KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Do 29. September 2016

Museum Folkwang zeigt Dancing with Myself aus der Sammlung Pinault Collection

Ach wie schön, dass so mancher Text indirekt zum Schmunzeln einlädt. Die Präsentation des französischen Großsammlers Pinault mit dem Titel “Dancing with Myself” wird mit Spannung erwartet. Steht doch der Topsammler, der seine Millionen auch in Kunst investiert vor der Tür. Tolle Arbeiten, große Namen mit dem Geschmack eines Connaisseurs zusammengetragen.
Und dann kommt es so nebenbei, was die geneigte Öffentlichkeit bei diesem Essener Blockbuster erwartet: Zitat:…” ist aber auch ein wilder Ritt durch die Kunstgeschichte der letzten 50 Jahre“. Ja wie herrlich. Das ist ehrlich. Wenig Strategie, viele Namen, das was gefällt und eben auch viel was bei einer Überblicksausstellung fehlt. Aber egal es geht um den Geschmack des Besitzers. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Und der macht, was für ihn wichtig ist in sein Depot rein, wie der Volksmund sagt.
Kunstgeschichtlich, Politisch, für die Masse der Menschen ist das nicht wichtig, vielleicht. Aber durch diese Sammlung ist das Wichtige gesetzt. Aus die Maus. So wird auch Kulturpolitik gemacht.

Dancing with Myself ist eine Ausstellung des Museum Folkwang und der Pinault Collection. Und das wird sehenswert. Der Mann hat ja Geschmack. Und weil das auch sehr wertvoll ist, ist die Schau auch gefördert vom Programm Jeunes Commissaires des Bureau des arts plastiques et de l’architecture des Institut français worden.

Und hier noch etwas O-Ton zur Ausstellung:

Was besaß noch Wahrheit und Gültigkeit in den 1970er Jahren – außer der Erfahrung des eigenen Körpers? Die damalige postmoderne Ironie und Infragestellung von Selbstbildern und Rollenklischees trifft nun auf eine Haltung von jungen Künstlerinnen und Künstlern, die wieder einen festen sozialen und politischen Standort haben, die ihre eigene Biografie und ihren Körper benutzen, um Stellung zu beziehen in den Verwerfungen einer globalisierten und ungleichen Welt.

Künstler:
Adel Abdessemed, Alighiero Boetti, Claude Cahun, Maurizio Cattelan, John Coplans, Urs Fischer, LaToya Ruby Frazier, Lee Friedlander, Gilbert & George, Robert Gober, Nan Goldin, Félix González-Torres, Rodney Graham, David Hammons, Roni Horn, Kimsooja, Martin Kippenberger, Kurt Kranz, Urs Lüthi, Steve McQueen, Boris Mikhaïlov, Bruce Nauman, Paulo Nazareth, Helmut Newton, Roman Opalka, William Pope.L, Arnulf Rainer, Charles Ray, Lili Reynaud-Dewar, Ulrike Rosenbach, Allan Sekula, Cindy Sherman, Jo Spence, Hito Steyerl, Rudolf Stingel, Alina Szapocznikow

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Do 29. September 2016

Jubiläumsausstellung „Rosenthal – Ein Mythos. Zwei Männer schreiben Geschichte

Das Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan Hohenberg an der Eger/Selb zeigt die bislang größte Ausstellung rund um die beiden herausragenden Unternehmer: „Rosenthal – Ein Mythos. Zwei Männer schreiben Geschichte“ (02. Juli bis 13. November 2016). Anlass für die Jubiläumsausstellung ist, dass Philip Rosenthal jun. in diesem Jahr 100. geworden wäre und sein Vater Philipp sen. vor 125 Jahren mit der eigenen Porzellanproduktion begann. Präsentiert werden alltägliche und herausragende Porzellane sowie noch nie gezeigtes Archivmaterial. Zudem wurde die umfangreiche Rosenthal-Abteilung des Museums im Brennhaus der 1969 stillgelegten Rosenthal-Fabrik in Selb neu gestaltet.

Jubiläumsausstellung „Rosenthal – Ein Mythos. Zwei Männer schreiben Geschichte“ präsentiert, die noch bis zum 13. November 2016 im Porzellanikon in Hohenberg a. d. Eger und Selb zu sehen ist.

