KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Do 8. Dezember 2016

Briefmarken zeigen Designikonen – z.B. Schlaufenstuhl von Colani

Wenn man es auf eine Briefmarke der Deutschen Post geschafft hat, ist man tot oder bedeutend. Bei dem abgebildeten Schlaufenstuhl, den der Designer Luigi Colani 1968 entwickelte, wurden nur ca 10 Stück überhaupt produziert. Bedeutend ist der Stuhl aber trotzdem, da der Entwurf visionär und immernoch einzigartig ist. Der Stuhl wurde in den 60igern vom Meister selber in Handarbeit gefertigt, weil das Material, Polyester mit Fiberglas verstärkt, sehr schwer zu bearbeiten war. Colani entwickelte das Möbel für den Sitzmöbelhersteller COR, der auch für den Entwurf seines Sessels mit Namen Zyklus von Peter Maly (just 80 Jahre alt geworden) verantwortlich zeichnet. Die Ostwestfalen hatten eine Affinität für ungewöhnliche Entwürfe und trauten sich was. Beide Sitzmöbelentwürfe sind jetzt Briefmarken-würdig.

Der Colani Schlaufenstuhl der jetzt eine Briefmarke bekam, wurde nie maschinell oder industriell gefertigt, da die Nachfrage ausblieb. Colani der lange in Ostwestfalen und dem Münsterland lebte hatte die Möbler-Szene dort, bis heute eine der Möbelschmieden Deutschlands, sehr berreichert. Der Sitzmöbelhersteller COR, für den Colani das Möbel entwickelte hat in seiner Sammlung immerhin noch ein Exemplar, das in seinem firmeneigenen Designmuseum zu sehen ist.

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Bildquelle: COR-Museum, Sitzmöbel COR Rheda-Wiedenbrück

Um so spannender ist es, das dieses unikatverdächtige Möbel bis heute von seiner Modernität nichts verloren hat. Wie aus einem Science Fiktion Film und doch für den normalen bis wohlhabenden, designorientieren Haushalt gedacht. Das der Stuhl in den 70er Jahren nicht ankam verwundert bis heute. Spacig anzusehen, aber leider sehr unbequem, wie Zeitzeugen berichten. Und hier kommt er her, der Schaufenstuhl von Luigi Colani, made by COR:

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Bildquelle: COR-Museum, Sitzmöbel COR Rheda-Wiedenbrück

Aber jetzt hat er es immerhin auf eine 70 ct Briefmarke der Post geschafft. Im Dezember 2016 wurde die Marke vorgestellt

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Bildquelle: Deutsche Post, efiliale

Nassklebende Briefmarken zu je 70 ct im 10er-Bogen, Größe der Einzelmarke: 33,00 x 39,00 mm. Diese Briefmarke ist ein Sonderpostwertzeichen aus der Serie “Design aus Deutschland: Möbel”. Das Motiv dieses Sonderpostwertzeichens ist von Sibylle Haase und Professor Fritz Haase aus Bremen entworfen worden. Motiv: Luigi Colani: Schlaufenstuhl magenta © Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln. Erstausgabetag: 08. Dezember 2016.

Ob dieser kühne Entwurf, der Irre aussieht, noch mal zurück in die Möbelgeschäfte kommt, bleibt abzuwarten. Immerhin dürften die heutigen Bearbeitungsmethoden eher geeignet sein das Designstück wieder zu beleben. Der Entwurf ist fast als Biomorph zu bezeichnen und besticht durch seine Einfachheit. Eine nach hinten offene Sitzschale ist mittig nur mit einem Bein ausgestattet. Das Bein mündet in eine ovalgeschwungenen Fußplatte, die eine stabile Auflage schafft. Scheinbar einfach und doch hochkomplex. Und anscheinend immer etwas schneller als der Rest unterwegs. Für Designfreunde ein Muss.

