KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Do 11. Februar 2016

KunstKompakt 13 in der Alten Spedition Gladbeck

Vom 19.02. bis 13.03.2016 lädt die Galerie Alte Spedition in Gladbeck wieder zu KunstKompakt 13 ein.

Zehn Künstler aus dem In- und Ausland zeigen Bilder, Objekte und Skulpturen in der Alten Spedition.

Bildquelle: Alte Spedition, Gladbeck

Teilnehmende Künstler diesmal: Ursula Commandeur, Karoline Dumpe, Jürgen Marose, Joost Meyer, Laura Nieto, Arsentij Pawlow, Nicole Pfund, Ute Schätzmüller, Welf Schiefer, Reinhard Wieczorek




Mi 10. Februar 2016

Kunsthalle Emden zeigt Vitaminbombe – Früchtebilder

Wenn in der Kunsthalle Emden ab dem 13. Februar die Ausstellung “VITAMINBOMBE. Früchtebilder von Picasso bis Warhol” (13.2. – 29.5.2016) läuft, kann man sich auch fragen, ob das die kunsthistorische Antwort auf den Smoothieboom ist. Oder ob das Wort Stillleben mit Früchten eher unsexy ist. Aber egal mal eine interessante Idee, bekannte Arbeiten neu zu arrangieren.Aber jetzt zeigt die Kunsthalle Exponate aus einer Privatsammlung und wenn andere Leute Tische sammeln, warum nicht auch Früchte.

In den vergangenen 40 Jahren hat der Unternehmer, Wissenschaftler und Stifter Professor Dr. Rainer Wild eine private Kunstsammlung aufgebaut, die allein auf das Abbild der Frucht in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts fokussiert ist. Über 300 Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Grafiken sowie plastische Arbeiten und jüngst auch Videos zählen zu der weltweit einzigartigen Sammlung.

Wild Lesser Ury

Bildquelle: Lesser Ury (1861–1931), Früchtestilleben, o. J., Pastell auf Presspappe, 34,4 x 49,3 cm, Sammlung Dr. Rainer Wild, Heidelberg

Die Ausstellung präsentiert mit 115 Werken einen Querschnitt aus der Sammlung in 15 Kapiteln, nach Fruchtsorten geordnet. Die große stilistische Spannweite der Auswahl reicht von der Klassischen Moderne über die Kunst nach 1945 bis in die Gegenwart. So führt sie international anerkannte Künstler von Arman über Paul Klee oder Pablo Picasso bis zu Thomas Zipp zusammen, und lädt zugleich zur Entdeckung bislang unbekannterer Kunstschaffender ein. Erläuterungen zur botanischen Herkunft, Tradition und Bedeutung in der Kunstgeschichte sowie gesundheitlichen Auswirkungen auf den Organismus machen den Ausstellungsbesuch zu einem oftmals überraschenden und aufschlussreichen Natur-Spaziergang im Museum.

Galerie Hofffmannarchäow




Di 9. Februar 2016

Ren Rong im Osthaus Museum Hagen

Das Osthaus Museum Hagen zeigt von dem bekannten chinesischen Künstler Ren Rong eine umfassende Retrospektive. Die von dem Museumsleiter Tayfun Belgin und Detlef H. Mache kuratierte Ausstellung zeigt einen retrospektiven Querschnitt von Papierschnitten, Holzreliefs, Wachsobjekten, Prägedrucken, Frottagearbeiten und Stahlskulpturen aus der 30-jährigen Schaffensperiode des Künstlers Ren Rong.
Seine Pflanzenmenschen und die großformatigen Eisenarbeiten dieser verschlungenen Spezies haben sich in den vergangenen Jahren eine Platz in der deutschen Kunstrezeption der zeitgenössischen chinesischen Kunst erarbeitet.
Die Vernissage der Ausstellung ist am Samstag, den 20. Februar 2016 um 16 Uhr. Die Laufzeit der Ausstellung ist vom 21.2. bis zum 15. Mai 2016

Bildquelle: Ren Rong, Galerie Hoffmann Contemporary Art

Anlässlich der Eröffnung sprechen: Dr. Tayfun Belgin Direktor des Osthaus Museums Hagen, Thomas HuyengKulturdezernent der Stadt Hagen und Prof. Dr. Detlef H. Mache | Vorsitzender des Vorstandes Bildung-Kultur e.V. Witten.
Der Künstler Ren Rong ist anwesend | Musikalische Begleitung durch Sibylle Wagner, Cembalo.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunstverein Bildung-Kultur Witten. Im Rahmen der Ausstellung erscheint ein Katalog.




