KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

So 20. Juli 2014

Kunstverein Duisburg zeigt neue Ausstellung

Der Kunstverein Duisburg eröffnet am 1. August 2014 um 19 Uhr im 1. OG. in den eigenen Räumen die neue Ausstellung ZwischenSein.
14 Künstlerinnen aus NRW präsentieren ihre Arbeiten zum Thema ZwischenSein, aus der Projektarbeit mit Prof. Qi Yang.
Die Künstlerinnen werden größtenteils anwesend sein.
Irmtraud Büttner, Gabriele Füting-Huyeng, Dorothee Impelmann,Annette Kaschner, Gudrun Kleffe, Karin Mahl, Petra Pauen, Renate Siefer, Marianne Stickelbruck, Monika Stolarczyk-Salehian, Monika Vos, Barbara Wylon, Ulrike Wamprecht, Justyna Weitz.

Zur Ausstellung wird eine Broschüre zum Preis von 5 Euro angeboten.Weitere Informationen.




Sa 19. Juli 2014

Revierkunst schreibt Minimesse aus

Revierkunst schreibt für Künstlerinnen und Künstler eine Minimesse in Bochum aus. Wer sich beteiligen möchte, hier ein paar fakten:

Am Wochenende vom 8. bis 9. November 2014 präsentiert die 3. Revierkunst ausgewählte und herausragende Künstler aus dem Ruhrgebiet.

Die Revierkunst findet in der Rotunde, dem historischen Katholikentagsbahnhof im Herzen von Bochum statt.
Im spannenden und stimmungsvollen Ambiente der Rotunde treffen Künstler, Sammler, Galeristen und kunstinteressiertes Publikum aufeinander.

Die Revierkunst versteht sich als Plattform für Künstler die im Ruhrgebiet leben oder arbeiten. Die Künstler vermarkten sich mit unserer Unterstützung auf der Ausstellung selbst. Die Revierkunst hat zum Ziel, viele Kunstszenen aus dem Ruhrgebiet unter einem Dach zu vereinen – sich kennenzulernen und ein breites Publikum zu erreichen.

Die Revierkunst nimmt fünf Gastkünstler auf. Durch dieses Konzept soll eine zusätzliche Vernetzung für die Künstler entstehen.

Alle Aussteller bewerben sich um den Revierkunstpreis, der als Publikumspreis konzipiert ist. Die Bewerbungsphase läuft bis 30. September 2014.
Die ausgewählten Künstler werden auf unserer Homepage bekanntgegeben und präsentiert.

Bildquelle: Logo der Veranstaltung
Die Revierkunst wird von der Stadt Bochum und den Stadtwerken Bochum unterstützt. Der Revierkunstpreis ist mit 1000 Euro dotiert und wird von den Stadtwerken Bochum gesponsert.

Die Bewerbungsmodalitäten können Sie der Homepage unter www.revierkunst.com entnehmen.

 




Sa 19. Juli 2014

Digital Art History – Züricher Erklärung zur digitalen Kunstgeschichte

Das sich Wissenschaften wie Geschichte und Kunstgeschichte auch mit den Aufgaben der neuen Zeit, der Archivierung und auch der Veränderung der Bildhoheit beschäftigen und nicht nur mit “klassischen Kunst – und Geschichtsfeldern” , ist unendlich wichtig für einen Wissenschaftsbegriff und ein Wissenschaftsethos, dass sich im christlichen Abendland entwickelt hat und heute in der globalisierten Medienwelt jenseits aller weltanschaulichen Grenzen niederschläg.  Wer macht was mit Bildern, Grenzen verschwimmen, in denen Weltanschauung und Machtfragen durch Religion verbrämt wird und der Kampf um die Köpfe durch Bilder geführt wird. Selbst Unterdrücker und Unterdrückte brauchen Bilder, werden Ikonen der Bildwelt manipuliert und eingesetzt.

Da kommt ein kluges und zeitgenössisches Statement, dass verbindende Grundlage werden soll gerade recht.  Zitat:

Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) hat gemeinsam mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich und dem Institut gta der ETH Zürich eine internationale Tagung zum Thema „Digitale Kunstgeschichte: Herausforderungen und Perspektiven“ einberufen. Das Arbeitstreffen vom 26. und 27. Juni 2014 bezweckte, in acht Workshops fachspezifische Positionen und Forderungen zu drängenden Fragestellungen im Zeichen des digitalen Wandels zu erarbeiten. …”

Danke an den Kollegen Christian Gries der unermüdlich diese Themen aufgreift.

