen zu lassen.




Di 20. Januar 2015

Bucerius Kunstform Hamburg meldet viele Besucher

Das Bucerius Kunst Forum blickt auf ein erfolgreiches Ausstellungsjahr zurück: Highlights von Mondrian bis Pompeji zogen 2014 200.000 Besucher in das Ausstellungshaus am Rathausmarkt. Pompeji. Götter, Mythen, Menschen war mit rund 90.000 Besuchern die besucherstärkste Schau im vergangenen Jahr.

Das Bucerius Kunst Forum zieht für das Ausstellungsjahr 2014 eine äußerst erfolgreiche Bilanz. Insgesamt 200.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr in das Ausstellungshaus. Mit rund 90.000 Besuchern war Pompeji. Götter, Mythen, Menschen die besucherstärkste Schau in 2014. Die Ausstellung zeigte erstmals einen der größten Stadtpaläste der Vesuvstadt mit allen erhaltenen Fresken und Kunstwerken. Geschäftsführer Andreas Hoffmann zeigt sich erfreut über das hervorragende Ergebnis: „Täglich besuchten bis zu 1.500 Gäste die Pompeji-Ausstellung. Unsere Art-Guides waren im Dauereinsatz und haben teilweise 20 Gruppen pro Tag geführt“.

„Auch in 2014 ging es uns darum, den modernen Klassikern mit einer aktuellen Fragestellung zu begegnen“, erklärt Direktorin Ortrud Westheider. So ermöglichte das Bucerius Kunst Forum zum Auftakt des Ausstellungsjahres mit Mondrian. Farbe einen neuen Blick auf einen der einflussreichsten Maler des 20. Jahrhunderts. Die Schau beleuchtete erstmals die Relevanz der Farbe im Werk Piet Mondrians. Kirchner. Das expressionistische Experiment setzte im Sommer die Reihe zur Klassischen Moderne fort. Neueste Forschungsergebnisse zum druckgraphischen Werk des Künstlers gaben Anlass, die Vielfalt an Techniken und Kirchners innovativen Umgang mit dem Medium vorzustellen.
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Di 20. Januar 2015

Haus der Kunst in München zeigt David Adjaye

Das Haus der Kunst in München widmet David Adjaye ab Ende Januar eine große Überblicksausstellung. Sein breites Spektrum namhafter Projekte, das von Häusern und Bibliotheken bis zu Museen und umfangreichen urbanen Gesamtkonzepten reicht, macht David Adjaye zu einem bedeutenden Architekten unserer Zeit. Statt veralteten Traditionen zu folgen, bemüht er sich darum, architektonische Motive und kulturelle Normen des jeweiligen Schauplatzes neu zu interpretieren und somit Projekte zu entwickeln, mit denen er gesellschaftliche Muster und Verhaltensweisen aufdeckt und überdenkt. Das Ergebnis sind raffinierte Schöpfungen, jede einzelne ein Ausdruck der heutigen Zeit und ihrer Anliegen. Laufzeit der Ausstellung David Adjaye, Form, Gewicht, Material ist vom 30. Januar bis zum 31. Mai 2015

 

hausder kunst

Bildquelle: David Adjaye, Smithsonian National Museum of African, American History and Culture Plaza
Washington D.C., opens to the public in 2015
Freelon Adjaye Bond & SmithGroup
Photo: Adjaye Associates

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Di 20. Januar 2015

Museum Marta feiert und zeigt Fotos von Frida Kahlo

Der 1. Februar 2015 ist für das Herforder Museum Marta ein besonderer Tag. Erstmal wird das Museum an diesem Tag 10 Jahre alt und beginnt deshalb mit diesem Tag sein Jubiläumsjahr. Ganz viele Möglichkeiten das Haus zu erkunden, die neue Ausstellung zu sehen und es sich im Museum gut gehen zu lassen gibt es dann dort.

Bildquelle: Logo des Jubiläumjahres

Darüber hinaus wird das Museum mit dem AICA Preis zum “Museum des Jahres 2014″gefeiert. Wie in jedem Jahr wird damit ein Museum gewürdigt. In diesem Jahr ist es das Marta Herford. Zitat: welches „auf beeindruckende Weise zeigt, wie die Erfahrung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst mit einer außergewöhnlichen Architektur in Einklang zu bringen ist“.

Aber der feierliche Höhepunkt des besonderen Tages, stellt die Eröffnung der Ausstellung „Frida Kahlo – Ihre Fotos” dar.Es sprechen der Bürgermeister der Stadt Herford Tim Kähler und Roland Nachtigäller, Künstlerischer Direktor Marta Herford. Im Anschluss ist die Galerie in der ersten Etage zum Rundgang geöffnet. Laufzeit der Ausstellung vom 1. Februar bis zum 10. Mai 2015, Lippold-Galerie, erste Etage

Am ganzen Tag gilt freier Ausstellungseintritt in beide Ausstellungen (11 bis 18 Uhr).
Auf dem Programm stehen u.a. die Marta Kunstsprecher, die in den Ausstellungen “Frida Kahlo” und “Der entfesselte Blick” für Besucherfragen bereit stehen (12 bis 17 Uhr), ein Überraschungsgetränk für die Besucher, die öffentliche Ausstellungsführung zu “Der entfesselte Blick” (12 Uhr), die öffentliche Architekturführung (14 Uhr), das “Offene Kunstangebot für Familien” in der Marta Lobby (14 bis 16.30 Uhr) und der abschließende Ausstellungsrundgang “Letzte Blicke” mit dem Künstlerischen Direktor zur Finissage von „Der entfesselte Blick“ (15 Uhr).Ausstellungseröffnung “Frida Kahlo”

Die Führungen kosten jeweils 2,50 Euro.




