KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Di 16. Januar 2018

BASQUIAT. BOOM FOR REAL in der Schirn in Frankfurt

Wenn man eine Ausstellung zu Jean-Michel Basquiat im Februar eröffent, ist der Winter mit seinen grauen Farben echt blass. Vom Karneval ganz zu schweigen.
Jean-Michel Basquiat (1960–1988) zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Mehr als 30 Jahre nach seiner letzten Einzelpräsentation in einer öffentlichen Sammlung in Deutschland widmet die Schirn Kunsthalle Frankfurt dem Werk des US-amerikanischen Künstlers eine große Ausstellung. Vom 16. Februar bis 27. Mai 2018 wird in über 100 Werken erstmals Basquiats Beziehung zu Musik, Texten, Film und Fernsehen seiner Zeit in einem übergeordneten kulturellen Zusammenhang deutlich.

Im New York der 1970er- und 1980er-Jahre hinterließ Basquiat mit seinem Klassenkameraden Al Diaz unter dem Pseudonym SAMO© poetisch-konzeptuelle Graffitis auf Häuserwänden, zeichnete mit seinem eigenen Blut, collagierte Baseball- und Postkarten, malte auf Kleidung, Türen, Möbeln, riesigen Leinwänden und allem, was ihn umgab. Basquiat arbeitete mit vielen Künstlerinnen und Künstlern zusammen, u. a. mit Andy Warhol und Keith Haring. Er spielte in dem Film New York Beat mit Blondies Sängerin Debbie Harry und trat zusammen mit seiner experimentellen Band Gray auf. Er entwickelte Wandbilder und Installationen für New Yorker Clubs wie Area und Palladium und produzierte gemeinsam mit K-Rob und Rammellzee die Hip-Hop-Platte Beat Bop. Aus dieser sich im Lower Manhattan versammelnden Kreativszene des Post-Punk-Undergrounds heraus eroberte Basquiat die Kunstwelt und erhielt 1982 als bis dahin jüngster Teilnehmer in der Geschichte der documenta internationale Anerkennung. Seine Bilder hingen neben Werken von Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Gerhard Richter und Cy Twombly. Basquiats lebendige, rohe Bilderwelt entspringt einer Belesenheit, die sich in großen Schrift- und Textfragmenten durch das gesamte Werk zieht. Sie zeugt von seinen enzyklopädischen Interessen und seiner Erfahrung als junger Künstler ohne akademische Ausbildung. Basquiat pflegte einen spielerischen Umgang mit Sprache, liebte den Rhythmus und die Wiederholung von Worten, das Sampeln und Scratchen. Er rebellierte mit Worten, Wortmutationen und Auslöschungen gegen die politische Gleichgültigkeit – seine einzigartige Malerei richtet sich gegen Ausbeutung, Konsumwahn, Unterdrückung, Rassismus und Polizeigewalt.

Die Ausstellung in der Schirn zeichnet Basquiats künstlerischen Weg von den Anfängen bis zu seinem frühen Tod im Alter von 27 Jahren, im Jahr 1988 nach. Sie beleuchtet in verschiedenen Themenbereichen sowohl die kunsthistorische Einordnung seines Œuvres als auch dessen Rezeptionsgeschichte. Unterschiedliche Aspekte wie die Rolle von SAMO© und der Einfluss der New Yorker Downtown-Szene auf Basquiats künstlerische Entwicklung oder die Bedeutung seiner bisher selten erwähnten interdisziplinären Kunstproduktion werden in der Ausstellung diskutiert. Die Schirn hat hierfür herausragende Gemälde, Zeichnungen, Notizbücher und Objekte von Basquiat aus öffentlichen wie privaten Sammlungen sowie seltene Filme, Fotografien, Musik und Archivmaterial versammelt. Die Vielfalt und Dynamik des Ausnahmekünstlers wird so eindrücklich sichtbar.

