KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Fr 29. August 2014

Haus am Lützowplatz in Berlin zeigt Iris Kettner

Das Haus am Lützowplatz – Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V. (HaL) zeigt die bislang umfangreichste Einzelausstellung der in Berlin lebenden Bildhauerin Iris Kettner.

Iris Kettners lebensgroße Skulpturen irritieren durch ihr hohes Maß an Lebensähnlichkeit. Auf den ersten Blick sind sie so sehr in einer Alltäglichkeit angesiedelt, dass man dazu neigt, ihren Kunstcharakter zu vergessen, bis man auf die fein gesetzten Brüche und Unstimmigkeiten aufmerksam wird. Häufig sind die Figuren in ungewöhnliche Körperhaltungen gebannt, die von Verletzlichkeit oder Unterwürfigkeit künden. Sie wirken etwas mitgenommen, als ob sie nur vorläufig und provisorisch zusammengehalten werden.

Bildquelle: Iris Kettner – INECHT

Die Künstlerin formt sie aus Packmaterialien und Lumpen, die mit Klebeband über Holzkonstruktionen gewickelt und mit gebrauchten Kleidungsstücken angezogen werden. Die Fragilität ihres Gemachtseins scheint auf bedrohliche Lebenszusammenhänge zu verweisen. Die Köpfe der Figuren bleiben stets gesichtslos. In ihrer Anonymität spiegeln sich Wahrnehmungsstrukturen der Verdrängung, welche sich insbesondere in einer Großstadt herausbilden.

Die Künstlerin nennt ihre Arbeiten „Dummies“, ein Begriff, der für Puppen in Form und Gewicht eines Menschen verwendet wird, die bei der Unfallforschung oder bei Rettungsübungen eingesetzt werden. In diesem Sinne handelt es sich bei den Arbeiten von Iris Kettner um figurative Stellvertreter, zu denen wir schwellenlos Kontakt aufnehmen können. Trotz ihres gleichsam prekären Zustandes scheinen sie beseelt. Ihre Wirkung basiert im Wesentlichen auf einer Projektionsleistung der Betrachter, mit der sich eine Art ‘Einverleibung’ der Skulpturen vollzieht. Die getragenen Kleidungsstücke haben sich indes mit dem menschlichen Körper ganz tatsächlich auf materieller Ebene verbunden und verleihen den Arbeiten ein zweites Leben, das jedoch seine Künstlichkeit nicht bestreitet. Iris Kettner betreibt mit ihren Skulpturen eine Hybridisierung zwischen Kunst und Leben, was sich bei der aktuellsten Arbeit, No Name, zu einem von ihr selbst in der Öffentlichkeit getragenen Kostüm aus Altkleiderresten steigert.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, hrsg. von Marc Wellmann im Auftrag vom Haus am Lützowplatz, mit einem Text von Bettina Carl. 64 Seiten, 16,5 x 24 cm, farbig, Preis in der Ausstellung: 12 €

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung: 24. September 2014, 18.30 Uhr
Künstleringespräch mit Iris Kettner

8. Oktober 2014, 18.30 Uhr
Kuratorenführung im Dialog: Dr. Marc Wellmann im Gespräch mit Dr. Julia Wallner, Direktorin des Georg-Kolbe-Museums, Berlin




Fr 29. August 2014

Marta Herford zeigt Ausstellung von Clemens Krauss

Die eigens für Marta Herford entwickelte Ausstellung zeigt erstmals einen umfassenden Überblick über das Schaffen des österreichischen Künstlers Clemens Krauss (*1981 in Graz).In seinen Bildern, Filmen, Installationen und Performances rückt er den Körper, das Individuum und die Gesellschaft in den Mittelpunkt einer fast unausweichlichen Begegnung.