Di 20. Januar 2015

Neustart von C/O Berlin im Amerika Haus ist gelungen

Herzlichen Glückwunsch nach Berlin. Das ambitionierte Vorhaben das C/O Berlin neu im Amerika Haus in der Hardenbergstraße neu zu erfinden ist gelungen.
Innerhalb der ersten 76 Tagen haben über 73.000 Besucher die vier Eröffnungsausstellungen mit Kontaktbögen und Fotoautomaten der Agentur Magnum, historischen Berlin-Bildern von Will McBride und einer Installation der jungen Fotografin Luise Schröder gesehen. Zum Grand Opening des neuen Standortes am 30. Oktober 2014 kamen 5.000 Besucher.

Dieses große Interesse und die Begeisterung der Besucher haben die Erwartung von C/O Berlin weit übertroffen. Nach der Annie-Leibovitz-Retrospektive 2009 sind die Eröffnungsausstellungen die bestbesuchten seit Gründung der privaten Kulturinstitution im Jahr 2000.

Schon am kommenden Freitag, den 23. Januar 2015, um 19 Uhr eröffnet C/O Berlin drei neue Ausstellungen: „Blow-Up“ mit Fotos und Videos zu Michelangelo Antonionis Filmklassiker, „Ein Koffer voller Bilder“ der deutschen Fotografin Lore Krüger sowie „Beyond the Visible Surface“ der finnischen Künstlerin Niina Vatanen.

Zum aktuelles Programm gibt es auf der C/O Berlin noch mehr, hier nur die Facts:

Ausstellungen Blow-Up
Lore Krüger . Ein Koffer voller Bilder
Niina Vatanen . Beyond The Visible Surface

Laufzeiten 24. Januar bis 10. April 2015
Eröffnung Freitag, den 23. Januar 2015 . 19 Uhr
Presseführung Freitag, den 23. Januar 2015 . 11 Uhr




Sa 17. Januar 2015

Kunstverein Bielefeld zeigt CALLY SPOONER – »THE ANTI-CLIMAX CLIMAX«

Der Kunstverein Bielefeld startet mit einer neuen Ausstellung ab dem 31. Januar ins Jahr. Gezeigt wird die Ausstellung CALLY SPOONER – »THE ANTI-CLIMAX CLIMAX«

Ausgangspunkt der Einzelausstellung »The Anti-Climax Climax« von Cally Spooner ist ihr aktueller Film »Off Camera Dialogue«, der mit dem Kunstverein Langenhagen koproduziert und dort im Herbst 2014 erstmals präsentiert wurde. Der Film reinszeniert das Transkript einer Werbestrategie, dem persönliche Geschichten ebenso wie Hoffnungen eines Mitarbeiters entnommen und zur Optimierung der Unternehmensstimme neu arrangiert wurden, um sie schließlich mit dem Angestellten zu einem TV-Spot zu verarbeiten. Im Bielefelder Kunstverein entwickelt die Künstlerin eine räumliche Dramaturgie und inhaltliche Erweiterung dieses filmischen Motivs mittels einer Lichtinstallation sowie weiteren Text-, Video- und Tonarbeiten. Alle gezeigten Werke sind Teil eines erweiterten Werkzyklus, der im Herbst 2015 zu einem besonders extravaganten HD-Musical-Film zusammengeführt wird.

Cally Spooner, geboren 1983 in Ascot (UK), lebt und arbeitet in London. Zuletzt zeigten unter anderem der Kunstverein Langenhagen, die Tate Modern in London (UK) (beide 2014), das Stedelijk Museum in Amsterdam (NL), die Kunsthal Charlottenburg in Kopenhagen (DK) (beide 2013) sowie der International Project Space in Birmingham (UK) (2012) Einzelausstellungen der Künstlerin. Sie war zudem in zahlreichen Gruppenausstellungen vertreten, unter anderem beim Future Generation Art Prize, Pinchuk Art Center, Kiew (UA), in der Kestnergesellschaft, im Kunstverein München (alle 2014), im KW Institute for Contemporary Art Berlin, im Jeu De Paume in Paris (FR), bei der Performa 13 New York (alle 2013) und in der Serpentine Gallery in London (GB) (2012).