Laufzeit der Ausstellung: 16. FEBRUAR – 27. MAI 2018




Di 16. Januar 2018

Bucerius Kunstforum Hamburg zeigt Schmidt-Rottluff

Das Bucerius Kunstforum kommt nach dem goldenen Zeitalter wieder in die klassische Moderne. Mit der neuen Ausstellung Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd präsentiert das Bucerius Kunst Forum vom 27. Januar bis 21. Mai 2018 rund 80 Arbeiten Schmidt-Rottluffs aus über 50 Schaffensjahren, darunter Skulpturen, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik. Die Werke werden in direkten Dialog mit afrikanischen und ozeanischen Objekten aus der umfassenden ethnografischen Sammlung des Künstlers gesetzt, der bereits als junger Mann begann, außereuropäischer Kunst und Kultgegenstände zu sammeln. Die Ausstellung präsentiert neue wissenschaftliche Erkenntnisse über den Nachlass des Künstlers und veranschaulicht, wie Schmidt-Rottluff stilistische und inhaltliche Anregungen umsetzte und darüber hinaus Motive direkt in seine Bilder übernahm. Weiterlesen »




Di 16. Januar 2018

Leica Galerie NRW zeigt Fotografie von Elliott Erwitt

Die im September 2017 eröffnete Leica Galerie NRW startet mit seiner zweiten Ausstellung ins neue Jahr. Zu sehen sind ab dem 20.1.2018 Fotografien des Magnumfotografen Elliott Erwitt. Unter dem Titel „Personal Best for Leica“ werden 50 Schwarzweiß-Aufnahmen des renommierten und weltweit bekannten Magnum Fotografen Elliott Erwitt zu sehen sein.

Elliott Erwitt gilt als einer der bedeutendsten Fotografen weltweit. Seine Arbeiten, meist in Schwarzweiß gehalten, widmen sich prominenten Persönlichkeiten und denkwürdigen Momenten der Zeitgeschichte – sie gelten als moderne Meisterwerke der Fotografie. Erwitt ist bekennender Hundeliebhaber. Daher spielen die Vierbeiner eine besondere Rolle in seinen fotografischen Werken. Zudem gilt Erwitts feiner Humor als sein Markenzeichen, der sich in vielen seiner Bilder widerspiegelt. Seine Schwarzweiß-Aufnahmen sind ein Zeugnis seiner jahrzehntelangen und engen freundschaftlichen Verbindung zu Leica.

Leica Galerie NRW | Mies van der Rohe Weg 1 | 59302 Oelde




Mo 15. Januar 2018

Alle wollen wohnen – Ausstellung Zeche Zollverein Essen

Alle wollen wohnen – die Ausstellung packt ein zentrales Thema des Menschen an. Sogar in mittleren Städten ist das Wohnen unbezahlbar geworden. Was läuft schief, wo sind die Handlungsfelder.Einen Blick auf die Facetten des Wohnens wirft das M:AI mit der Ausstellung „Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar“, die vom 1. Februar bis zum 4. März 2018 auf dem Gelände des UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen (Schacht 12, Halle 5) gezeigt wird. Weitere Informationen zu diesem Spielort Essen finden Sie hier. Bisher zeigte das M:AI die Ausstellung 2016 in Köln auf dem Clouth-Gelände und 2017 im Landtag NRW in Düsseldorf.

Die Gründe für Mangel an Wohnraum sind vielfältig: der gesunkene Bestand im sozialen Wohnungsbau; gestiegene Standards und Baukosten; Grundstücke sind ein rares Gut – insbesondere in den Städten, in denen immer mehr Menschen leben möchten. Hinzu kommt: Heute beanspruchen wir pro Kopf fast vier Mal so viel Wohnfläche wie um das Jahr 1900. Mit der Digitalisierung rücken Arbeiten und Wohnen wieder enger zusammen und veränderte Familienstrukturen sowie Lebensstile erfordern andere Grundrisse als „Küche. Diele. Bad.“

Fünf thematische Häuser gliedern die Ausstellung.
Fünf Häuser – fünf Themen
Das Ausstellungslogo.

Das Ausstellungslogo.

„Küche. Diele. Bad“: Gesellschaftlicher Wandel prägt entscheidend Vorstellungen und Ansprüche ans Wohnen

„Die Akteure“: Hier geht es um Architekten und Planer, aber auch um Bauherrn, kommunale Wohnungsträger, Genossenschaften, Baugruppen, Bewohner, Mieter.

„Recht auf Wohnen“: Rechtliche Grundlagen und die Entwicklung des Baurechts seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bestimmen entscheidend den Wohnungsbau.

„Das Haus“: Erläutert werden hier die unterschiedlichsten Wohnungsbau-Typologien: vom Wohnblock zur Wohnzeile zum Wohnhochhaus.