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Fr 2. Dezember 2016

Potsdam Museum zeigt “Die wilden 80er Jahre in der deutsch-deutschen Malerei“

In der Ausstellung “Die wilden 80er Jahre in der deutsch-deutschen Malerei“ werden im Potsdam Museum wesentliche Kunstwerke aus Ost- und Westdeutschland der 80er Jahre einander gegenübergestellt. Die Zeit in der die Deutsch-Deutsche Teilung “normal” und für “ewig” angesehen wurde. Die Schau umfasst Bestände des Potsdam Museums und wichtige Leihgaben aus bedeutenden Sammlungen aus ganz Deutschland. Sie treten erstmals unter dieser Thematik in einen Dialog.
In der Werkschau werden Porträt- und Gruppenkompositionen, szenische Darstellungen von Musikveranstaltungen und Happenings sowie Alltagsszenen aus dem großstädtischen Umfeld oder der Subkultur gezeigt. Eine jüngst erhaltene Dauerleihgabe von Werken Bernhard Heisigs – dem Leipziger Altmeister der figurativen Malerei – steht am Anfang der Präsentation. Es folgen Werke von Elvira Bach, Ina Barfuss, Rainer Fetting, Hubertus Giebe, Angela Hampel, Klaus Killisch, Bernd Krenkel, Markus Lüpertz, Helmut Middendorf, Neo Rauch, Hans Scheuerecker, Stephan Velten und vielen anderen. Die Ausstellung lässt ein Jahrzehnt in 90 Werken Revue passieren.

potsdam-museum-wilde-80er Bildquelle: Potsdam Museum Einladung

Dabei wird deutlich, dass die damals jüngere Künstlergeneration auf beiden Seiten der Mauer den etablierten, bzw. von der Politik vorgeschriebenen Formen- und Ausdruckskanon verneinte. In Ostdeutschland war es der Kampf gegen den Sozialistischen Realismus. In Westdeutschland stellte man sich gegen das Vorhergewesene: die Pop-Art, den Minimalismus und die Konzeptkunst. Überraschend ist, dass die eigene Persönlichkeit, das Selbst in den getrennten deutschen Staaten zu dieser Zeit in den Mittelpunkt des künstlerischen Interesses rückte.
Laufzeit der Ausstellung: 3.12.2016 – 12.03.2017

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Fr 2. Dezember 2016

Marta Herford zeigt Fotografieausstellung – Anders Petersen

Freunden der Fotokunst ist der Schwede Anders Petersen (*1944) längst ein Begriff. Schön dass das Marta Herford diesen international einflussreichsten Fotografen nach Westfalen zu holen.

Petersen erlangte Bekanntheit durch seine speziellen Fotofelder: Milieus an den gesellschaftlichen Rändern: Gefängnisse, psychiatrische Anstalten, Rotlichtviertel, Pflegeheime. Kultstatus erreichte er mit seinen in den 1960er Jahren entstandenen Schwarzweißporträts von sozialen Außenseitern auf der Reeperbahn in Hamburg. Bis heute verströmen seine eindringlichen Fotoessays eine rastlose Lebensenergie und einen fast lyrischen Klang. In eigenen Welten.

Bis in die Gegenwart seiner jüngsten Werkgruppen wie „City Diary“(2012) und „Rome“ (2012) ist der empathische Blick des Fotografen auf sein Gegenüber zu spüren. Seine Bilder sind erfüllt von Respekt gegenüber dem Anderen, seinen Aggressionen wie auch seinen Sehnsüchten. „Ich suche eine Beziehung zu den Menschen, die ich fotografiere. Und das hat viel zu tun mit dem Verlangen, den Träumen, den Geheimnissen. Vielleicht auch mit unseren Alpträumen und Ängsten.“ (Anders Petersen)

Anders Petersen – Retrospektive
4. Dezember 2016 – 12. März 2017, Marta Herford (Lippold-Galerie, 1. Stock), Eröffnung: Sonntag, 4. Dezember, um 11.30 Uhr

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Fr 2. Dezember 2016

Auktionsherbst auch für Museen immer wieder wichtig

Am Freitag, den 2. Dezember wurden im Berliner Auktionshaus Grisebach zwei bedeutende Werke von Peter August Böckstiegel versteigert. Die Gemälde „Mühle in Deppendorf“ von 1912 und die „Landschaft II“ von 1913 erzielten dabei die höchsten für den Künstler jemals bei einer öffentlichen Auktion gezahlten Preise, nämlich 90.000 € und 98.000 € plus Aufgeld.

paboeckstiegel-deppendorfer-muehleBildquelle: Peter August Böckstiegel, Deppendorfer Mühle