 




Sa 19. Juli 2014

Programm der Berlin Summer University of the Arts 2014

Auch in diesem Jahr bietet die Berliner UdK wieder die Berlin Summer University of the Arts an. Das hochkarätig besetzte Programm bietet in den Sommermonaten internationale Weiterbildungsseminare und Workshops für Designer und Künstler an.

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Das Kursprogramm, dass hier nur in Auszügen vorgestellt wird, erstreckt sich von künstlerisch-fachlichen Kursen bis hin zu Überfachlichem in den Bereichen Start Up, Arts Management, Creative Leadership, Fundraising, Career Planning, Self Marketing etc.

Ein Auszug:

“Starting and Leading your own Creative Business” (4.-8.8.2014)
Mehr: http://www.udk-berlin.de/sites/sommerkurse/content/kurse_2014/creative_entrepreneurship/e239076/index_ger.html
Hier ein Video dazu:

Starting and Leading your own Successful Creative Business from Berlin Summer University on Vimeo.

“How to Design Matters of Concern” (25.-29.8.2014)
Mehr: http://www.udk-berlin.de/sites/sommerkurse/content/kurse_2014/design/e238749/index_ger.html
Und weil Bewegtbild einfach schön ist hier noch ein Video:

How to Design Matters of Concern from Berlin Summer University on Vimeo.

Weitere Infos unter:
Summer University of the Arts / International Summer School of Creative Entrepreneurship
Einsteinufer 43
Postfach 12 05 44 10595 Berlin
Tel. 030-31852087
Fax. 030-31852690
Web: www.udk-berlin.de/summer-courses
Facebook: http://www.facebook.com/UDKsummercourses




Sa 19. Juli 2014

Sommerinterview Galeriegeschäft heute

Die Lage des Kunsthandels muß rosig sein, irrwitzige Auktionserfolge, Kunst als Must Have der Life-Style Schickeria, Besucherrekorde auf den Kunstmessen und Berlin als die Kunstmetropole der Welt. Galeristin ein Traumberuf?

Hoffmann: Ja die Tätigkeit als Galeristin mit eigenen Räumen und eigener Verantwortung für die Kunst für die man selber brennt und für die Künstlerinnen und Künstler sich einzusetzen, an die man glaubt, die etwas zu sagen haben sich zu engagieren ist ein Traum. Aber es ist auch ein Geschäft, ohne Verkäufe keine Mittel zum Fördern, entdecken und Weiterentwicklen. Weiterlesen »




Fr 18. Juli 2014

Stadtschloss Wolfsburg verhüllt Kunstpreisträgerin Bettina Pousttchi

Was eine coole Idee und tolle Umsetzung im Rahmen des Wolfsburger Kunstpreis „Junge Stadt sieht Junge Kunst“ ist jetzt von der Preisträgerin Bettina Pousttchi eine interessante Variante der “Retromanie” an das Stadtschloss von Wolfsburg gebracht worden.

Auf 2.150 m² hat Bettina Pousttchi eine Fotoinstallation auf einer Plane angebracht, die den Nordflügel des Schlosses und die Seitenflanken bedeckt. „The City“ nimmt Bezug auf die Geschichte Wolfsburgs als Planstadt des frühen 20. Jahrhunderts. Die Künstlerin hat ein zusammenhängendes Motiv aus zehn Gebäuden errichtet, die alle in Bezug stehen zur Geschichte des Wolkenkratzers, der architektonischen Ikone der Moderne.

Schloss Wolfsburg zählt zu den ältesten und kulturhistorisch bedeutsamsten Bauwerken der jungen Stadt Wolfsburg und ist seit 1945 ihr Namensgeber. Die 1302 erstmals urkundlich erwähnte wehrhafte Anlage erfuhr während des Mittelalters und der Renaissance und zuletzt im Jahr 1840 zahlreiche Erweiterungen und Umgestaltungen und gilt architekturhistorisch als ein Baudenkmal der norddeutschen Renaissance.

Was Altes das Steht wird mit einer zusammengesetzten Phantasiefassade verhüllt, die aber mal nicht das Thema neu bekommt alt, variiert, sondern alt bekommt eine neue Ikone übergespült möglich macht.
Baukastensysteme hat es viele gegeben, die Retromanie ist dem Wunsch nach früher war alles besser und aus Holz und Prinzessinen gabs auch noch geschuldet ist.
Sehr klug, sehr poetisch- Preiswürdig im besten Sinne.
Noch bis zum 28. September 2014 in Wolfsburg zu sehen.




