KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Sa 4. Juli 2015

Preis des Bund Deutscher Architekten Berlin 2015 für das C/O

C/O Berlin hat gestern, am 3. Juli 2015, den Preis des Bund Deutscher Architekten Berlin 2015 für die Sanierung des Amerika Hauses erhalten. Insgesamt wurden vier Gewinner und vier Auszeichnungen aus insgesamt 56 eingereichten Arbeiten ausgewählt.

coBerlin Bildquelle: Collage aus Fotos, C/O Berlin

2014 hat C/O Berlin gemeinsam mit der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH als Bauherren das Amerika Haus wiederbelebt. Das von Bruno Grimmek 1956/57 Jahren entworfene Gebäude wurde nach einem Raumkonzept von mvprojekte mit Wolfgang Zeh in Zusammenarbeit mit Petra und Paul Kahlfeldt Architekten Studio sowie dem Architekturbüro B19 von Holger Sack saniert und umgebaut. Es erfolgte ein behutsamer Rückbau mit Freilegung der originalen Bausubstanz sowie eine Verbindung zwischen Alt mit Neu mit modernen Standards einer professionellen, musealen Infrastruktur. C/O Berlin knüpft an die ursprüngliche Funktion des Gebäudes an und schafft im Amerika Haus neue Freiräume für kulturelle Begegnungen und innovative Ideen.

In seiner Begründung hob Jurymitglied Prof. Jörg Gleiter hervor, dass das Projekt einen besonders starken Ortscharakter ausbildet, der zur „Identifizierung der Benutzer mit dem jeweiligen städtischen Umfeld“ beiträgt. So sei C/O Berlin und dem Architektenteam beim Amerika Haus eine „behutsame Sanierung“ einer Architektur der Moderne gelungen. Thomas Kaup, Landesvorsitzender des Berliner BDA, zeigt sich von der Bandbreite der ausgezeichneten Bauprojekte beeindruckt: Den Planern und Bauherren sei es gelungen, „zukunftstragende, kraftvolle neue Lokalitäten mit Charakter, Authentizität und Intensität (zu) schaffen. Es sind Orte, die die Vergangenheit und Zukunft in überzeugender Weise physisch verknüpfen und der Entwicklung der Stadt neue Wege aufzeigen.“

Die Preisverleihung fand im Konzertsaal der Universität der Künste im Rahmen des Festaktes zum 100jährigen Gründungsjubiläum des BDA Berlin statt und ist eingebettet in den bundesweiten BDA Tag. Sämtliche eingereichten Arbeiten wurden vor Ort ausgestellt und in einem Katalog zum BDA PREIS dokumentiert. Darüber hinaus zeigt die BDA Galerie ab August 2015 eine Ausstellung mit allen Preisträgern.

Alle drei Jahre lädt der Berliner Landesverband des Bund Deutscher Architekten (BDA) dazu ein, in Berlin realisierte Projekte für den BDA-Preis Berlin einzureichen. Der Ehrenpreis wird an Bauherren und Architekten gemeinsam vergeben und würdigt beispielgebende baukünstlerische Leistungen im Land Berlin. Ziel ist es, die Qualität des Planens und Bauens in Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und unserer Umwelt zu fördern und das öffentliche Bewusstsein für qualitätsvolle Gestaltung zu schärfen.




Mi 1. Juli 2015

Deichtorhallen Hamburg zeigen Günter Förg Wandmalerei

Die Wandmalereien von Günther Förg (1952-2013) sind einer der zentralen Aspekte seines gesamten künstlerischen Schaffens. Sie haben ihm vielerlei Präsentationsmöglichkeiten eröffnet, ließen sich mit fotografischen wie malerischen Arbeiten kombinieren und waren stets als Klärung des Raums, als Rhythmusgeber für dessen innere Struktur gedacht. Etwa 140 Wandarbeiten hat er Zeit seines Lebens geschaffen. Eine Auswahl von rund 25 dieser raumfüllenden Wandmalereien werden in den Deichtorhallen Hamburg vom 31. Juli bis 25. Oktober 2015 in Zusammenarbeit mit dem Estate Günther Förg präsentiert.