Anfang der 1960er Jahre schlug Arnold Bode, Begründer der documenta in Kassel, dem Porzellanunternehmer Philip Rosenthal vor, Kunst in Porzellan zu produzieren. Er wollte damit die Kunstedition der documenta erweitern. Rosenthal griff die Idee begeistert auf, denn er erhoffte sich dadurch eine „Renaissance der Porzellan-Skulptur“. Mit der Produktion der ersten limitierten Kunstwerke zur documenta 1964 begann auch ein neues Kapitel der Porzellangeschichte. In den folgenden Jahren entwarfen namhafte Künstler wie Henry Moore, Lucio Fontana, Victor Vasarely, Otto Piene, Niki de Saint Phalle oder Marcello Morandini Werke, die in Porzellan ausgeführt wurden. Zahlreiche Kunstwerke aus dieser Ära werden nun in der großen

Zu den ersten Künstlern, die dem Vorschlag Bodes folgten und bereits für die documenta III im Jahr 1964 die ersten Reliefs aus Porzellan beisteuerten, zählten neben Vasarely auch Etienne Hajdu, Fritz König und Ben Nicholson. Da sie jedoch kaum Erfahrungen mit dem Material hatten, galt es zunächst gemeinsam mit den Porzellanformern bei Rosenthal einige technische Herausforderungen zu lösen. So musste bei den Entwürfen etwa die Schrumpfung des Porzellans beim Brand um etwa ein Sechstel bis ein Siebtel berücksichtigt werden. Vier Jahr Jahre später wurde die erste Edition, die „Rosenthal Relief Reihe“, in einer eigenen von Arnold Bode konzipierten Ausstellung präsentiert: 22 internationale Künstler beteiligten sich mit ihren Exponaten, die in geringer Auflage angefertigt wurden, an der Ausstellung „ars porcellana“ im Kölnischen Kunstverein.

In den siebziger und achtziger Jahren wurde die Kollektion um dreidimensionale Kunstobjekte und Objekt-Service in Porzellan, Glas und Keramik erweitert und in „Rosenthal Limitierte Kunstreihen“ umbenannt, wie das Teeserie von Roy Lichtenstein oder die Nagelobjekte von Günther Uecker. Seit 1973 wurden ebenfalls sogenannte Künstlerteller bei Rosenthal hergestellt, die von Persönlichkeiten aus dem Bereich Kunst, Literatur oder Musik mit einer Grafik, einem Spruch oder einer Zeichnung gestaltet wurden, zum Beispiel von Max Bill oder Günter Grass. Heute ist Rosenthal einer der führenden Anbieter für zeitgemäßes innovatives Design.

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Bildquelle: Objekt „Moonhead“, Entwurf: Henry Moore, 1968, Höhe 40 cm, Auflage: 6 Exemplare, Rosenthal Relief Reihe © Moonhead / The Henry Moore Foundation 2016, Dauerleihgabe der Oberfrankenstiftung Bayreuth. Foto: FEIGFOTODESIGN, Selb

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Mi 28. September 2016

Kunsthalle Bielefeld zeigt Ausstellung zu Hans Hofmann

Die Kunsthalle Bielefeld zeigt ab dem 5.11.2016 die Ausstellung „Creation in Form and Color:Hans Hofmann“. Die Ausstellung setzt sich insbesondere zum Ziel, Hans Hofmann als einen der wichtigsten Künstler und Kunstlehrer der amerikanischen Moderne des 20. Jahrhunderts sowohl vor dem Hintergrund seiner europäischen Tradition zu verstehen, als auch seine Auseinandersetzung mit den Einflüssen und Erfahrungen seiner amerikanischen Wahlheimat zu gewichten und mit seiner Lehre und seinem Werk seine besondere Bedeutung als künstlerischer Mittler zwischen den Kontinenten zu betonen. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit des Berkley Art Museum and Pacific Film Archive der University of California (BAMPFA) und der Kunsthalle Bielefeld entstanden.

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Bildquelle: Hans Hofmann, Indian Summer, 1959, Öl auf Leinwand, 152,7 x 178,43 cm
University of California, Berkeley Art Museum und Pacific Film Archive. Schenkung von Hans Hofmann, 1965
© JPMorgan Chase Bank, N.A., and Patricia A. Gallagher, Trustees of the Renate, Hans and Maria Hofmann Trust.