Beide Werke stehen exemplarisch für das frühe Schaffen von Peter August Böckstiegel. Sie zeigen seine Begeisterung für das Werk von Vincent van Gogh und seine Vorliebe für Motive aus der unmittelbaren Umgebung seines Elternhauses in Arrode. Der sehr pastose Auftrag der Ölfarbe und die expressiv und starkfarbig wiedergegebenen Motive sind typisch für das Schaffen des Künstlers vor dem Ersten Weltkrieg.

paboeckstiegel-landschaft-2Bildquelle: Peter August Böckstiegel-Landschaft II

Beide in Berlin angebotenen Gemälde hatten für die interessierten Bieter einen besonderen Reiz: Einerseits befanden sich beide Werke seit Jahrzehnten in einer Bielefelder Privatsammlung, die „Deppendorfer Mühle“ war zuletzt 2001, die „Landschaft II“ zuletzt 1989 öffentlich ausgestellt. Andererseits kamen mit beiden Gemälden zum ersten Mal Böckstiegel-Werke von besonders hoher Qualität und großer Seltenheit zum Aufruf.

Das bislang teuerste versteigerte Werk des Künstlers war das große Stillleben „Glockenblumen“ aus dem Jahr 1927, es befindet sich in einer Berliner Privatsammlung. Es wurde im Jahr 2000 für über 35.000 Euro versteigert. Der Käufer der jetzt versteigerten „Mühle in Deppendorf“ erhält dabei sogar zwei Bilder zum Preis von einem: So befindet sich auf der Rückseite der Mühlen-Darstellung das Bild „Blühende Bäume“. Wer die Bilder ersteigert hat, ist noch nicht bekannt. Das Böckstiegel-Haus bei dem jetzt ein Museumsneubau in Werther entsteht, hofft, dass beide Werke für zukünftige Ausstellung zur Verfügung stehen.




Do 1. Dezember 2016

Cornelia Schleime im IBB-Videoraum in der Berlinischen Galerie

Im IBB-Videoraum der Berlinischen Galerie werden über den Zeitraum eines Jahres zwölf Künstlerinnen und Künstler präsentiert, die durch ihren innovativen Umgang mit den Medien Film und Video aufgefallen sind. Die Reihe wird im Dezember mit Super-8-Filmen von Cornelia Schleime fortgesetzt (30.11.2016–02.01.2017). Die Präsentation im IBB-Videoraum begleitet die Ausstellung „Cornelia Schleime. Ein Wimpernschlag“, die anlässlich der Verleihung des Hannah-Höch-Preises an die Künstlerin in der Berlinischen Galerie zu sehen ist (Laufzeit der Ausstellung: 25.11.2016– 24.04.2017).
Die zwischen 1982 und 1984 entstandenen vier Super-8-Filme Cornelia Schleimes (*1953 in Ost-Berlin) stellen ein wichtiges Kapitel ihrer Werkbiografie dar. Noch während ihres Studiums der Grafik und Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden 1975 bis 1980 gehörte die Künstlerin dort der alternativen Kunstszene an. Ihre unkonventionellen Werke und Ausstellungen führten 1981 dazu, dass sie ihre Arbeiten offiziell nicht mehr zeigen konnte. Sie ging nach Ost-Berlin zurück und begann unter anderem mit Super-8-Filmen zu experimentieren. Mehrere Ausreiseanträge folgten. „Die Super-8-Filme“, so Schleime, „sind jetzt für mich wie ein Zettelkasten für meine Bilder, die ich ja kaum noch male, da ich ja schon über ein Jahr auf gepackten Koffern sitze und einen Ausreiseantrag nach dem nächsten stelle.“ Als ihr 1984 die Ausreise in den Westen genehmigt wurde, gehörten die Super-8-Filme zu den wenigen frühen Arbeiten, die sie in den Westen retten konnte. Der Großteil ihres Frühwerkes blieb in Ost-Berlin zurück und ist bis heute verschollen.

berlinische-galerie-cornelia-schleime Bildquelle: Berlinische Galerie, Cornelia Schleime