Di 9. Februar 2016

Das goldene Zeitalter der spanischen Kunst in Berlin

Unter dem Titel El Siglo de Oro – das goldene Zeitalter der spanischen Kunst wird ab Juni eine umfassende Ausstellung die faszinierende Vielfalt der Malerei und Skulptur des 17. Jahrhunderts in Spanien auch außerhalb Spaniens gezeigt. Alle sind dabei: Velázquez,El Greco, Francisco de Zurbarán und Bartolomé E. Murillo sowie bislang kaum bekannten Künstlern wie Alonso Cano und Gregorio Fernández. Gut 150 Arbeiten.

Am Beispiel der Kunstzentren Toledo, Valencia, Sevilla und Madrid zeichnet die Ausstellung den historischen Wandel Spaniens nach, dessen Kunstpro-duktion untrennbar mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des 17. Jahrhunderts verbunden ist: Die spanische Kunst erreichte in einer Zeit ihren Höhepunkt, in der das zuvor mächtigste Land Europas mit dem kontinuierlichen Verlust politischer Macht und dem wachsenden Einfluss des Protestantismus konfrontiert war. Die sich im Spannungsfeld zwischen König und Kirche entwickelnde Bildsprache und Ikonographie diente primär als Instrument der politischen Propaganda und zur Vortäuschung vermeintlicher Stärke und Stabilität. Die Ausstellung bietet nun die einmalige Gelegenheit, diese bedeutende Epoche der europäischen Kunstgeschichte anhand von Originalen der Malerei, Bildhauerei und Zeichnung kennenzulernen.

In der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin, die eine der bedeutendsten Sammlungen spanischer Gemälde in Deutschland besitzt, wird ab dem 1. Juli 2016 dank zahlreicher internationaler Leihgaben – viele davon sind erstmalig hierzulande zu sehen – der Reichtum der spanischen Kunst des 17. Jahrhunderts in einer groß angelegten Sonderausstellung zu sehen sein. Zentraler Aspekt ist die vergleichende Betrachtung der Entwicklung von Malerei und der bisher kaum beachteten Bildhauerkunst.

Die Ausstellung El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez läuft vom 1. Juli – 30. Oktober 2016
Eine Ausstellung der Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit der Kunsthalle München




Di 9. Februar 2016

Staatsgalerie Stuttgart zeigt Giorgio de Chirico

Unter dem Titel Giorgio de Chirico – Magie der Moderne zeigt die Stuttgarter Staatsgalerie vom 18.03. bis zum 03.07.2016 Meisterwerke des italiensichen surrealen Großmeisters.

Ausgehend von de Chiricos Stuttgarter Gemälde »Metaphysisches Interieur mit großer Fabrik« (1916) versammelt die Ausstellung die wichtigsten Werke des Künstlers aus diesen Jahren und setzt sie in einen Dialog mit originalen Meisterwerken beispielsweise von Dalí, Magritte, Ernst oder Grosz. Die Präsentation dokumentiert so einen der wichtigsten Wendepunkte in der Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert.

Während seiner Stationierung in Ferrara zwischen 1915 und 1918 entwickelt de Chirico gemeinsam mit Carlo Carrà eine eigene Bildwelt voller symbolischer Anspielungen und verstörender Elemente. Innerhalb weniger Jahre breitet sich ihre innovative Bildsprache der pittura metafisica in ganz Europa aus. Zahlreiche Künstler gestalten mit mysteriösen Objekten bevölkerte Innenräume und greifen Motive wie das Bild im Bild, der Mensch als Puppe oder der Raum als Bühne auf.