ClemensKrauss
Bildquelle: Konstellation #0505, #0504, #0303, 2014, Öl/Leinwand, je 190 x 160 cm, Foto: B. Borchardt

Schon im Eingang des Museums stößt man auf kleine, direkt mit Öl auf die Wand gemalte Körper in offenen Konstellationen. Der extrem pastose Farbauftrag verleiht ihnen materielle Substanz und lässt sie gleichzeitig fragmentarisch und in Auflösung erscheinen. Durch die schlierig dichte Ölfarbe gleiten ihre Gesichter in eine beunruhigende Anonymität. In seinen Werkgruppen der „Chromosomes“ und „Konstellationen#“, zu der auch die für Marta Herford entstandene Wandarbeit „Re-Main“ zählt, greift der Künstler Posen von Menschen in Kriegs-und Konfliktsituationen auf, die er in immer neue Kombinationen von fast geschlechts- und alterslosen Figuren zusammensetzt. Als Vorlagen dienen ihm häufig aktuelle Nachrichtenbilder. Sein Interesse gilt dabei stets dem menschlichen Körper, wobei dieser im erweiterten Sinn auch die politischen, sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen Menschenleben, umfasst. Krauss‘ Werke bewegen sich stets im Spannungsverhältnis von biographischen Bezügen und fast barocker Lust am Fabulieren, was den Ausstellungsbesuch zu einem höchst sinnlichen Erlebnis macht.
Das besondere Interesse des Künstlers am menschlichen Beziehungsgeflecht manifestiert sich ebenso in einer ungewöhnlich labyrinthischen Ausstellungsarchitektur. Dabei steht die physische Begegnung im Mittelpunkt: Während der gesamten Ausstellungsdauer bietet Clemens Krauss, der als Mediziner begann und später als Künstler noch eine Ausbildung zum Psychoanalytiker absolvierte, nach Voranmeldung vertrauliche Einzelgespräche an.
Die Ausstellung in Herford läuft vom 31. August bis 2. November 2014




Di 26. August 2014

Galerie der Österreichischen Botschaft zeigt Marlene Hausegger

Die Galerie der Österreichischen Botschaft in Berlin zeigt die Ausstellung „Zwischenraum, hindurchzuschaun“ der jungen steirischen Künstlerin Marlene Hausegger vom 5. September bis 7. November 2014
Und da sagt der Veranstalter dazu: Mit vordergründig er Leichtigkeit malt Marlene Hausegger in das Bild der Wirklichkeit und zeichnet auf den kollektiven Bildschirm im Kopf. In vorgefundenen Situationen im öffentlichen Raum bewirkt die Künstlerin mit geringfügigen Eingriffen kleine Verschiebungen, die einen doppelten Boden der Realität
enthüllen(Astrid Kury).
Als Ergänzung zu der Ausstellung „Zwischenraum, hindurchzuschaun“ realisiert Marlene Hausegger für die Dauer der Ausstellung zwei Interventionen im Stadtraum von Berlin:
Der Zaun der Österreichischen Botschaft Berlin wird
von der Künstlerin so verändert, dass eine zufällige Begegnung mit dem Werk von Marlene Hausegger mitten im „Botschaftsviertel“ möglich wird. Für das Projekt „Behind the Wall“ in der Bergstraße 77 (10115 Berlin-Mitte)
tapeziert sie das Foto ein es überdimensionalen Puppenhaus es auf die kahle Brandwand eines Wohnhauses.
Galerie der Österreichischen Botschaft Berlin, Stauffenbergstraße 1, 10785 Berlin und am 6. September 2014, 17 Uhr (Bergstraße 77, 10115 Berlin) ein.
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Marlene Hausegger, geboren 1984 in Leoben, Österreich; Studium an der Universität für Angewandte Kunst in Wien u
nd der Ecole des Beaux Arts Montpellier; Einzelausstellungen zuletzt in der Akademie Graz und TreciBeograd Belgrad (2013), Projektraum Viktor Bucher und
Sotheby’s Wien (2012); Gruppenausstellungen im Stedelijk Museum s’ Hertogenbosch, MestrovicPavillon Za
greb (2013) und New York/LosAngeles/Wien (2012).
Homepage:www.mmhhh.com
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Ausstellung: „Zwischenraum, hindurchzuschaun“
: 5. September bis 7. November 2014, Montag bis Freitag, 14 bis 16 Uhr
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„Behind the Wall“: ab 6. September 2014, Bergstraße 77, 10115 Berlin;

Sommerausstellung 2014 Naturgewalten quer




So 24. August 2014

Rezension Mann trifft Frau Taschenverlag

Der Taschen-Verlag ist bekannt für gut gemachte Bücherreihen in Sachen Kunst und Glamour. Man  denke nur an die Folioausgabe von Sumo oder Dennis Hoppers Fotoarbeiten, um nur zwei zu nennen.