Seit 1978, also noch zu seinen Akademiezeiten, hat Günther Förg begonnen, farbige Wandmalereien auszuführen. Für ihn sei das, wie er gerne lachend erzählte, naheliegend gewesen, schließlich hatte er sich in seinem Studium immer wieder als Anstreicher ein Zubrot verdient. Inhaltlich stellten die Wandmalereien für Förg von Anfang an eine Möglichkeit dar, über das Tafelbild hinauszugehen. Dabei hat Günther Förg den großen historischen Vorgängern, ob nun Malewitsch, Schwitters, Rothko oder Palermo, in seiner leichtfüßigen Aneignung in nichts nachgestanden. Nicht wenige seiner gleichaltrigen Künstlerkollegen beneiden den Künstler heute dafür, wann und wie er mit einzelnen Räumen sowie ganzen Raumfluchten souverän umzugehen wusste.

Wandmalerei Köln, Ausstellung Galerie Max Hetzler, 1985. Photo: Wilhelm Schürmann. © Estate Günther Förg

Wandmalerei Köln, Ausstellung Galerie Max Hetzler, 1985. Photo: Wilhelm Schürmann. © Estate Günther Förg

Bildquelle: Günther Förg: Wandmalerei Köln, Ausstellung Galerie Max Hetzler, 1985., Photo: Wilhelm Schürmann. Courtesy Estate Günther Förg

In einem Interview hatte er diesen für ihn wichtigen Werkkomplex schon vor Jahren klar in verschiedene Typen gegliedert: »… die ersten waren vertikale, später horizontale Wandhalbierungen. Weiter gibt es Farbreihungen, in denen verschiedene Farbflächen nebeneinander stehen. Es gab Räume, in denen alle vier Wände in unterschiedlichen Farben bemalt waren. Verschiedene Malereien entstanden in öffentlichen bzw. halböffentlichen Räumen. Bei diesen Arbeiten steht die Architektur im Vordergrund, die über die Malerei sichtbar und/oder hervorgehoben wird. Die Farbe nimmt auf den Ort Bezug. Weiter entstanden Wandmalereien mit Flächen und Streifen sowie Wandbilder, die dem Tafelbild nahe sind.«

Günther Förg hatte sich auf die Ausstellung der Wandmalereien in den Deichtorhallen gefreut. Seinem frühen Tod mit nur 61 Jahren ist es geschuldet, dass die Ausstellung nun erst post mortem realisiert werden kann. Ähnlich einer Reinszenierung einer Choreographie werden die Wandarbeiten in der großen Deichtorhalle nach den detaillierten Vorgaben des Künstlers zu neuem Leben erweckt. Sowohl die erste Wandmalerei aus 1978 in einer Privatwohnung in Günzach als auch seine letzte Wandmalerei von 2013 in der Galerie Gisela Capitain, Köln werden in der Ausstellung neben Werken aus allen Dekaden präsentiert.

GÜNTHER FÖRG – WANDMALEREI 31. JULI – 25. OKTOBER 2015 HALLE FÜR AKTUELLE KUNST in den Deichtorhallen

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Mi 1. Juli 2015

2. Mercedes-Benz Kunstpreis in Düsseldorf vergeben

Sie haben entworfen und verworfen, gezeichnet und konstruiert – so lange bis schließlich die Modelle entstanden sind, die zeigen, wie wir in 15 bis 20 Jahren wohnen wollen. Denn genau das war die Aufgabe, denen sich die Studierenden der Baukunstklasse der Kunstakademie Düsseldorf beim 2. Mercedes-Benz Kunst Award gestellt haben.

 

Mercedes-Benz Kunst Award

Bildquelle: Copyright: Lucia Sotnikova für Mercedes-Benz // Die drei Gewinner: v.l.n.r. Hyunje Joo, Elena Miegel und Min Gi Hong

Überzeugen konnten schließlich HYUNJE JOO, aus der Klasse von Nathalie de Vries mit dem Thema „Vernetzung zwischen Arbeiten, Lebensweise“.