Die Ausstellung wird organisiert von der Staatsgalerie Stuttgart und der Fondazione Ferrara Arte.
Eintritt: 12€, ermäßigt 10€, inklusive Sammlung




Di 9. Februar 2016

Manierismus in Frankfurt : Pontormo, Bronzino und das Florenz der Medici

Pontormo, Bronzino und das Florenz der Medici“. Anhand von rund 120 bedeutenden Leihgaben wird dem Publikum erstmals in Deutschland ein zentrales Kapitel der italienischen Kunstgeschichte in seiner ganzen Bandbreite vorgestellt: der Florentiner Manierismus. Zu sehen sind Werke u. a. von Jacopo Pontormo, Agnolo Bronzino, Andrea del Sarto, Rosso Fiorentino und Giorgio Vasari.

Insgesamt 50 Gemälde sowie 81 Zeichnungen, Skulpturen und Exponate weiterer Gattungen bieten eine außerhalb von Florenz noch nie dagewesene Übersicht zu einer stilprägenden Epoche, die der Kunstgeschichtsschreiber Vasari mit dem schillernden Begriff „maniera“ charakterisiert hat. Die Ausstellung widmet sich Florenz als dem ersten Zentrum des europäischen Manierismus und spannt einen historischen Bogen von der Rückkehr der Medici nach Florenz 1512 und den ersten künstlerischen Gehversuchen der neuen Generation um Pontormo und Rosso bis hin zu den 1568 in der zweiten Auflage veröffentlichten, bis heute einflussreichen Viten Giorgio Vasaris.

Mit Leonardo, Michelangelo und Raffael gilt die Epoche der Hochrenaissance zu Beginn des 16. Jahrhunderts als ein Höhepunkt der Kunstentwicklung in Italien. Die Ausstellung im Städel Museum führt nun in insgesamt acht Kapiteln mit verschiedenen zeitlichen und thematischen Schwerpunkten eindrücklich vor Augen, dass einige besonders herausragende künstlerische Leistungen erst durch die beiden auf die Hochrenaissance folgenden Künstlergenerationen erbracht wurden.

Aufbauend auf den Florentiner Ausstellungen „L’officina della maniera“ (1996/97), „Bronzino. Pittore e poeta alla corte dei Medici“ (2010/11) und „Pontormo e Rosso Fiorentino. Divergenti vie della maniera“ (2014) präsentiert die Sonderausstellung im Städel Museum eine Gesamtschau der Malerei des Manierismus in Florenz im Kontext weiterer Kunstgattungen und der Stadtgeschichte. Zeitlich und topografisch knüpft die Schau damit an die erfolgreiche Städel Ausstellung „Botticelli. Bildnis, Mythos, Andacht“ von 2009/10 an.

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Bildquelle: Schirn: Agnolo Bronzino (1503–1572), Heiliger Sebastian, um 1528/29

Die Präsentation erstreckt sich über beide Etagen des Ausstellungshauses. Zu Beginn widmet sich die Ausstellung „Maniera“ mit Pontormo und Rosso Fiorentino den prominentesten Vertretern der jungen Florentiner Malergeneration. Anhand verschiedener Varianten des florentinischen Bildthemas der „Madonna mit Kind und dem Johannesknaben“ wird deutlich, dass Pontormo und Rosso sich von den künstlerischen Idealen der Hochrenaissance – hier repräsentiert durch Raffael – zunehmend abwenden und dabei bewusst mit den damals geltenden Gestaltungsregeln spielen. Mit dem Bildnis eines Goldschmiedes (um 1518, Musée du Louvre, Paris) erweist sich Pontormo zudem als innovativer Porträtist seiner Zeit. Pontormos Zeichnungen jener Phase sind von einer kaum zu überbietenden Dynamik geprägt. Besonders deutlich wird dies etwa an dem Werk Drei männliche Aktstudien (um 1517, Musée des Beaux-Arts, Lille).