Sie basiert auf einer präzisen Werkauswahl von ca. 60 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen, die die gesamte
Schaffenszeit des Künstlers von den 1920er-bis in die frühen 1960er-Jahre umspannen und aus dem Berkeley Art Museum sowie bedeutenden amerikanischen und europäischen Museen und Privatsammlungen als Leihgaben zur Verfügung gestellt werden.
Trotz seiner grundlegenden Bedeutung für die Entwicklung der modernen Kunst in Amerika, wo ihm schon
zu Lebzeiten bedeutende Ausstellungen gewidmet wurden, gehört Hans Hofmann in Deutschland und Europa immer
noch zu den weniger bekannten Avantgardisten der Moderne.

Laufzeit der Ausstellung 5.11.2016 bis 5.3.2017

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Mo 26. September 2016

Kunstverein Münsterland zeigt Wahrheiten

Noch bis zum 23.10 zeigt der Kunstverein Münsterland e.V. in Coesfeld die Ausstellung Wahrheiten, Zeitgenössische Kunst der SØR RUSCHE SAMMLUNG im Dialog mit alten Meistern.

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Bildquelle: Herman III Saftleven, Ausblick auf ein Flusstal (Rheinfantasie) *1609 Rotterdam SØR RUSCHE SAMMLUNG OELDE/ BERLIN

Zur Finissage am 23.10 wird noch einmal eine Führung durch die sehenswerte Ausstellung angeboten. Die Suche nach Wahrheit, kann auch die Suche nach dem richtigen Leben sein, oder so verstanden werden.
Die Wahrheit ist in der Gegenwart mindestens genauso problematisch, wie sie in den vergangenen Jahrhunderten war.
Daher ist eine Dialogausstellung mit alten Meistern und junger Kunst immer Spannend.

Künstlerliste:

Christian Achenbach, *1978 Siegen, Martin Assig, *1959 Schweden,BEZA, *1974 Warschau,Manuele Cerutti, *1976 Moncalieri,Jan Dörre, *1967 Arnstadt,Marcel van Eeden, *1965 Den Haag, Jana Gunstheimer, *1974 Zwickau,Katrin Heichel, *1972 Leipzig, Leiko Ikemura, *1951 Tsu, Robert Klümpen, *1973 Issum, Matej Kosir, *1978 Kranj, Clemens Krauss, *1979 Graz, Sven Kroner, 1973 Kempten, Alicja Kwade, *1979 Kattowice, Carina Linge, *1976 Cuxhaven, James Lloyd, *1971 London, Ingo Mittelstaedt, *1978 Berlin, Nathan Peter, *1978 Minneapolis, Jochen Plogsties, *1974 Cochem, Ulf Puder, *1958 Leipzig, Johannes Rochhausen, *1981 Leipzig, Peter Ruehle, *1975 Dresden

Alte Meister (Reproduktionen), Herman III Saftleven, *1609 Rotterdam, Pieter de Bloot, *1601 Rotterdam, Cornelis Norbertus Gysbrechts, *ca. 1610 Antwerpen?, Michiel van Musscher, *1645 Rotterdam, Michaelina Woutiers, *ca. 1620 Mons




Fr 23. September 2016

Deichtorhallen zeigen INTERNATIONALE KUNST DER GEGENWART die Sammlung Viehof

Mit der Sammlung Viehof präsentieren die Deichtorhallen Hamburg vom 1. Oktober 2016 bis zum 22. Januar 2017 an zwei Standorten, der Halle für aktuelle Kunst und der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg, eine der bedeutendsten deutschen Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst. Über 850 Werke von 75 Künstlern werden die Deichtorhallen in ein temporäres Museum der Gegenwartskunst verwandeln.

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Bildquelle: Plakat Sammlung Viehof, Deichtorhallen

Die Sammlung Viehof, in die wichtige Teile der Sammlung Speck und Sammlung Rheingold eingeflossen sind, vereint Werke aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Installation und Video mit Schwerpunkt auf deutsche Kunst von der Nachkriegszeit bis heute. Im Zentrum der Ausstellung stehen hochkarätige Konvolute einzelner Künstler, darunter Georg Baselitz, Joseph Beuys, Candida Höfer, Jörg Immendorff, Sigmar Polke, Daniel Richter und Rosemarie Trockel.