Hyunje Joo: „In Zukunft wird es keine Abgrenzung mehr zwischen Arbeit, Freizeit und Wohnen geben. Die gegenwärtige Form der heutigen Work-Life-Balance wird kaum noch eine Rolle spielen. Denn dies ist ein ‚entweder oder‘. Es gibt nur noch ein ‚miteinander‘. Dazu habe ich den Raum aufgegeben und die bisherigen starren Abgrenzungen zwischen den Räumen, durch Glas und starre Elemente aufgehoben. Es wird keine Rolle mehr spielen, ob man als Besucher, als Mitarbeiter oder als Person ein Gebäude erlebt. Jeder bekommt das Recht an allem teilzuhaben.“ Weiterlesen »




Mi 1. Juli 2015

Hamburger Surf & Skate Festivals mit Kunstausstellung in der Hafencity

Am 10. Juli startet die Kunstausstellung zum Festival Surf & Skate in Hamburg mit der Vernissage in der Hafencity Gallery.
Die Kunst ist so ausgewählt, dass der Standort Hamburg auch vorkommt. Nämlich eine Liebeserklärung an das Meer, den Asphalt und die Kunst des Wellenreitens.
Auch bei den anderen zwei Standorten des Festivals München und Köln gibts die regionale Färbung.
Allen gemeinsam ist dass Surfen und Skateboarden Ausdruck einer Lebenseinstellung und eine Inspiration für Kreative ist. Und manchmal hochpolitisch, wie die Akzeptanz des Skateboard in arabischen Ländern als Sport für Mädchen.
Welche Früchte diese beiden Insportarten tragen, wird vom 10. bis 12. Juli in der Osakaallee 16 in der Hafencity zu sehen sein. Denn ein Mix aus internationalen, regionalen und lokalen Künstlern stellt in der Location direkt am Wasser Kunstwerke verschiedenster Art aus. Wie sie dabei u.a. vom Ozean inspiriert wurden, präsentieren sie auf individuelle Art und Weise.

Trailer Surf & Skate Festival Hamburg presented by Jever Fun 2015 from HHonolulu Events on Vimeo.

Mehr unter :www.facebook.com/surfskatefest




Mi 1. Juli 2015

Die Kunst des Versicherns – Warum sollte Kunst versichert werden?

Der Hiscox Online Art Trade Report 2015 bestätigt die derzeitige Einschätzung vieler Experten. Nicht zuletzt durch die rasant ansteigenden Online-Aktivitäten im Kunstbereich wird die gesamte Branche mit zunehmender Geschwindigkeit immer dynamischer. Dies hat unter anderem zur Folge, dass die Preise auf dem Kunstmarkt aktuell immer weiter ansteigen. Aufgrund des weiter wachsenden Wertes vieler Kunstwerke gewinnt das Thema Kunstversicherungen ebenfalls zunehmend an Bedeutung. Weiterlesen »




Sa 27. Juni 2015

Kunsthalle Bremen zeigt Rodin und Candida Höfer

In der Kunsthalle Bremen wird über den Sommer eine kleine Präsentation der eigenen Skulpturen und Kleinplastiken von August Rodin gemeinsam mit Fotografien von Cadida Höfer gezeigt.

eherne zeitalter
Bildquelle: Kunsthalle Bremen: Auguste Rodin, Das Eherne Zeitalter, 1875/76, Bronze, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, Foto: Lars Lohrisch, rechts: Candida Höfer, Ny Carlsberg Glyptotek Copenhagen III, 2000, C-Print, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Mit den lebensgroßen Bronzeplastiken Johannes der Täufer und Das eherne Zeitalter sowie einer Anzahl von Kleinplastiken und Büsten besitzt die Kunsthalle Bremen eine bedeutende Sammlung des französischen Bildhauers Auguste Rodin (1840-1917). Während der Sommermonate werden diese Meisterwerke, die Rodins avantgardistische Ideen einer radikalen Naturnachahmung vor Augen führen, nach vielen Jahren wieder gemeinsam in der Großen Galerie präsentiert. Flankiert werden sie von Candida Höfers großformatigen Fotografien aus der Reihe Bürger von Calais.