Jetzt kommt Taschen mit einer neuen Reihe auf den Markt. Vielleicht ein Kunstpixibuch, da die Größe von 13 x 13 cm größer ist als die Kindervorlesebuchreihe mit Kultstatus, die nur 10 x 10 cm misst, aber deutlich kleiner als die sonstigen Taschenreihen für Kunst.

Cover Mann trifft Frau von Yang Liu, Taschenverlag

 

Taschen ist eindeutig einen sehr wertigen und haptisch interessanten Weg gegangen. Einmal durch die Wahl des Covereinbandes, der textile Anmutung aufweist. Dann ist es mit einem Rücken versehen, der prima als Sammlungsgegenstand und Kultbüchlein in eine gestylte oder weniger gestylte Bücherwand/Regalsystem passt. Und wenn die Büchlein Einzug in einen digitalen Haushalt finden, ist sogar das lässige ablegen auf dem Designertisch cool.

Der erste Band ist von der bekannten Grafikerin Yang Liu geschaffen und beschäftigt sich mit dem Thema überhaupt, Wann ist ein Mann ein Mann und eine Frau eine Frau?

Alle Kulturen kennen diesen kleinen Unterschied, alle Individuen erkennen sich als ich erst durch das du und wenn es dann noch augenscheinlich anders ist, wird es erst richtig spannend.  Mann und Frau, Yang und Yin, Adam und Eva, Mars und Venus, ihm und ihr. Das geht in allen Sprachen und Kulturkreisen.

Die Autorin hat genau hingeschaut, wandert zwischen den Welten, lässt kein zeitaktuelles Klischee aus und überspitzt so herrlich, dass gleichzeitig Ähnlichkeiten mit lebenden Personen nicht vorhanden, weil überpersonal und sofort vorhanden sind, da individuelle Erfahrungen den Leser in den eigenen Freundeskreis und die Umgebung führen.

Schön gemacht sind die Seitenaufteilungen. Durch das gewählte Farbschema heraus aus lila /hellblau, griffig, energiegeladen und eben doch ein Kontrast, ein Farbkontrast der sitzt.

Und auch zusammenführt, da sich die Kontraste ja steigern,…

Die Piktogramme, neudeutsch Icons, sind so herrlich schlicht und plakativ und doch so raffiniert reduziert und klarumrissen ausgeführt, dass das Umblättern schon Lust auf den nächsten krassen und treffenden Geschlechtercut macht. Treffend, daneben und auch augenzwinkernd je nach Standpunkt, und wenn sich der Leser oder die Leserin bei der täglichen Routine und der gedanklichen Schlussfolgerung z. B. beim Blick in den Spiegel wiederfindet ist das Schmunzeln und verärgerte Weiterblättern durchaus im Kalkül der Macherin.

Klischees müssen erst erfunden werden,  Stereotypen definiert und in den allgemeinen Gesellschaftsbereich aufgenommen werden, dann kann die Lektüre und das Büchlein als  z.B. Geschenk seinen Zauber und seine Diskussionskraft oder seine Botschaft vom Schenker zum Beschenkten vermitteln.

Kurz wertig, schöne Idee, ein Muss in den zeitaktuellen Genderfragen und ein schönes Geschenk für Menschen, denen man schon immer mal ihre Sicht und die auf die andere Hälfte der Menschheit erklären wollte.