Fr 18. Juli 2014

Mehrwertsteuerveränderung und kein Ende

In der deutschen Kunstlandschaft kann man zur Zeit sehr praktisch spüren, was Brüssel mit dem heimischen Geschäft zu tun hat. Der dortige Neuanfang nach den Wahlen ist in vollem Gange und alle sind so beschäftigt, dass die leidige Veränderung der Mehrwertsteuer, die der deutsche Gesetzgeber Mangels Entscheidungsfreude und fehlendem Anwendererlass mal eben dorthin zurück überwiesen hat einfach nicht entschieden wird.
Margenbesteuerung jetzt oder Rückkehr zu der alten 7% Regel, etwas anderes kann es nicht geben, will der deutsche Gesetzgeber nicht das massenhafte Galeriesterben, dass schon angefangen hat, nicht noch weiter forcieren.
Fehlerhafte Politik macht einen gesamten Berufsstand kaputt.
Man kann zu der Regierung stehen wie man will, aber diese Veränderung hat nichts mit fehlerhaften Unternehmertum zu tun, die liegt an der Kulturferne und Überheblichkeit von Entscheidern, die vom Thema keine Ahnung haben. Mal sehen einen Auguststraße in Berlin ohne Galerien fällt dann vielleicht auch ignoranten Politikern in Berlin auf.
Schade nur das die Galerien, die junge Kunst fördern und die Kulturlandschaft bunt halten zwischenzeitlich mit den ungeklärten Verhältnissen klar kommen müssen.
Der Wettbewerb mit dem Ausland und mit den Atelierverkäufen im Inland ist nicht gesund, sondern krank und führt zu einem Niedergang, der so nicht mehr aufzuholen ist.
Oder aber das hat System, wie in dem Monopol-Artikel aus der Juli-Ausgabe zu entnehmen ist und nur die Spekulanten und die Auktionshäuser sind die die für die Künstler den Markt und die Durchsetzung organisieren. Und nach der Akademie nahtlos ins Museum, vielleicht funktioniert das auch. Oder die privaten Sammler alleine.
Viel Spaß dabei, oder “Machts gut und danke für den Fisch” oder so.




Fr 18. Juli 2014

Zum Tod von Otto Piene – machts gut

Das ist ein Abgang, der 86-jährige ZERO-Künstler Otto Piene ist mitten in den Vorbereitungen von der Wiederaufführung seiner atemberaubenden Licht und Luftskulpturen in Berlin verstorben.

Zum Ende hin hat er mit den beiden just eröffneten Schauen in der Neuen Nationalgalerie und der Sammlung Deutsche Bank den Olymp der Kunst in Deutschland bestiegen. Es ist nicht das erste Mal, dass die so ausgezeichneten Künstler verstarben, bei Jörg Immendorff dauerte es etwas aber nicht lange, so dass sich hochaltrige Künstler diese Ehre überlegen sollten,…

Nein ohne makaberen Scherz, Otto Piene, der jahrzehnte in den USA lebte, hat mit seiner Kunst mehr revolutioniert, als es scheint. Die Feuer- oder Luftskulpturen sind wegweisend gewesen und haben die zeitgenössische Kunst stark befruchtet.

Kaum ausstellbar oft, durch die verwendeten Materialien oft Alterungsanfällig, so zuletzt in Münster durch den Austausch von Kugel wieder gesehen, aber einer muß anfangen, selbst ein Klischee muß erst erfunden werden und Piene war mit seinen Arbeiten vorne mit dabei.

Bildquelle:LWL-Museum Münster, Kuratorin Melanie Bono, der Künstler Otto Piene und Museumsdirektor Dr. Herrmann Arnhold (Foto: HN)

Schön das er die Achtung und Ehrerbietung die sein langes Werkschaffen haben kann auch noch erlebt hat. Auch wenn noch viel  zu tun war, vielleicht was es sein “Olymp” oder “machs gut und danke für den Fisch”,

oder wie man es auch beschreibt, es ist ein großer der zeitgenössischen Kunst gegangen.  Otto Piene (1928-2014)




Do 17. Juli 2014

Tatort Paderborn – der Katalog ist da

Zum zweiten Mal hat sich die Studentenmetropole und das konservative Paderborn in Nordrhein-Westfalen zu einer Open-Air Kunstsequenz für den Sommer entschieden. Unter dem Titel “Tatort Paderborn ” wird diesmal noch bis zum 7. September 2014 an 12 Stationen das Thema “Fussgängerzone” künstlerisch beleuchtet.