Laufzeit der Präsentation: Auguste Rodin und Candida Höfer. Innovation und Ort 4. Juli bis 23. August 2015

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Sa 27. Juni 2015

Museum Franz Gertsch zeigt Ausstellung Andrea Heller. Paradoxie des Haufens

In der Kabinettausstellung im Museum Franz Gertsch in Burgdorf in der Schweiz zeigt Andrea Heller die Ausstellung Paradoxie des Haufens vom 04.07.bis zum 08.11.2015.
Die aktuelle Arbeiten die in der Ausstellung gezeigt werden sind mit Aquarell und Tusche auf Papier in verschiedenen Formaten ausgeführt. Sie geben so einen Einblick in ihr momentanes malerisches Schaffen. Dazu realisierte sie räumliche Objekte aus Glas, die mit den Papierarbeiten in Beziehung treten.

Andrea Heller (*1975) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und an der Hochschule der Künste in Zürich. Sie erhielt bisher verschiedene Preise und Stipendien, darunter ein Atelierstipendium der Stiftung Binz39, einen Werkbeitrag des Kantons Zürich und ein Atelier der Stadt Zürich in der Cité des Arts, Paris. Andrea Heller ist Preisträgerin des Prix Anderfuhren 2014. Seit 2006 regelmässige Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland. Die Künstlerin lebt und arbeitet im Raum Biel/Bienne.

Die Ausstellung wird kuratiert von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit der Künstlerin. Im Rahmen der Ausstellung findet am Sonntag, den 25. Oktober 2015 von 11 – 12 Uhr ein Künstlergespräch mit Andrea Heller statt.




Fr 26. Juni 2015

Tizian – Vanitas auf der Prager Burg

Am 22. September eröffnet erstmals eine Tizian-Ausstellung in Tschechien.

Unter dem Titel Tizian -Vanitas Der Dichter des Bildes und des Schattens der Schönheit findet vom 23.09.2015 bis zum 17.01.2016 im Kaiserlicher Reitstall der Prager Burg erstmals eine umfassende Tizian Ausstellung statt.
Etwa 50 zentrale Werke und Exponate werden im kaiserlichen Reitstall der Prager Burg zu sehen sein. Das Kernstück der Ausstellung bildet Tizians Junge Frau mit dem Spiegel, das sich seit der Zeit Rudolf II. in der Prager Burg befindet.

Tizian

Bildquelle: Junge Frau mit dem Spiegel, 1512-1515, Öl auf Leinwand,83 x 79 cm,© Prague Castle Administration, Foto: Jan Gloc

Der Titel der Ausstellung „TIZIAN – VANITAS, Der Dichter des Bildes und des Schattens der Schönheit“ verweisst auf eine Auswahl von Werken, die sich mittels Allegorien mit der Dualität von Vergänglichkeit und Schönheit befasst. Seine eigene Vergänglichkeit thematisierte Tizan in zahlreichen Selbstporträts, von denen ebenfalls einige in der Ausstellung zu sehen sein werden. Ein weiteres Highlight ist die Urkunde, mit der Kaiser Karl V. Tizian zum Pfalzgrafen und Ritter des Heiligen Römischen Reiches ernannte.

Kurator der Ausstellung ist der Tizian-Experte Professor Lionello Puppi, der gemeinsam mit Professorin Serena Baccaglini und Monika Burian Jourdan die Ausstellung konzipiert und organisiert hat.




Fr 26. Juni 2015

Kunstverein Bielefeld zeigt Retrospektive von Eugen Gomringer

Anlässlich des 90. Geburtstags von Eugen Gomringer und vor dem Hintergrund seines Lebenswerks zeigt der Bielefelder Kunstverein unter dem Titel »Eugen Gomringer &« eine erweiterte Ausstellung mit dem international bedeutenden Künstler. Gomringer gilt als »Vater der Konkreten Poesie«. Sein erstes Buch »konstellationen« (1953), verfasst in vier Sprachen, und sein Essay »vom vers zur konstellation« sind die Gründungsfundamente. Als Mitherausgeber der »Spirale. Internationale Zeitschrift für Konkrete Kunst und Gestaltung« (ab 1953, mit Dieter Roth und Marcel Wyss) hat Gomringer jenem künstlerischen Feld seit den frühen 1950er Jahren international den Weg bereitet.