Yang Liu: Mann trifft Frau, Hardcover, 13 x 13 cm, 128 Seiten, € 12, Taschenverlag, ISBN 978-3836553995




Fr 22. August 2014

Villa Zanders zeigt Topf und Deckel Kunst und Küche

In der Villa Zanders in Bergisch Gladbach steht vom 24.10.2014 bis zum 08.03.2015 alles unter dem Motto Topf und Deckel – Kunst und Küche

Schirmherren + Oelschlägel Druck

Bildquelle: Schirmherren Dr. Fritz Pleitgen, ehem. Intendant WDR, Nils Henkel, Küchenchef Restaurant Lerbach, Schlosshotel Lerbach, Kuratorin Dr. Petra Oelschlägel

Kaum etwas trägt mehr zur überregionalen Bekanntheit Bergisch Gladbachs bei als die hier angesiedelte Spitzengastronomie. Für das Kunstmuseum Villa Zanders ist dies Anlass, die kulturelle Bedeutung des Kochens in seinen unterschiedlichen Facetten aus dem Blickwinkel der Kunst näher zu beleuchten.

Patrizia Waller

Bildquelle: Villa Zander, Patrizia Waller

Die Ausstellung widmet sich dem populären Thema Kochen aus künstlerischer und kulturhistorischer Perspektive. So breit angelegt wie dieses immer schon zu großer Kreativität herausfordernde Thema ist das Spektrum der verwendeten Medien und Materialien in dieser Ausstellung. Nicht nur Exponate aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur, Video bis hin zu Design und Innenarchitektur werden zu sehen sein – darüber hinaus bietet die Ausstellung mit einem umfangreichen Rahmenprogramm ein vielfältiges Angebot für alle Sinne. Künstler kochen für das Publikum und sorgen mit Beiträgen wie „Kochen als Kunstgattung“ für die Auflösung der Grenzen zwischen Kunst und Küche. Essstillleben finden in der jungen Kunst ebenfalls einen Wiederhall.

Ausgehend von historischen Beispielen wie dem klassischen Küchenstillleben des 17. Jahrhunderts werden das Wechselverhältnis und die gegenseitige Beeinflussung von Bildender Kunst, Design und Angewandter Kunst bis heute untersucht. Bestandsaufnahme und historische Verankerung bilden die Basis für neue Visionen, die an vielen Orten von unterschiedlichsten Gruppen und Individuen angesichts der drängenden Frage „Wie sollen wir leben?“ entwickelt werden.

Das Thema „Topf und Deckel – Kunst und Küche“ betrifft jeden Menschen. Die Ausstellung macht es sich zur Aufgabe, auch kunstferne Zielgruppen zu erreichen – und die Augen für die Zusammenhänge von Kunst und Leben, Wohnen, Geselligkeit, Familie und Gesundheit zu öffnen. Daher wird eine starke Einbeziehung der Bevölkerung durch zahlreiche Kooperationen mit ortsansässigen Einrichtungen – der VHS wie dem KultKino, der TAFEL e.V. wie dem Schlosshotel Lerbach – angestrebt.

Die vom 24. Oktober 2014 bis zum 8. März 2015 laufende Ausstellung wird ab dem 18. Januar 2015 mit experimentellen, von Design-Studentinnen und -Studenten der KISD (Köln International School of Design) unter dem Titel „Die Metamorphose des Lagerfeuers“ entwickelten Beiträgen erweitert. Dieser Ausstellungsbereich ist Teil des PASSAGEN-Programms der Kölner Möbelmesse imm cologne.