„Wohngebiete“: Die Städte und Ballungsräume entwickeln sich besonders an den Rändern. Siedlungen, erst recht Großsiedlungen der 1970er, haben ein schlechtes Image – die einst gepriesene „Kultur durch Dichte“ ist wieder Thema.

Die Architektenkammer NRW ergänzt die Ausstellung mit einem Sondermodul mit Thesen zum Zusammenhang von „Urbanität und Dichte“ und skizziert, wohin sich die Quartierplanung in Deutschland entwickelt.

Dabei stehen die unterschiedlich gestalteten Häuser in Verbindung miteinander, gleichzeitig beziehen sie gemeinsam ihre Umgebung mit ein. Die Ausstellung blickt auch zurück auf die Geschichte des sozialen und geförderten Wohnungsbaus, denn diese ist in Deutschland in großen Teilen eine „Erfolgsgeschichte“. Manches heute so neu anmutende Konzept haben bereits die Reformarchitekten um 1900 und Architekten wie Martin Wagner, die Gebrüder Taut und Ernst May diskutiert und umgesetzt. Die Siedlungsanlagen der 1920er und -30er Jahre, aber auch die umstrittenen Siedlungen der Nachkriegszeit, die ein vielfältiges Potenzial bergen, bilden heute eine wichtige Grundlage zur Lösung der drängenden Wohnungsfragen.

Konzept der Ausstellung: M:AI – Dr. Ursula Kleefisch-Jobst, Peter Köddermann, Dr. Karen Jung

Ausstellungsarchitektur: n/ t/ k/ nowakteufelknyrim GmbH




Mo 15. Januar 2018

die grosse Cartoonausstellung NRW Wuppertal

Eine Ausstellung mit einem der großen Cartoonisten Deutschlands.
Das Satiremagazin Carlie Hebdo hat Burkh verpflichtet. Und genau diese Werke werden zu sehen sein.
Seine Veröffentlichungen finden sich in Pardon, Konkret, Titanic, Kowalski, Eulenspiegel, Metall, ran,Vorwärts, GEO, AMICA, jo, taz, Die Zeit, Zeitmagazin, Süddeutsche Zeitung, Stuttgarter Zeitung, Sonntag aktuell u.v.a.

Bild: BURKH – Saudiarabien erlaubt Frauenfussball

Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und Preise heimste der Cartoonist bereits, und dies absolut berechtigt, ein.

Nun wird Burkh am Donnerstag seine neueste Edition im Café du Congo vorstellen.
Er eröffnet das 2te Jahr der Cartoonausstellung im Café, zu welchem der Besitzer Achim Brand und Organizer Kai Fobbe einladen. Im ersten Jahr der Ausstellungsserie waren Wuppertaler Cartoonisten zu sehen. In diesem Jahr sollen ausgewählte Cartoonisten aus ganz Deutschland zu Gast in Wuppertal sein und Ihre Werke präsentieren können.
Die Rede hält sein langjähriger Weggefährte André Poloczek, und bekannt als der Cartoonist POLO.

Uhrzeit
18.01.2018
20.00 Uhr

Ort
Luisenstr. 118
42103 Wupperta




Mi 20. Dezember 2017

Kunstverein Bielefeld wird weiter von Thomas Thiel geführt

Das ist für die Region OWL und für Bielefeld eine gute Nachricht. Der langjährige Leiter des Kunstvereins Bielefeld im Haus am Waldhof, Thomas Thiel bleibt länger dort. In der Pressemitteilung zu der vorzeitigen Verlängerung des Vertrages heißt es: „Aufgrund der sehr vertrauensvollen Zusammenarbeit und einzigartigen Entwicklung in den vergangenen Jahren hat der Vorstand den Vertrag mit Thomas Thiel vorzeitig bis Ende 2020 verlängert“. Und das ist toll, da Thiel die Leitung des Bielefelder Kunstvereins im September 2008 übernommen hatte und seit dieser Zeit wegweisende Ausstellung zur modernen Kunst in die Stadt geholt hat.