Ausstellungsdauer: 24. Februar bis 5. Juni 2016 im Städel Museum Frankfurt




Di 9. Februar 2016

Emil Schumacher BOSCONE – FASZINATION BAUM in Hagen

Überraschung, geradezu einen Schock, löste nach Jahrzehnten der Abstraktion das plötzliche Auftauchen neuer Figurationen in den Bildern Emil Schumachers bei Publikum wie Kunstkritik aus. Die Irritation darüber hätte kaum größer sein können und wirkt bis heute nach. Doch das reale Erscheinungsbild des Baumes, wie zahlreicher anderer Figurationen, ist im Schaffen des gestisch-abstrakten Malers eine der Konstanten, die nach der gänzlich abstrakten Werkphasen als Motiv noch einmal neue Bedeutung erlangten. Über das im Spätwerk wiederkehrende Motiv Baum lässt sich die Umwandlung des Naturerlebens in die Bildsprache des Künstlers nachempfinden. In rund 70 Bildern, Gouachen und Grafiken aus dem Früh- und Spätwerk des Malers, die für die Ausstellung nicht zuletzt dank der Bereitschaft zahlreicher privater Leihgeber zusammen gestellt werden konnten, spiegelt sich eindrucksvoll das Augenerlebnis Schumachers in der Natur wider.

Das künstlerische Ringen Emil Schumachers mit dem Material um die Preisgabe seiner sinnlichen Kraft ist allen Bildern, Gouachen und Objekten seines OEuvres eingeschrieben. Mit den Mitteln der Malerei überdehnt und erweitert Schumacher im Schaffensprozess wiederholt die Grenzen zum bildhauerischen Relief.
Die banale Realität gefundener Gegenstände (Objets Trouvés) wandelt der Maler dabei aus der Sinnlichkeit ihres Materials mit nur im Kunstwerk möglicher Magie.

Der zur Ausstellung im Verlag Kettler, Dortmund, erscheinende bibliophil ausgestattete Katalog dokumentiert erstmalig dieses zugleich reizvolle und für den Maler selbst wichtige Thema auf 96 Seiten und mit rund 90 Abbildungen, einem Vorwort von Ulrich Schumacher sowie einer Einführung von Rouven Lotz. Leineneinband mit aufwändiger Prägung, € 19,90 (€ 24,90 im Buchhandel).

BILD UND OBJET TROUVÉ – VON DER MAGIE UND SINNLICHKEIT DES MATERIALS
bis 14. Februar 2016




Fr 5. Februar 2016

Schöner als die Wirklichkeit – Die Stillleben des Balthasar van der Ast in Aachen

Im Suermondt-Ludwig-Museum in AAchen geht es jetzt rund und schön zu mit der Ausstellung „Schöner als die Wirklichkeit – Die Stillleben des Balthasar van der Ast (1593/94-1657)“ die vom 10. März bis 05. Juni 2016
läuft.

Tulpe Sommerschön Bildquelle: Die Tulpe Sommerschön, Privatbesitz

Jetzt ist auch die „Tulpe Sommerschön“ dabei. So kostbar und elegant, dass der Barockmaler Balthasar van der Ast ihr Antlitz in einem Einzelporträt festgehalten hat, durfte sie in der Frühjahrs-Ausstellung
„Schöner als die Wirklichkeit. Die Stillleben des Balthasar van der Ast (1593/94-1657)“ im Aachener Suermondt-Ludwig-Museum nicht fehlen.
Daher machte sich Kuratorin Sarvenaz Ayooghi auf die Suche nach dem verschollenen Meisterstück, wurde fündig – und konnte den heutigen Eigentümer überzeugen, das Gemälde nach Aachen auszuleihen. Dort ist esTeil einer Präsentation der 40 wichtigsten Gemälde und einigen Gouachen des niederländischen Meistermalers, ausnahmslos Exponate von hoher Qualität, die in dieser Zusammenstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Erarbeitet haben die umfassende Ausstellung das Suermondt-Ludwig-Museum Aachen und die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha.