Künstlerliste: Stand 20.08.2014,Änderungen vorbehalten)
Winfried Baumann (Skulptur), Boris Becker (Fotografie), Anna und Bernhard Blume (Fotografie), Franz Burckhardt (Installation, Zeichnung), Claudia Busching (Zeichnung), Alexander Coosemans (Malerei), Arpad Dobriban (Fotografie, Kochveranstaltung), Dieter Froelich (Skulptur, Kochveranstaltung), Tobias Hantmann (Skulptur, Wandarbeit), Anna Sophie von Holleben (Skulptur), Katharina Jahnke (Collage), Jürgen Klauke (Fotografie), Karin Kneffel (Malerei), Kocheisen + Hullmann (Malerei),Käthe Kollwitz (Grafik), Knut Maron (Fotografie), Ilka Meschke (Malerei), Claudia Musch (Design), Myrzik & Jarisch (Fotografie), Pablo Picasso (Grafik), Pieter de Putter (Malerei),Martha Rosler (Video),Torsten Ruehle (Malerei), August Sander (Fotografie), Burkhard Schaeller (Design), Michael Schmid (Fotografie), Stadtnomaden (Design), Klaus Staeck (Plakat), Rosemarie Trockel(Skulptur), Patricia Waller (Skulptur), Petra Weifenbach (Objekt), Stefan Wewerka (Design)

 




Fr 22. August 2014

Opelvillen Rüsselsheim zeigen Doppelausstellung

In der Doppelausstellung Arno Fischer/Christiane Löhr zeigen die Opelvillen Rüsselsheim vom 17. September bis
zum 30. November 2014 eine Langzeitfotoarbeit und eine bildhauerische Position gemeinsam
Über drei Jahrzehnte lang fotografierte Arno Fischer (1927–2011) mit einer Polaroidkamera Details und Stillleben in seinem Garten, den er 1978 erwarb. Das bäuerliche Grün wurde zunehmend sein Refugium und inspirierte ihn zugleich zu flüchtig erscheinenden, kleinformatigen Bildmotiven. Zarte Miniaturen in dezenter Farbigkeit entstanden von Pilzen und Blüten, von Vögeln oder Gartenmöbeln. Dabei interessierte Fischer der Verfremdungseffekt durch die Eigenartigkeit der Polaroids ebenso wie das sofortige Unikat ohne weiteren Arbeitsprozess.
Die Bildhauerin Christiane Löhr entnimmt ihr Arbeitsmaterial der Natur: aus Samenständen, Kletten, Grashalmen, auch Pferdehaaren entstehen filigrane Skulpturen, die feingliedrigen architektonischen Konstruktionen gleichen. In ihren Ölpastell- und Grafitzeichnungen tritt die Natur nicht vordergründig auf, vielmehr verweisen die abstrahierten Formen auf Fragen nach Gewicht, Richtung und Symmetrie.

Sommerausstellung 2014 Naturgewalten quer




Mo 18. August 2014

Neue Stipendien des Förderprogramms PROJECTS

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) ermöglichen Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt einen Arbeitsaufenthalt in Niedersachsen.

Insgesamt acht Talente aus der Klangkunst und der Bildenden Kunst werden durch Stipendien des Förderprogramms Braunschweig PROJECTS unterstützt. Diese umfassen eine monatliche Förderung in Höhe von 1.250 Euro, einen projektabhängigen Zuschuss für Sach- und Reisekosten sowie ein Wohnatelier in Braunschweig.
Zudem werden die Stipendiaten durch Mentoren betreut.

Das Programm ermöglicht darüber hinaus eine weite Vernetzung mit Institutionen aus Niedersachsen und Partnern in Europa und Amerika.

Weitere Informationen zum Stipendienprogramm sowie zu den diesjährigen Stipendiaten finden Sie hier






So 17. August 2014

Kulturstiftung Kunst zeigt Dialog 5:5

Die Stiftung Kunst und Kultur zeigt als nächste  Ausstellung, die Überblicksausstellung Dialog 5:5 in der Villa Friede in Bonn-Mehlehm.
Gezeigt werden Arbeiten von fünf Künstlern aus der Volksrepublik China die Arbeiten von 5 Künstlern aus Deutschland gegenübergestellt werden.
Es gibt zwischen den Künstlerpaaren stilistische Unterschiede, aber auch optische gemeinsame Strategien. Beide haben, zwar nicht unbedingt kongruente, aber parallele Bildvorstellungen, die aufzeigen, dass das Kunstwollen eines einzelnen Künstlers sich mit dem anderen aus einem völlig anderen Kulturkreis verbinden lässt.