Dazu Vorsitzender Andreas Wannenmacher: »Wir freuen uns außerordentlich, dass Thomas Thiel seine erfolgreiche Arbeit in Bielefeld fortsetzen wird. Sein Programm wurde in den vergangenen Jahren mehrfach ausgezeichnet und wird auch international sehr aufmerksam verfolgt. Mit dieser Entscheidung können bereits laufende Projekte und Kooperationen fortgesetzt, insbesondere von Thomas Thiel noch ein Programm für das Jubiläumsjahr 2019 entwickelt und begleitet werden – den Bielefelder Kunstverein gibt es dann seit 90 Jahren.« Auch Thomas Thiel zeigt sich sehr zufrieden mit der Vertragsverlängerung: »Ich freue mich sehr über das Vertrauen in meine Arbeit und darauf in den kommenden drei Jahren – insbesondere im Jubiläumsjahr 2019 – weitere künstlerische Akzente zu setzen, die für Bielefeld und den Kunstverein sprechen werden.« Architektur, innovative neue Visionen und künstlerische Lebenswerke wie die von Erwin Gomringer oder kürzlich von Shlipa Gupta waren einfach toll. Glückwunsch und schön das Thomas Thiel in Bielefeld bleibt!

Thomas Thiel, Leiter des Bielefelder Kunstvereins

Bild: Thomas Thiel, Bielefelder Kunstverein, Foto Philip Ossendörfer

Der Bielefelder Kunstverein zählt mit fast 1000 Mitgliedern zu den bedeutendsten und größeren Kunstvereinen in Deutschland. Im Jahr 1929 gegründet von einer Bürgerinitiative als »Freundeskreis des Bielefelder Kunsthauses« feiert der Bielefelder Kunstverein im Jahr 2019 sein 90-jähriges Jubiläum. Aktuell sind noch die sehr sehenswerten Ausstellungen der Künstlerinnen Iman Issa und Dineo Seshee Bopape sowie die aktuellen Jahresgaben im Bielefelder Kunstverein zu sehen. Das kommende Jahresprogramm wird im Januar 2018 vorgestellt werden.




Mo 11. Dezember 2017

Karl Marx-Ausstellung in Trier – tolle Leihgaben kommen nach Deutschland

Anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx widmet sich die große Landesausstellung in seiner Geburtsstadt Trier in zwei Museen den vielen Facetten von Marx als Mensch und Analytiker. Das Rheinische Landesmuseum Trier beleuchtet unter dem Titel „Leben. Werk. Zeit.“ Karl Marx und sein Jahrhundert und zeichnet den intellektuellen wie politischen Werdegang von Marx nach. Die Ausstellung „Stationen eines Lebens“ im Stadtmuseum Simeonstift Trier beleuchtet das bewegte Leben von Karl Marx und verfolgt den Lebensweg von Marx‘ Kindheit in Trier bis zum Exil in London. Die Landesausstellung nimmt das Jubiläum nicht nur zum Anlass des Erinnerns, sondern will auch die Aktualität der Marx’schen Theorien hinterfragen. Die Ausstellung wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags. Schirmherr der Ausstellung ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Namhafte Museen und Institutionen aus aller Welt haben Leihgaben zur großen Landesausstellung KARL MARX 1818 – 1883. LEBEN. WERK. ZEIT. in Trier 2018 zugesagt. So stellen etwa das Musée d’Orsay aus Paris, das Victoria & Albert Museum in London und die Eremitage in Sankt Petersburg Ausstellungsstücke für die Jubiläumsschau zur Verfügung, die anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx vom 5. Mai bis 21. Oktober 2018 gezeigt wird. Knapp 400 Exponate aus elf Ländern, darunter Frankreich, England, Spanien, Russland und die USA, zeichnen ein anschauliches Bild vom Leben und Wirken von Karl Marx und von seiner Zeit. Zu sehen sind wertvolle Gemälde und Zeichnungen sowie Dokumente und persönliche Schriftstücke.

Das früheste Arbeiterporträt der europäischen Malerei von Adolph von Menzel sowie ein Gemälde von Gustave Courbet, einem der wichtigsten Vertreter der realistischen Malerei, das den bedeutenden französischen Sozialisten Pierre-Joseph Proudhon zeigt, gehören zu den Highlight-Exponaten im Ausstellungsteil „Leben. Werk. Zeit.“ im Rheinischen Landesmuseum Trier. Ebenfalls zu sehen ist die erste Marx-Karikatur, die Marx symbolisch als einen an eine Druckerpresse gefesselten Prometheus darstellt, sowie die fünf handschriftlichen Notizhefte, in denen Marx seine Ideen für „Das Kapital“ festhielt, und sein persönliches, mit Anmerkungen versehenes Exemplar der Erstausgabe. Diese außergewöhnlichen Exponate stammen aus dem Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam und sind zum ersten Mal in dieser Zusammenstellung in der Öffentlichkeit zu sehen. Daneben wird eine von nur noch fünf erhaltenen Fahnen ausgestellt, mit denen die Studenten im Mai 1832 beim Hambacher Fest für Freiheitsrechte und die nationaler Einheit demonstrierten. Erstmals treten hier die drei Farben Schwarz, Rot und Gold im Verbund auf.