Der Filmwissenschaftler Claus Löser ordnet die Filme wie folgt ein: „Alle vier überlieferten Super-8-Werke der Künstlerin zeugen von einer außerordentlichen filmischen Begabung, die sich in einem ganz bestimmten, biografisch von einschneidenden Erlebnissen geprägten Zeitraum [1982 bis 1984] niederschlug. […] Ihre technische Basis war dabei eher provisorisch. Doch Schleime ging es (ebenso wie anderen in der filmischen Subkultur arbeitenden Künstlern) ja nicht um eine Imitation des „richtigen“, das heißt des professionellen Kinos.“ Sie nutzte die Filme einerseits zur „Überwindung privater und kreativer Krisenzustände. Andererseits schuf sie eigenständige Kunstwerke, die sich nachdrücklich von den ästhetischen und inhaltlichen Konventionen der DEFA abhoben und bis heute ein wichtiges Korrektiv zum realsozialistischen Bilderkanon darstellen.“ (Auszug aus dem aktuellen Katalog der Berlinischen Galerie: Cornelia Schleime – Ein Wimpernschlag)
In der Sanduhr, 1982 Cornelia Schleimes erster Film Die Spiegelfalle (1982) ist verschollen. Noch im selben Jahr stellt sie den Film In der Sanduhr fertig. Anders als die drei weiteren erhaltenen, in sich geschlossenen filmischen Arbeiten ist dieser Film, so Schleime selbst, eher eine „Collage aus Postkartenübermalungen und in Szene gesetzten Bildern“. Die Schauspieler, darunter Cornelia Schleime selbst, agieren vorrangig in einem Hinterhof. Zwischen die verspielt-surrealen Szenen sind von der Künstlerin übermalte Ansichtskarten aus Kleinasien geschnitten.
Das Nierenbett, 1983 Maskierte Darsteller führen bruchstückhafte Handlungen mit ritualisiert anmutenden Bewegungen aus. Als Zeremonienmeister fungiert ein junger Mann, der von Schleime wie ein Prinz aus fernen Landen inszeniert wird. Die Musik für Das Nierenbett wurde von der Künstlerin selbst eingespielt. Die filmische Sprache wirkt konzeptionell gereifter als beim Film zuvor.
Unter weißen Tüchern, 1983 Cornelia Schleime skizziert in dem Film ein Beziehungsgeflecht und verzichtet darauf, eine Geschichte zu erzählen. Eine junge Frau kleidet sich an und schmückt sich wie zur Vermählung. Sie bewegt sich durch Innenräume scheinbar in Erwartung eines Ereignisses. Sie trifft auf Männer, die in ihrer eigenen Gedankenwelt gefangen wirken, und auf weiß bandagierte Wesen. Schließlich findet auch sie sich wie in einem Kokon an eine Tür gefesselt. In den verschlüsseltsurreal wirkenden Szenen entsteht ein Gefühl des gleichzeitig Ein- und Ausgeschlossenseins.
Das Puttennest, 1984 Für die Dreharbeiten fuhr die Künstlerin an die Ostsee, nach Potsdam-Sanssouci und an einen Baggersee bei Erfurt. Der Film ist eine assoziative Collage mit dokumentarischen Einschüben. Die melancholische Grundstimmung des Films wird musikalisch durch eine verlangsamte Interpretation von Erik Saties Gymnopédies untermalt.
Der IBB-Videoraum Im IBB-Videoraum werden über den Zeitraum eines Jahres zwölf Künstlerinnen und Künstler präsentiert, die in den letzten Jahren durch ihren innovativen Umgang mit den Medien Film und Video aufgefallen sind. Dokumentarische Herangehensweisen reihen sich dabei an Strategien, die das Medium hinterfragen und nach neuen Formen der filmischen Erzählung suchen. Das Programmformat stellt nicht nur etablierte Vertreter der zeitgenössischen Videokunst vor, sondern auch junge Künstler, deren Werke bisher kaum in Museen zu sehen waren. Im monatlichen Wechsel wird jeweils ein Programm aus verschiedenen Filmen zusammengestellt. Die Realisierung erfolgt mit Unterstützung der Investitionsbank Berlin (IBB).
Programm im 1. Quartal 2017: 04.01.–30.01.2017: Annika Larsson 01.02.–02.03.2017: Christian Falsnaes 05.03.–03.04.2017: John Bock

Die Präsentation im IBB-Videoraum begleitet die Ausstellung „Cornelia Schleime. Ein Wimpernschlag“, die anlässlich der Verleihung des Hannah-Höch-Preises an die Künstlerin in der Berlinischen Galerie zu sehen ist (Laufzeit der Ausstellung: 25.11.2016–24.04.2017).