Dieter Balzer – Michael Burges – Liu Guofu – Wang Jieyin – Yang Liming – Udo Nöger – Jürgen Paas – Ren Rong – Qui Shihua – Moto Waganari

Bildquelle: Ausstellungsplakat
Eine Ausstellung der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

KUNSTRAUM VILLA FRIEDE
Mainzer Str. 141 – 143, 53179 Bonn-Mehlem

Öffnungszeiten:
Mi bis Sa: 14 bis 17 Uhr
sowie nach Vereinbarung:
T 0228 – 923 99 223 oder 0160 – 468 46 81




So 17. August 2014

30 Tage Dauerperformance – aFARM in Münster

Der Künstler Wilm Weppelmann veranstaltet im September 2014 eine 30 Tage Dauerperformance auf die Aasee in Münster. Das Projekt mit dem Titel aFARM,wird sich dem Thema: Was ich brauche! widmen.
Weppelmann hat mehrer Prämissen aufgestellt unter denen er seine Performance abhalten wird.

Wilm Weppelmann afarm Bildquelle: Wilm Weppelmann, afarm

1. Kunst ist Leben, Leben ist Kunst. – In diesen 30 Tagen gibt es keinen Trennstrich zwischen Alltag und Künstlerarbeit, konzeptionell sind die Tage und Nächte festen künstlerischen Prämissen und zeitlichen Regeln
unterworfen, dazu gehört auch der Minimalhaushalt.
Alles ist auch öffentlich nachvollziehbar und auf der Webseite www.afarm.de einsehbar. Trotzdem ist aFARM als künstlerischer Prozess ergebnisoffen, mit vielen Risiken besetzt und damit auch einer Möglichkeit des Scheiterns verknüpft.

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Di 12. August 2014

Museum Kunstpalast zeigt Katharina Grosse

Vom 30. September 2014 bis zum 1.2.2015 zeigt das Museum Kunstpalast in Düsseldorf die Ausstellung KATHARINA GROSSE. Inside the Speaker

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Katharina Grosse, “Wunderblock”, Einzelausstellung 2013, Nasher Sculpture Center, Dallas, 420 x 970 x 14000 cm, © Katharina Grosse und VG Bild-Kunst Bonn, 2013, Foto: Kevin Todora

Für das Museum Kunstpalast konzipiert und bildet die international renommierte Malerin im größten Saal mit Unmengen von Erde, Farbe und Stoffbahnen eine spektakuläre, begehbare, rund 750 qm große Landschaft. In einem zweiten Saal wird eine Auswahl ihrer Tafelbilder präsentiert, die mit teilweise bis zu 36 qm Größe wie ihre Installationen beachtliche Ausmaße annehmen und den Bildraum mittels farblicher Expansion sprengen.
Die in Berlin lebende und an der Düsseldorfer Kunstakademie lehrende Künstlerin Katharina Grosse (*1961) untersucht in ihren Arbeiten seit mehr als zwei Jahrzehnten das Medium Malerei nach seinen Ausdrucksmöglichkeiten. Dabei wird neben der Wirkung von Farben auf den Betrachter das von der Künstlerin radikal neu definierte Verhältnis von Farbe und Malgrund reflektiert. Seit Mitte der 1990er Jahre expandiert in ihren Arbeiten Malerei in den Raum. In ihrer Ausstellung im Museum Kunstpalast wird der Museumsraum mit Unmengen von Farbe, Erde und Stoffbahnen erweitert, überdeckt und überlagert.

Selbst Tafelbilder Grosses besetzen den Raum und sprengen ihn mittels farblicher Expansionen. Ihre Leinwände nehmen so wie ihre Installationen beachtliche Ausmaße an und werden ein weiterer Fokus der Ausstellung sein. Neben der Wirkung der Farben auf den Betrachter, wird das von Grosse radikal neu definierte Verhältnis von Farbe und Malgrund unwillkürlich reflektiert werden.
Unter http://www.insidethespeaker.tumblr.com/ gibts einen Blog zur Ausstellung.