Balthasar van der Ast nimmt einen wichtigen Platz in der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts ein und ist innerhalb der Stilllebenmalerei des sogenannten „Goldenen Zeitalters“ einer der herausragenden Künstler. Er war in den Städten Middelburg, Utrecht und Delft tätig, wo er zunächst neue Einflüsse aufnahm, aber auch selbst der
Stilllebenmalerei in Utrecht und Delft neue Impulse gab. Daher ist es umso erstaunlicher, dass ihm bislang noch keine monografische Ausstellung gewidmet wurde, die die ganze Bandbreite seines Schaffens wissenschaftlich beleuchtet. Bisher waren immer nur einzelne Werke in größeren Übersichtsausstellungen vertreten.

Balthasar van der Ast ist ein Meister seines Fachs, vor allem in der Sparte der Blumenstillleben, die er mit damals noch ungewöhnlichen Motiven wie Schneckenhäusern, Muscheln, Eidechsen oder auch kostbarem
chinesischen Porzellan bereicherte. Es entstanden Blumen- und Früchtestillleben auf höchstem künstlerischen Niveau, augentäuschende Capriccios, die durch die Verwendung der teils exotischen Gegenstände sowohl die internationalen Handelsbeziehungen der Niederländer als auch das wissenschaftliche Interesse an der genauen Erfassung der Natur widerspiegeln.

Die meisten der für die Ausstellung ausgesuchten Werke stammen aus europäischen Museumssammlungen. Leihgeber sind unter anderem renommierte Institute wie der Pariser Louvre, die Londoner National Gallery, das
Amsterdamer Rijksmuseum, das Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid.Weiterhin werden wichtige Arbeiten auf Papier aus den Sammlungen der Fondation Custodia in Paris und des British Museum in London gezeigt.

Längere Öffnungszeiten während der TEFAF vom 11.-20.03.2016:
Di-So 11.00-18.00 Uhr, Mi 11.00-20.00 Uhr!

Suermondt-Ludwig-Museum
Wilhelmstr. 18, 52070 Aachen
Fon: +49 241 47980 40
Fax: +49 241 37075
info@suermondt-ludwigmuseum.de
www.suermondt-ludwigmuseum.de




Fr 5. Februar 2016

Natur als Kunst – Die Landschaft im 19. Jahrhundert – Schloss Moyland

Die künstlerische Darstellung von Landschaft erfährt Anfang des 19. Jahrhunderts einen tiefgreifenden Wandel. Inmitten der Natur entstehen in Malerei und Fotografie Werke von hoher Innovationskraft. Die Ausstellung Natur als Kunst macht ihre komplexe Einflussnahme in einer einmaligen Gegenüberstellung sichtbar.

Die neu entfachte Begeisterung für lokale Naturszenarien spiegelt sich auch in der Motivwahl wieder: Wald- und Wiesenlandschaften sowie Alpen- und Küstenregionen lösten die nach traditionellen Gesichtspunkten komponierte Landschaft allmählich ab. Die Spannbreite der Natur- und Kunstauffassung des ausgehenden 18. und 19. Jahrhunderts wird in der Ausstellung anhand repräsentativer Beispiele aus Deutschland und Frankreich abgebildet. Hier entsteht der „deutsche Wald“ als Sehnsuchtsmotiv einer ganzen Nation.

GeorgMariaEckert_Terrain_mit_Staemmen_236x_bf34f82c8a Bildquelle: Georg Maria Eckert, Terrain mit Stämmen (Durchblick auf das Schloss), Heidelberg, 1866-68, Münchner Stadtmuseum

In der Malerei und Fotografie kommt es Mitte des 19. Jahrhunderts zu bedeutenden technischen Neuerungen: Leicht handhabbare Tubenfarben und verbesserte fotografische Aufnahmeverfahren machten die Wiedergabe eines spontanen Natureindrucks erstmals möglich. Dabei führte der zeitgleiche Einsatz von Malerei und Fotografie zu einer intensiven Wechselwirkung: Während die Natur- und Landschaftsfotografie als Vorlagenstudie große Be-deutung für die Landschaftsmaler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte, entwickelte die Fotografie eine an die Malerei und Druckgrafik angelehnte Bildwelt und Ästhetik. Das Wechselspiel von Ölmalerei und Fotografie wird an ausgewählten Werken der Sammlung der Christoph Heilmann Stiftung am Lenbachhaus in München und der Sammlung Fotografie am Münchner Stadtmuseum deutlich gemacht. Auf einer Reise von Berlin über München ins französische Barbizon lässt sich die Spannbreite der Natur- und Kunstauffassung des ausgehenden 18. und 19. Jahrhunderts entdecken.