Di 29. November 2016

Job Opportunity for documenta 14 – Stellenausschreibungen

Bei den großen Sportevents heißt es Volunteer, hier geht es um Mitglieder des “Chores” für die documenta 14. Die documenta 14 sucht engagierte Personen, die Interesse haben, mit den Besucherinnen und Besuchern eine offene Diskussion über zeitgenössische Kunst zu führen. Und das für beide Spielorte Kassel und Athen. Logisch, dass die Frage der Sprachen eine wichtige ist.

Auf der Internetseite der documenta 14 ist auch das Online-Bewerbungsforumlar zu finden. Bewerbungsschluß für die 100 Tage in 2017 ist der 5. Dezember 2016.

documenta14

Logo der documenta 14

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Sa 19. November 2016

Bildhauersymposium z.B. in Wadersloh

Eine der Besonderheiten des künstlerisch-bildhauerlichen Daseins stellt die Möglichkeit an Symposien teilzunehmen dar. Mit einigen wenigen Kollegen in einem Zeitraum von 1 bis 4 Wochen gemeinsam zu arbeiten und zu leben, die gastgebende Gegend kennen zu lernen und auch Geld zu verdienen, werden hierbei bestenfalls zusammengebracht.
museum-abtei-liesbornBildquelle: Museum Abtei Liesborn

Diese Symposien sind unterschiedlich gut ausgestattet und lukrativ für die Teilnehmer. Hierbei sollte sich jeder der eine Bewerbung ins Auge fasst gut die Teilnahmebedingungen durchlesen, da es schön deutliche Unterschiede gibt.
Nicht zu empfehlen, sind die in der das maximale Preisgeld für eine prämierte Arbeit so niedrig ist, dass man besser nicht gewinnt, aber die Arbeit später behalten darf, um diese dann Marktüblich zu verkaufen. Und auch wenn schwer zu bearbeitendes Material gestellt wird, auf dass man keinen Einfluss hat. Oder es zu viel Material für den Symposiumszeitraum ist. Oft ist hier etwas “gut gemeint”, aber nicht “gut gemacht” weil keine Fachleute die Organisation und Ausschreibung inne hatten.
Gute Beispiele gibt es aber auch in der ländlichen Region, die zusätzlich noch sehr reizvoll gelegen sein kann. Eine solch faire Ausschreibung, die auch großen Spaß verspricht, ist die der der Gemeinde Wadersloh. Das liegt im Herzen des Münsterlandes an der Grenze zu Westfalen, ganz in der Nähe der BAB 2 gelegen. Dort gibt es eine ehemalige Abtei, die 860 gegründet worden ist. Hier wird schon zum 6. Mal ein Bildhauersymposium 2017 veranstaltet. Die Ausschreibung ist online verfügbar.
Viel Glück.

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Mi 16. November 2016

Museum Abtei Liesborn zeigt Prof. Martin von Wnorowski

Zahlreiche Ausstellungen haben über viele Jahre hinweg die Bilder und Grafiken dieses hochgeachteten Künstlers gezeigt.

martin-von-wnorowski-wohnzimmer Bildquelle: Prof. Martin von Wnorowski Wohnzimmer

Prof. Martin von Wnorowski wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Der Kreiskunstverein Beckum-Warendorf widmet ihm aus diesem Anlass eine umfangreiche Ausstellung im Museum Abtei Liesborn mit Werken aus seiner Tätigkeit als Innenarchitekt und Designer.

Jetzt werden zum ersten Mal Arbeiten aus dem Depositum von Wnorowski präsentiert, die seine ebenso bedeutende und anerkannte Tätigkeit als Designer im privaten und im öffentlichen Raum veranschaulichen. Zeichnungen, Aquarelle und Fotos belegen die Entwicklung seiner Arbeit in den 1950er bis 1990er Jahren. Von Wnrowoski war Mitglied im Bund Deutscher Innerarchitekten und Lehrer für Innenarchitektur und Möbeldesign in Beckum bis 1971 als er Professor an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur berufen wurde. Der Kurator der Ausstellung Dr. Bennie Priddy wird in das Werk von Martin von Wnorowski bei der Eröffnung am 27. November 2016 einführen.