Der Ausstellungsteil „Stationen eines Lebens“ im Stadtmuseum Simeonstift Trier zeigt zahlreiche Ausstellungsstücke, die erstmals in Deutschland zu sehen sein werden. Zu den wertvollsten Leihgaben gehören ein Gemälde von Camille Corot („Le Moulin de la Galette à Montmartre“) aus dem Musée d’art et d’histoire Genf sowie eine Ansicht von Brüssel von James Ensor aus dem Musée de la Boverie in Lüttich. Aus der Free Library Philadelphia aus den USA kommt das Gemälde „The Empty Chair“ des englischen Portraitmalers Samuel Luke Fields nach Trier. Noch nie zuvor in der Öffentlichkeit zu sehen war eine Bleistiftzeichnung, die den jungen Karl Marx zeigt. Das Blatt aus der Hand von Marx‘ Kommilitonen Heinrich Rosbach wurde dem Museum aus Privatbesitz geschenkt und gilt als das älteste Bildnis von Karl Marx weltweit. Zu den ungewöhnlichsten Exponaten zählt eine Ausgabe des Kommunistischen Manifests in Braille-Schrift. Die Leihgabe der Bayerischen Blindenbücherei in Nürnberg wird ebenfalls erstmals in einem Museum präsentiert.

Weitere Informationen unter www.karl-marx-ausstellung.de.




Mo 11. Dezember 2017

Städel zeigt RUBENS. KRAFT DER VERWANDLUNG

Na das wird ja mal wieder ein Fest fürs Auge, wenn ab dem 8.2.2018 das Städel in Frankfurt eine Peter Paul Rubens (1577–1640) Ausstellung zeigt. Und ganz passend zur Zeit haben die Ausstellungsmacherinnen den Titel Kraft der Verwandlung gewählt.
Rubens hat die europäische Barockmalerei geprägt wie kaum ein anderer Künstler.

Bild

In Rubens‘ umfangreichem Œuvre spiegeln sich die Einflüsse antiker Skulptur ebenso wider wie jene späterer Kunst aus Italien und nördlich der Alpen, von den Meistern des ausgehenden 15. Jahrhunderts bis zu seinen Zeitgenossen. Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der aufwendig inszenierten Ausstellung kann der Besucher die zuweilen überraschenden Korrelationen nun im Detail nachvollziehen. Die Gattungsgrenzen überschreitende Schau vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Werke der angewandten Kunst. Neben Originalskulpturen von der Antike bis zur Renaissance werden auch Gemälde und Grafiken von Rubens‘ Vorläufern und Zeitgenossen zu sehen sein, darunter Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto, von Goltzius, Rottenhammer und Elsheimer sowie von Giambologna, Van Tetrode und Van der Schardt.

Städel Direktor Philipp Demandt: „Mit diesem groß angelegten Ausstellungsvorhaben können wir unserem Publikum die Genialität eines außergewöhnlichen Künstlers in all ihren Facetten präsentieren. Die umfassende Schau eröffnet einen faszinierenden Blick auf Meisterwerke des Barock, die den Betrachter – damals wie heute – in ihren Bann ziehen.“

„Rubens war einer der produktivsten und spannendsten Künstler des Barock, der nicht nur zahlreiche nachfolgende Künstlergenerationen beeinflusste, sondern auch selbst verschiedene Quellen für seine Bilderfindungen förmlich in sich einsaugte. Unsere Ausstellung bietet die einmalige Gelegenheit, diesen kreativen und schöpferischen Prozess nun direkt nachzuvollziehen“, erklärt Jochen Sander, Kurator der Ausstellung und Sammlungsleiter für Deutsche, Holländische und Flämische Malerei vor 1800 am Städel Museum.

Vom 8. Februar bis 21. Mai 2018 widmet das Frankfurter Städel Museum dem weltbekannten Künstler die umfassende Sonderausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“. Anhand von etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen von Rubens – arbeitet die Schau einen bisher wenig beachteten Aspekt im Schaffensprozess des Meisters heraus: Sie zeigt, wie tief Rubens in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat und wie dies sein fünfzigjähriges Schaffen prägte.