Schloss Moyland: Ausstellung Natur als Kunst Landschaft im 19. Jahrhundert in Malerei und Fotografie
14. Februar bis 5. Juni 2016
Aus den Sammlungen der Christoph Heilmann Stiftung am Lenbachhaus München und des Münchner Stadtmuseums

 

Galerie Hofffmannarchäow




Do 4. Februar 2016

Raum Oberkassel zeigt Felix Contzen – Duck to Concrete

Felix Contzen arbeitet in den künstlerischen Medien Fotografie und Video mit traditionell analogen sowie neuen digitalen Techniken. Seine Werke entstehen weder intuitiv noch zufällig: Einem Forscher gleich lotet Contzen in Serien festgelegte Fragestellungen aus. Diese erscheinen bei oberflächlicher Betrachtung ab und an absurd, beinhalten jedoch stets ein existentielles Erkenntnismoment: Eine Katze landet immer auf ihren vier Pfoten, ein Marmeladenbrot fällt jedoch laut angenommenem Gesetz stets auf seine bestrichene Seite.

Felix Conzen

Bildquelle: Felix Conzen Duc to Concrete

Was passiert also, wenn eine Katze mit einem Marmeladenbrot auf dem Rücken vom Rand eines Tisches geschubst wird? Kann man toten Vögeln, aufgesammelt am Rand der Pariser Autobahn, illusorisch neues Leben einhauchen, indem man sie hochwirft und ihr Fallen fotografiert? Natürlich nicht. Wie Scherenschnitte bewegen sich die Kadaver in don’t let go ästhetisch schön, aber ohne jeden Sinn in der Luft. Der Versuch, sie wieder zum Leben zu erwecken, ist zum Scheitern verurteilt. Genauso wie die Suche nach dem Nichts, die Contzen 2011 und 2012 in die ganze Welt von Norwegen bis Afrika führte, als Auftrag nicht zu erfüllen ist. Hier greift jedoch die Theorie, dass genau das Scheitern -neben der damit verbundenen Erfahrung an sich -zu neuen (künstlerischen) Ergebnissen führt; in diesem Fall zu einer Serie Fotografien der Wüste, sowie zu einem Video, in dem Felix Contzen sich selbst unter dem Sand begräbt. Die Aktion des Künstlers ist also ein maßgeblicher Teil des fertigen Werkes.Diese teilweise gefährlichen, teilweise absurd-komischen Handlungen stehen in seltsamem Kontrast zu der ästhetischen Perfektion, welche die Fotografien des Künstlers durchweg ausstrahlen.
Blitzschlag, Wasserfälle, Nachtfotografien von Benzin-Feuern, Wald, Wüste –die Motive lassen klar erkennen, dass der Mensch im Werk von Felix Contzen nicht als die mächtige Krone der Schöpfung propagiert wird. Vielmehr geht es ihm um die Darstellung menschlicher Sterblichkeit angesichts der übermächtigen Natur. Das seltene Auftauchen und Verschwinden der Person des Künstlers selbst in den eigenen Videos, welches im quantitativen und qualitativen Vergleich zu eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen eindeutig eine untergeordnete Rolle spielt, kann als Synonym hierfür gelesen werden.
Text:Julia Ritterskamp, Düsseldorf

Die Eröffnung findet am Freitag, den 12. Februar von 18-21 Uhr statt.

Sonderöffnungszeiten während des Photo Weekends:

Freitag, 12. Februar, 18-21 Uhr

Samstag, 13. Februar, 12-20 Uhr

Sonntag, 14. Februar, 12-18 Uhr

Laufzeit der Ausstellung 12. Februar – 12. März 2016

RAUM e.V.
Sonderburgstr. 2 / 40545 Düsseldorf

Öffnungszeiten Sa 14-18 h / u. n. Vereinbarung / Tel 01520 8532231

www.raumoberkassel.de

Galerie Hofffmannarchäow