Beeinflusst von zeitgenössischer Theorie, Philosophie, Popkultur und aktuellem Tagesgeschehen schreibt Cally Spooner fragmentarische Novellen, (Musik-)Theaterstücke und Monologe. Ihre Texte bilden die Grundlage für Live-Produktionen, Filme, Hörspiele und Sound-Installationen, in denen sie die Entwicklung und das Verhalten von Sprache in ihrer körperlichen Übersetzung auf der Bühne, im Filmstudio und als Arbeitsmittel in Unternehmen untersucht. Seit 2013 arbeitet die Künstlerin an einer wandernden Live-Produktion »And You Were Wonderful, On Stage«: ein sich stetig erweiterndes Musical, aufgeführt von einem Chor von 26 Frauenstimmen, mit viel Klatsch über gefallene Helden, unerfüllte Versprechungen und Vorgänge der Automatisierung in Politik, Pop-Musik und Sport. Das Musical erforscht die Bedingungen und Auswirkungen technischer Abhängigkeit; die Technisierung von Sprache und menschlichem Verhalten sowie persönliche Ausdrucksformen von Marketingstrategien.

Laufzeit der Ausstellung in Bielefeld ist vom 31. JANUAR bis zum 12. APRIL 2015

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Fr 9. Januar 2015

Gänsehaut – Libabör- Ein interkulturelles Tanztheater-Experiment in München

Aus gegebenem Anlass, Verbrechen sind Verbrechen und keine Kultur, keine Religion nur Verachtung.
Aber Kultur ist, wenn Menschen miteinander kreativ sind; der Mensch zählt, was er kann, was sie macht,wie er mit anderen besser, schöner, menschlicher wird.
Und mit wachen Augen, mit offenem Herzen und mit Lust auf andere Menschen durchs Leben geht. Und keinen Platz für Angst lässt und keine Spaltung der Gesellschaft hin nimmt.

Hier ein wunderbares Projekt, feinsinnig, kunstvoll und hoch politisch und daher schön das es auch diese Nachrichten gibt:

Gänsehaut – Libabör Ein interkulturelles Tanztheater-Experiment von Csilla Maria Durku

Mit 20 Tänzern und Tänzerinnen, dem Regös-Ensemble und den Schwuhplattlern in Starnberg und München.

„Ich bin in Köln groß geworden. In meiner Straße haben nur Ungarn gewohnt. Wenn ich meine Straße verlassen habe, begann Deutschland“, sagt die Tänzerin Piroska Henrichs. Sie ist eine von 20 Beteiligten, die unter Leitung von Csilla Maria Durku das Stück “Gänsehaut-Libabör” entwickelt haben.
Ungarische Tänzer_Männer

Ungarische Tänzerinnen_Frauen

Fotos: Noah Conen

Wo fängt ein Land an, und wo hört es auf? Wo ist eine Kultur daheim, und wo wohnt die nächste? Die Münchner Tänzerin Csilla Maria Durku, Kind ungarischer Flüchtlinge, wuchs als Ungarin in Deutschland auf. Das kulturelle Durcheinander und die ständige Frage der Zugehörigkeit sind ihr von Grund auf vertraut. Durku, Mitwirkende in Richard Siegals „CoPirates“, hat mit „Gänsehaut – Libabör“ ein Stück entwickelt, das dort weitermacht, wo „CoPirates“ aufhört: Im letzten Teil von Siegals Monumentalparty steht Csilla Durku im weißen Halbrund und singt ein ungarisches Volkslied. Mit diesem Lied beginnt „Libabör“, was auf Deutsch „Gänsehaut“ bedeutet. Gänsehaut ist eine unmittelbare Reaktion auf Situationen, die einen im Innersten berühren. Man kann nichts gegen die Gänsehaut tun, sie kommt und geht, wie es ihr gefällt. Der Gänsehaut ist jeder ausgeliefert, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Bildung oder gesellschaftlichem Status.

Die Darsteller in „Libabör“ haben vor allem ungarische, aber auch polnische, italienische, deutsche und rumänische Wurzeln. Sie sind zum Teil in Deutschland, zum Teil in ihrer Heimat aufgewachsene. Was geschieht, wenn man sich als Fremder der neuen Heimat öffnet, wenn die ursprüngliche Nationalität verschwimmt? Ist Ungarn in Deutschland sichtbar? Wie lassen sich Gemeinschaft und Individualität auf einen Nenner bringen? Was passiert, wenn Moderne auf Tradition trifft? Welche unerwarteten kreativen Ausdrucksformen kommen dann zum Vorschein?

20 Laien und professionelle Tänzer treffen auf das Regös-Ensemble, das sich in München der ungarischen Folklore widmet, sowie auf die Schwuhplattler, eine der wenigen homosexuellen Volkstanzgruppen in Deutschland. Alle Beteiligten gestalten die Choreographie durch ihre persönlichen Geschichten und ihre jeweiligen Muttersprachen mit.

Freitag, 20. Februar 2015, 20.00 Uhr, Schlossberghalle Starnberg, Vogelanger 2, 82319 Starnberg / Tickets: Tel. 08151-772-136 oder –170

Freitag, 27. Februar 2015, 20.00 Uhr und Samstag, 28. Februar 2015, 18.00 Uhr

Reaktorhalle München Luisenstraße 37a, 80331 München / Tickets: Tel. 0157-89 34 10 87, Ticket-Gaensehaut@online.de, München Ticket: 089-54 81 81 81