Mo 11. Dezember 2017

Landesmuseum Münster präsentiert Fritz Winter Gemälde als Objekt des Monats

Als Kunstwerk des Monats Dezember präsentiert das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster ein Ölbild von Fritz Winter (1905-1976). Die Arbeit „Große Konstruktion“ des Künstlers aus den 1930er Jahren hat das Kunstmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mit Unterstützung des Freundeskreises Anfang des Jahres erworben.

1927 bewarb sich Winter am Bauhaus in Dessau und studierte dort drei Jahre bei Josef Albers, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer. Die wichtigsten und nachhaltigsten Anregungen erhielt der Künstler jedoch von Paul Klee.

Bild: Das Bild „Große Konstruktion“ malte Fritz Winter 1932. Es ist das Kunstwerk des Monats im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Foto: LWL/Neander

Winter kombinierte die Anregungen von Kandinsky, Klee und auch Kirchner mit seinen eigenen künstlerischen Vorstellungen. Die veränderten Lebensumstände nach seiner Zeit am Bauhaus führten bei ihm zu einer Schaffenskrise. Seine Lehrtätigkeit in Halle 1931 holte ihn aus dieser Krise heraus und inspirierte ihn wieder zu neuem, innovativen Schaffen.

Fritz Winter und sein Werk sind eng mit Westfalen verbunden. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur besitzt insgesamt neun Werke des Künstlers, die zusammen mit den Arbeiten von Baumeister und Nay einen Bestandteil der Nachkriegskunst in der Sammlung des Museums bilden. Winter war darüber hinaus 1952 der erste Preisträger des bedeutenden und für Westfalen prestigeträchtigen Konrad-von-Soest-Preises, der für herausragende künstlerische Leistungen vergeben wird. Er wurde für ein Werk ausgezeichnet, das in der inneren Emigration entstanden ist. Winter war einer der Künstler, die trotz Malverbot nach 1933 die Traditionen des Bauhauses bewahrt und weiter entwickelt hatten.




Mo 11. Dezember 2017

Ausstellung FARBE.LICHT.RAUM im Künstlerhaus Dortmund

Die Ausstellung FARBE.LICHT.RAUM vereint Malerei nicht nur in Form des klassischen Tafelbildes. ERÖFFNUNG ist am Freitag, 25.1.2018 um 20 Uhr, Künstlerhaus Dortmund, Sunderweg 1, 44147 Dortmund

Die AUSSTELLUNG tritt auch in strengem schwarz-weiß auf, und Farbe ist auch auf anderen Trägermaterialien zu finden. Flach, und auf den ersten Blick an das Tafelbild angelehnt, zeigt sich zum Beispiel eine besondere Materialität in der Verbindung des Trägers mit der Farbe.
Auch installativ wird Farbe erlebbar sein. Im Raum schwebend, auf papierenem Träger oder als hoch glänzende, architekturbezogene Intervention. Das Licht, das uns diese sinnlichen Seherfahrungen ermöglicht, ist bildgebender Bestandteil raumbezogener Arbeiten. In diesen wiederum kann das Licht selbst auch zur Farbe werden. So vereint die Ausstellung künstlerische Positionen der Malerei, Skulptur und Installation, um visuelle und gedankliche Räume in und mit den Kunstwerken zu eröffnen.

Beteiligte KünstlerInnen:
Sybille Hassinger
Nicole Jana
Arjan Janssen
Paul Schwer
Elisabeth Sonneck
Rainer Splitt
Claudia Vogel
Ulrich Vogl

Künstlerhaus Dortmund
Sunderweg 1, 44147 Dortmund
www.kh-do.de
Laufzeit der Ausstellung:26.1. bis 4.3.2018

ÖFFNUNGSZEITEN DER AUSSTELLUNGEN
Do-So 16-19 Uhr
Bei Interesse an Führungen für Gruppen oder Schulklassen wenden Sie sich bitte ans Büro.

EINTRITT
frei, wenn nicht anders angegeben

ÖFFENTLICHE VERKEHRSMITTEL
Bus 453, 460 und 475 zur Haltestelle Treibstrasse
Fußweg vom HBF Nordausgang, 15 Minuten
Fußweg vom Dortmunder U, 15 Minuten