DurchgangKlingentalFoto: © Harald Morsch – Durchgang Klingenthal

Was zum Start im Mai 2014 noch nicht vorliegen konnte, da es sich fast ausnahmslos um für Paderborn entstandene Arbeiten handelt, war das Katalogbuch.

Das ist nun erschienen und die Buchmacher haben einen schönen Kunstband geschaffen. Das Format ist fast noch so handhabbar, dass es als Besucherführer funktionieren kann, wenn man nicht nur minimalistisch mit kleiner Hemdchentragetasche unterwegs ist.
Die Fotos der Arbeiten geben die Örtlichkeit und den künstlerischen Ansatz gut wieder und die Hintergrundinformationen zu Werk, Idee und Künstler/Künstlerin sind gut lesbar.

Da es eine Ausstellung ist, die auch vom Besucher Feedback lebt, sind die Passantenfotos die mit drin sind, illustrativ und zeigen, dass diese ostwestfälische Metropole doch einige neugierige und kunstaffine Menschen beherbergt oder anzieht. Schade, vielleicht nur dass die Installationen, die “benutzbar” sind immer nur einmal in der Fussgängerzone aufgestellt wurden. Aber das ist dem Konzept, nicht dem Buch anzulasten.

Ansonsten ein guter Leitfaden, ein Kunstbuch für zukünftige Projektideen, falls man die Tatort Paderborn Zeit verpassen sollte und ein greifbarer handlicher Kunstband, der sich sehen lassen kann. Wenn einen das Thema interessiert absolut empfehlenswert.




Do 17. Juli 2014

Die “Trostpfützen” von Katinka Bock im Kunstmuseum Münster

Nach fünfjähriger Bauzeit wird das LWL-Museum für Kunst und Kultur am 20. September 2014 mit der Architektur von Staab Architekten Berlin eröffnet und damit wieder für alle Menschen zugänglich sein. In einer Serie stellt das Museum besondere Kunstwerke aus den 51 Ausstellungsräumen vor, lässt Menschen zu Wort kommen, die am Bau beteiligt waren, und verrät Fakten aus dem Inneren des Baus.

Wenn das LWL-Museum für Kunst und Kultur in neun Wochen seine Türen öffnet, werden auch die “Trostpfützen” von Katinka Bock für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Installation erfordert vom Team des Museums besondere Pflege: mindestens einmal in der Woche muss die Rauminstallation gegossen werden.

Museum Muenster

Foto: LWL/Zeltner

Die 46 Tonplatten liegen zu einem Quadrat geformt in den Räumen für Gegenwartskunst des neuen Museums. In die Mulden der Kacheln ist Wasser gegossen, in dem sich das Licht der Tageslichtdecke spiegelt. Abhängig von der Tiefe der Einkerbungen verdunstet das Wasser bei einigen Tonquadraten schneller als bei anderen. Mehrere, sich überlagernde Kalkränder zeugen von diesem Prozess. Der Effekt ist von der Künstlerin beabsichtigt und gehört zum Erscheinungsbild der Installation. Gleiches gilt für den variierenden Wasserstand der Vertiefung je nach Verdunstungsgrad.

Zum Auffüllen der Pfützen haben die Restauratorinnen des Museums eine Gießkanne mit extralangem Ausguss konstruiert, um auch die Kacheln in der Mitte der neun Quadratmeter großen Installation zu erreichen. Doch auch mit diesem Hilfsmittel ist Vorsicht beim Gießen geboten, da besonders die flach gewölbten Kacheln leicht überlaufen.

Das beim Gießen überlaufende Wasser ließ aber den Parkettboden des Museumsaltbaus aufquellen. Zudem waren einige Kacheln undicht, so dass das Wasser langsam durch den porösen Ton auf den Boden durchsickerte. Deshalb gab das Museum die Arbeit vorübergehend an die Künstlerin zurück, die die undichten Stellen kittete. Wegen der Anfälligkeit des Parkettbodens im Altbau wird die Rauminstallation ab September im Neubau des Museum auf einem Terrazzoboden ausgestellt, dem das Wasser weniger ausmacht.
Die “Trostpfützen” wurden 2010 von Kathinka Bock für die Sonderausstellung des LWL-Museums für Kunst und Kultur “Neue Alchemie” angefertigt. “Katinka Bock gehört zu einer der interessantesten Künstlerinnen einer jüngeren Generation, die mit ihren Arbeiten vor allem Themen wie das Vergehen der Zeit und die Möglichkeit von Veränderung behandelt”, so Melanie Bono, Kuratorin für Gegenwartskunst am LWL-Museum.