Die vollständig aus den Beständen der Sammlung gebildete und von Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow kuratierte Überblicksschau zeigt erstmals die Tiefe dieser Sammlung in einem Überblick: vom Minimalismus, für die Namen wie Carl Andre oder Dan Flavin stehen, über die 1980er Jahre in Köln, die von Walter Dahn, Georg Herold, Martin Kippenberger oder Albert Oehlen geprägt worden sind, die Düsseldorfer Fotoschule mit Candida Höfer, Thomas Struth, Thomas Ruff und Jörg Sasse bis hin zum zukunftsträchtigen Feld figurativer Kunst des 21. Jahrhunderts, das mit exemplarischen Werken von Peter Doig, Neo Rauch, Daniel Richter, Tal R, Corinne Wasmuht und vielen anderen mehr vertreten ist.

An jedem ersten Sonntag im Monat verkehrt ein kostenloser Bus-Shuttle von den Deichtorhallen zur Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg. Begleitend zu der Ausstellung erscheint ein Katalog im Snoeck Verlag und es stehen ein multimedialer Ausstellungsguide sowie eine spezielle App für Familien zur Verfügung.

Die Ausstellung wird durch Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg am Freitag, 30. September 2016 um 19.30 Uhr eröffnet.

MIT WERKEN U.A. VON:
Georg Baselitz, Joseph Beuys, Peter Doig, Bob Dylan, Candida Höfer, Jörg Immendorff, Martin Kippenberger, Sigmar Polke, Neo Rauch, Daniel Richter, Cindy Sherman, Thomas Struth, Wolfgang Tillmans, Rosemarie Trockel, Jeff Wall, Andy Warhol, u.v.m.

SAMMLUNG VIEHOF INTERNATIONALE KUNST DER GEGENWART
1. OKTOBER 2016 – 22. JANUAR 2017
HALLE FÜR AKTUELLE KUNST & SAMMLUNG FALCKENBERG, Deichtorhallen Hamburg

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Mi 21. September 2016

Karin Kneffel – Cologne Fine Art-Preisträgerin 2016

Wie die Kölnmesse und der Bundesverband der deutschen Galerien mitteilte wird der diesjährige Cologne Fin Art-Preis an die Kunstprofessorin und Künstlerin Karin Kneffel verliehen.

 

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Bildquelle: Karin Kneffel | 2016 | © Foto: Sven Vogel, Köln 

Kneffel hat sich vor langer Zeit vollkommen der Malerei verschrieben. Und das macht Spaß ihre Arbeiten zu sehen. Der große Schokopudding, aus einer Bielefelder Privatsammlung in der Villa Zanders zuletzt gezeigt oder auch ihre farbsatten Aquarelle und Radierungen erscheinen wie Gemälde. Herzlichen Glückwunsch.

Und das kennt man von der 1957 in Marl geborenen Künstlerin und in München lehrende Professorin:

Mit Motiven von Früchten – die auf all ihren bevorzugten Bildträgern zu finden sind – wurde Karin Kneffel um die Jahrtausendwende einem breiten Publikum bekannt. Die reifen, übergroßen, mit äußerster Delikatesse präzise gemalten Kirschen, Birnen, Beeren und Pfirsiche versetzen jedes Auge in helle Freude.

Künstler dirigieren Blicke. Fand der Blick des Betrachters bei ihren frühen Bildern noch Halt am „realistisch“ Dargestellten, so gerät er angesichts der Komplexität neuerer Werke zusehends ins Schwanken, sucht nach festem Grund und läuft mitunter in die Irre. Durch Brechung der Perspektive: wenn Hunde auf diagonal geklapptem Teppich ruhen; durch Aufhebung der Gravitation: wenn ein Tisch in Untersicht an einem oberen Bildrand hängend erscheint; durch Inversion des Raumes: wenn sich der Hintergrund nach vorne schiebt oder durch Spiegelung oben zu unten wird. Sehgewohnheiten havarieren vor Kneffels Szenerien und geraten in lustvolle Sehnot auf der Suche nach des Rätsels Lösung.