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Bildquelle: Kunstverein Bielefeld: Eugen Gomringer

Blickt man sowohl auf das aktuelle Interesse an Poesie und Sprache in der zeitgenössischen Kunst als auch auf die gesteigerte Bedeutung des geschriebenen Wortes in Kurznachrichten und digitalen Kommunikationsnetzwerken, erscheint die Auseinandersetzung mit der historischen Entwicklung der visuellen Poesie und der Person Gomringers unerlässlich.
Ausgehend von seinem Werk thematisiert die Ausstellung in Zusammenarbeit mit zeitgenössischen KünstlerInnen sowie LyrikerInnen die Aktualität von Sprache und Text im künstlerischen Schaffen. Sie beschäftigt sich mit konkreten Tendenzen des 20. Jahrhundert ebenso wie dem Einfluss digitaler Medien auf Darstellungs- und Produktionsformen gegenwärtiger Poesie. Dabei spielen das Wort als grafisches und phonetisches Gestaltungselement, die (Im-)Materialität von Text sowie poetische Konstellationen von Sprachelementen eine wesentliche Rolle. Präsentiert werden, neben essenziellen Werken und Archivmaterialien von Eugen Gomringer, zahlreiche Neuproduktionen von KünstlerInnen und AutorInnen – darunter Texte, Hörstücke, Objekte, Malereien, Fotografien, Videos, Publikationen und Installationen. Die Ausstellung »Eugen Gomringer &« nimmt keine literatur- oder kunsthistorische Einordnung vor, sondern setzt Gomringers Werkansatz und konzeptuelle Arbeiten in einen zukunftsweisenden Dialog mit der Gegenwart.

Laufzeit der Ausstellung EUGEN GOMRINGER & 29.08. – 25.10.2015 im Kunstverein Bielefeld

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Fr 26. Juni 2015

LIEBE UND LYRIK SIND ZWECKFREI – Galli im Haus am Lützowplatz in Berlin

Die 1944 geborene Malerin Galli stellt die Eindrücke des Alltags wie die der Mythologie als verquere, magische Szenerien dar. Ihre Zeichnungen und Bilder erzählen vom Ringen mit den Banalitäten des Tages wie von rätselhaft-zauberischen Momenten, von Sexualität und Sehnsucht, Frust und Durchsetzungswillen und dem Humor des sich Verhedderns wie dem Ulk verdrehter Wortbilder und dem Genuss am Irrsinn des Scheiterns. In der Ausstellung werden neben Gallis Künstlerbüchern, „weggemalte Karteikarten“ und Notizheften auch Papierarbeiten und eine Auswahl von Leinwänden präsentiert.

Teilstück 2.2

Bildquelle: Galli, o. T., Auszug aus dem Zeichenbuch 2008 – 2013

Galli wurde bekannt als in den späten 1970er Jahren, West-Berlins Kunstszene mit einer neuen, heftigen Form meist figurativer Malerei internationales Aufsehen erregte. Doch anders als die Malerinnen und Maler der „Neuen Wilden“ wurden Gallis Bilder jener Tage vor allem durch den Strich, die Linie und das Zeichnerische geprägt, was ihren Gemälden zugleich Leichtigkeit und Intellektualität verlieh. Galli ging zudem in der Behandlung einer spezifischen Körperlichkeit ihren ganz eigenen Weg, der auch von zeitkritischen Anspielungen und feministischen Tendenzen geprägt ist. Bis heute sind es diese Elemente, die ihre gesamte künstlerische Produktion bestimmen. In den letzten Jahren hat Galli ihre zeichnerische Arbeit immer weiter entwickelt und verfeinert. In ihren Büchern zeichnet sie ganz entspannt facettenreich das Leben und den Alltag heute.

Laufzeit der Ausstellung vom 3. Juli bis 30. August 2015

Haus am Lützowplatz – Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin

http://www.hal-berlin.de

Öffnungszeiten:

Dienstag – Sonntag: 11.00 – 18.00 Uhr, Eintritt frei!