Ausstellung Martin von Wnorowski 1916 – 1999, Innenarchitektur und öffentliche Aufträge, 27. November 2016 – 5. Februar 2017, Museum Abtei Liesborn, Abteiring, Wadersloh

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Mi 16. November 2016

Lehmbruck-Museum ist neu aufgestellt – Meisterwerke zu sehen

Das Lehmbruck Museum Duisburg hat seine Meisterwerke und seine Sammlung neu aufgestellt. Das modernisierte und neuaufgestellte Museum ist ab dem 3.12.2016 wieder für die Öffentlichkeit voll umfänglich zu sehen. Also nicht verpassen:

neu-aufgestellt-lehmbruckmuseum Bildquelle: Abbildung:Andy Warhol, Brillo Box, 1964© 2016 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc.
Artists Rights Society (ARS), New YorkFoto: O. Beldiman

Und es ist von allen beliebten Epochen was dabei. Blauer Reiter, Expressionismus, Arte Povera und und und

Meisterwerke des Expressionismus und Meilensteine der Kunstgeschichte von der Arte Povera über Minimal Art bis zur Pop Art – mit der Neupräsentation der Sammlung im Erweiterungsbau des Lehmbruck Museums ist wieder eine Vielfalt von Werken des beginnenden 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart zu sehen. Während die oberen Galerie-Räume expressionistische Werke präsentieren, zeigt das Untergeschoss wegweisende Phänomene der Nachkriegszeit.

Expressionistische Gemälde, Graphiken und Skulpturen

Wie ursprünglich für diesen Bauabschnitt konzipiert, sind in den oberen Räumen nun wieder herausragende expressionistische Gemälde, Graphiken und Skulpturen aus der Sammlung des Museums zu sehen. Expressionistische Gemälde stehen ausgewählten modernen Skulpturen mit einem verwandten künstlerischen Konzept gegenüber. Prominente Beispiele stellen die Gemälde der Künstlergruppen „Brücke“, „Blauer Reiter“, „Sturm“ und „Novembergruppe“ dar.

1905 gründeten die Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff in Dresden die Künstlergruppe „Brücke“, die den Beginn der modernen Kunst in Deutschland markiert. Später traten ihr auch Emil Nolde und Otto Mueller bei. Ihre Devise lautete, „unmittelbar und unverfälscht“ wiederzugeben, was sie „zum Schaffen drängt“. Und die Warhol Brillo Box ist auch im LehmbruckMuseum zu sehen.

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Mi 16. November 2016

Kunstmesseherbst – was lohnt sich zu sammeln?

Immer zur Herbstzeit wird die Kunstmessesaison eröffnet. Für Kunstinteressierte bricht sozusagen die fünfte Jahreszeit an. Die ART.FAIR Köln, die Affordable Artfair Hamburg, die Cologne Fine Art und so weiter.

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Wer aber für kleines Geld einen Kunstankauf, vielleicht als Einsteiger sucht, der kann auch bei den vielen Charityauktionen schauen, die wieder landauf, landab an den Start gehen. Dort kann man für kleines Geld Editionen und Skizzen bekommen, machmal auch Objekte und vielleicht ein kleines Gemälde.

Kleine Anschaffungen bis 1.000 Euro können manchmal auch ein Problem sein. Durch eine Reperatur am Auto, durch eine Arztrechnung oder eine überraschende Anschaffung ist manchmal ein Klein-Liquiditätsengpass entstanden. Und dann ist ein ganz kurzer Kredit der einem über den Monat hilft das Mittel der Wahl.

Wichtig ist dabei die Transparenz und die Kosten genau zu kennen, die der Kleinkredit hervorruft und da ist ein getesteter Anbieter schon mal hilfreich.

Bei den Kunsttrends ist zur Zeit eine Hinwendung zum Figurativen zu verzeichnen. Archtiktur als Motiv ist nachgefragt und politische Statements werden wieder mehr in der Kunst. Das Ruhrgebiet ist traditionell ein sehr starkes Pflaster für Kunst Charity Auktionen. Auch in Berlin oder Köln kann man bei den veranstaltenden Socialclubs fündig werden. Der am längsten mit Kunstverkauf gutes Tunender Verein sind die Fiftyfifty in Düsseldorf, die sich seit über 20 Jahren um Obdachlose kümmern.