Lichtreflexe, diffuse Schatten und magische Leuchtquellen, Blicke durch Fenster in Interieurs oder aus diesen heraus, mit Kondenswasser beschlagene Scheiben, frei im Raum schwebende Tropfen und schemenhafte Gebilde: mit diesen bildnerischen Strategien entmaterialisiert die Künstlerin die Welt der Dinge und bringt den Betrachter zum Staunen, wie dies überhaupt zu malen möglich sei. Karin Kneffel kann es. Mit virtuoser, fast an Zauberei grenzender Meisterschaft.

Der Cologne Fine Art-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird gemeinsam von der Koelnmesse und dem Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) anlässlich der Cologne Fine Art vergeben. In einer Sonderschau werden dort ausgewählte Arbeiten von Karin Kneffel zu sehen sein.

Die bisherigen Preisträger (Auswahl): Dieter Roth, Thomas Bayrle, Astrid Klein, Sigmar Polke, Thomas Schütte, Gert und Uwe Tobias, Katharina Sieverding, Jörg Sasse, Georg Baselitz, Andreas Schulze, Günther Uecker, Tony Cragg, Jürgen Klauke, Leiko Ikemura und Candida Höfer.

Cologne Fine Art und COFA Contemporary:
Köln-Deutz Messegelände, Halle 1, 17. bis 20. November 2016
täglich 11:00 – 19:00 Uhr, am 20. November 11 – 18 Uhr
www.colognefineart.de

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Mi 21. September 2016

William Kentridge 2017 in Salzburg

Die umfassende Ausstellung des südafrikanischen Künstlers William Kentridge (Johannesburg, ZA, 1955) wird ab 29. Juli 2017 im Museum der Moderne Salzburg zu sehen sein. Ein Teil der Werkschau wird am 21. September 2016 in der Whitechapel Gallery in London eröffnet, mit der die Ausstellung koproduziert wurde. Am Museum der Moderne Salzburg wird diese, um einige seiner jüngsten Werke erweitert, auf der großen Ausstellungsebene 4 am Mönchsberg eingerichtet; im Rupertinum wird zusätzlich eine eigene Sektion über die Theater- und Opernarbeit von Kentridge zu sehen sein. Die Ausstellung geht damit auch auf das Programm der Salzburger Festspiele 2017 ein, da William Kentridge die Oper Wozzeck von Alban Berg inszenieren wird.

kentridge_thick-time_salzburg Bildquelle: Plakat der Ausstellung

William Kentridge
Thick Time. Installationen und Inszenierungen
29. Juli – 5. November 2017
Mönchsberg, Ebene 4 & Auditorium
Rupertinum, Ebenen 1 & 2




Mi 21. September 2016

Neue Sachlichkeit in Berlin

Die Ausstellung „Surreale Sachlichkeit. Werke der 1920er- und 1930er-Jahre aus der Sammlung der Nationalgalerie“ in der Sammlung Scharf-Gerstenberg macht dem Publikum Werke der Neuen Sachlichkeit aus der Sammlung der Nationalgalerie während der sanierungsbedingten Schließung des Mies van der Rohe-Baus zugänglich. Gleichzeitig betont sie die Bedeutung der Klassischen Moderne für die Standorte der Nationalgalerie in Charlottenburg und ergänzt die Präsentation im wiedereröffneten Erweiterungsbau des Museum Berggruen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Sandstein Verlag.

Tatsächlich haben beide Anfang der 1920er-Jahre in Frankreich und Deutschland entstandenen Kunstrichtungen mehr gemeinsam, als man zunächst vermuten möchte. Die Gegenüberstellung von ausgewählten Werken lenkt die Aufmerksamkeit auf den „psychischen Raum“, der überraschend oft auch in der Kunst der Neuen Sachlichkeit mitschwingt, ohne dabei explizit zu werden. Die Ausstellung beleuchtet den surrealen Anteil der Neuen Sachlichkeit, der den Bildern oftmals ihre eigentliche Tiefendimension verleiht. Präsentiert wird mit rund 80 Werken ein breites Spektrum der Bewegung aus der Sammlung der Nationalgalerie. Berühmte Gemälde von Künstlern wie Otto Dix, und Alexander Kanoldt, aber auch seltener gezeigte Gemälde von Paula Lauenstein oder Konrad Adolf Lattner treffen auf Werke von Surrealisten wie Max Ernst und René Magritte, die den Blick auf das Sonderbare, Geheimnisvolle, mitunter Absurde der Neuen Sachlichkeit lenken.

Die Ausstellung macht dem Publikum Werke der Neuen Sachlichkeit aus der Sammlung der Nationalgalerie während der sanierungsbedingten Schließung des Mies van der Rohe-Baus zugänglich. Gleichzeitig betont sie die Bedeutung der Klassischen Moderne für die Standorte der Nationalgalerie in Charlottenburg und ergänzt die Präsentation im wiedereröffneten Erweiterungsbau des Museum Berggruen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Sandstein Verlag.

Laufzeit der Ausstellung: 13. Oktober 2016 – 23. April 2017




Fr 16. September 2016

Skulpturenpark Waldfrieden zeigt Mnemosyne von Anne und Patrick Poirier

Der Ausstellungstitel „Mnemosyne“ verweist auf die Erinnerung als das zentrale Thema der künstlerischen Arbeit der Poiriers. Im Laufe der Jahre verwendeten sie unterschiedliche visuelle und räumliche Metaphern im Bemühen, die Struktur dieser schwer fasslichen Memoria zu vergegenwärtigen. Früh begeisterten sie sich für die Archäologie und erkannten einen symbolischen Zusammenhang zwischen Architektur und Erinnerung. Aus diesem Ansatz heraus entstanden die Großplastiken „Mnemosyne“, ein Stadtmodell in der Grundform eines Gehirns, sowie „Oranopolis“, die im Rahmen der Ausstellung gezeigt werden.

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Bildquelle: Mnémosyne-1990-tempera-sur-bois-30-x-700-x-500-cm-coll-A-P-Poirier-courtesy-Galerie-Mitterrand-photo-Aurélien-Mole

Unter dem Titel „MNÈMOSYNE“ präsentiert der Skulpturenpark Waldfrieden vom 29. Oktober 2016 bis zum 8. Januar 2017 großformatige plastische Arbeiten des französischen Künstlerehepaars Anne und Patrick Poirier.

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Fr 16. September 2016

Horst Antes im Kunstverein Oerlinghausen

Der Kunstverein Oerlinghausen, der in seinem Domizil in der Alten Synagoge einen sehr speziellen und sogar sehr spirituellen Ort für seine Arbeit hat, hat wieder eine großen Namen zu Gast. Fast passend zum 80ten Geburtstag ist der heute in Karlsruhe und in der Toscana lebenden Künstler Horst Antes zu Gast.
Als Erfinder der “Kopffüssler” hat der weltruhm erlangt. Die Figuren ähneln stark reduzierten Scherenschnitten und Kopf und stark reduzierte Silhouette haben sind unverwechselbar.

In Oerlinghausen zeigt Antes Arbeiten aus der Werkgruppe »Votive«.
Antes nimmt die Bezugspunkte der menschlichen Figur und bündelt sie in einem Existenzraum. Aus dünn ausgewalztem und gestanztem Goldblech sind Figur und ihr zugeordnete Gegenstände auf einer kleinen Schaubühne platziert. Unter einer durchsichtigen Hülle werden sie in ein räumliches Bezugssystem von äußeren ästhetischen Verweisen und inneren Verflechtungen versetzt.
Der zur Verfügung stehende Ausstellungsraum der klar und hell ist ist kaum gefüllt mit den Arbeiten die innen zu sehen sind.
Dadurch ist das ganze kraftvoll und stark, aber auch anrührend und verletzlich. Das Goldblech wird zu einem hellen Fixstern und legt die Idee nach Innen zum Kern des Mensch, der er selber ist.
Im Außen sind 5 Figuren der Werkgruppe Figur 1000 zu sehen. 2 Meter groß, verrostet und gleichformig. Was für ein starker leiser Kontrast.
Die Ausstellung Votiv von Horst Antes ist noch bis zum 9. Oktober 2016 im Kunstverein Oerlinghausen , Alte Synagoge, zu sehen.

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