KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Fr 22. Mai 2015

Otto Piene in Münster – 400 Glühbirnen

Das sind Herausforderungen für die Zukunft. 400 Glühbirnen am Kunstwerk von Otto Piene immer wieder zu ersetzen, obwohl Glühbirnen in der EU verboten sind. Im Landesmuseum für Kunst und Kultur in Münster wird ab 13. Juni die neue Ausstellung “Otto Piene. Licht” zu sehen (13.6. bis 20.9.) sein. In insgesamt sechs Ausstellungsräumen präsentiert das Kunstmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eine Auswahl von Pienes Werken, konzentriert auf verschiedenste Begegnungen mit dem Künstler und der Bedeutung des Lichtes in seinen Werken. Wie sehr der Otto Piene (1928-2014) von dem Medium Licht fasziniert war und auf welche unterschiedlichen Weisen er sich diesem genähert hat, lässt sich in der neuen Ausstellung nachempfinden.

ZERO

Die “Corona Borealis” von Otto Piene gestaltet einen Lichtraum in der Sonderausstellung, die ab 13. Juni im LWL-Museum für Kunst und Kultur zu sehen ist. Foto: Marcus Schwier/VG Bild-Kunst, Bonn 2015/Courtesy: ZERO foundation

Zunächst hört man nur das Knistern von elektrischer Spannung, die sich aufbaut, und dann fängt es plötzlich an zu flirren. Ein gleißend heller Feuerball baut sich auf, um dann wieder zu erlöschen. Die Lichtskulptur “Corona Borealis” aus dem Jahr 1965 besteht aus ungefähr 400 Glühbirnen und einer Lichtsteuerung, die das kontrollierte Aufleuchten ermöglicht. Die Lichtkugel ist seit den 1960er Jahren Bestandteil der verschiedenen “Lichtballette”, die Otto Piene zunächst als manuelle Performance und später als festinstallierte vollautomatische Lichträume schuf.

Der Name rührt von der Bezeichnung eines Sternenbildes nördlich des Himmelsäquators. Ebenso wie ein Stern strahlt die “Corona Borealis” erst weit in ihre Umgebung hinaus und implodiert dann wieder zu völliger Dunkelheit. Weltbekanntheit erlangte die Skulptur, als sie 1967 im Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Montréal, Kanada, zu sehen war. Mittlerweile ist sie im Eigentum der ZERO foundation in Düsseldorf, von der sie als Leihgabe nach Münster kommt.

Otto Piene, Sohn eines Physikers, war stets an Naturwissenschaften wie der Astronomie interessiert. Besonders der Himmel und dessen unendliche Weite beeindruckten ihn. So entwickelte er mit seinen Lichträumen, von denen einer auch in der Ausstellung in Münster zu sehen sein wird, jeweils einen ganz eigenen Kosmos.
Die Ausstellung Otto Piene. Licht läuft vom 13. Juni bis 20. September 2015




Mi 6. Mai 2015

3. Paderborner Fototage am Start – Starbesetzung

Vom 29. Mai bis zum 28. Juni 2015 finden in Paderborn die 3. Paderborner Fototage statt. Dabei finden sich in diesem Jahr illustre Namen des Internationalen Fotogeschäftes aber vorallem des Show-Biz ein.

Fototagepaderborn Logo der Veranstaltung

Die Paderborner Fototage finden alle zwei Jahre statt und machen die ganze Stadt zu einer Bühne für
unterschiedliche fotografische Positionen und aktuelle Themen. Es werden neben Arbeiten
internationaler Fotokünstler/innen, die Bildserien von Fotograf/innen aus der Region gezeigt. Das
Konzept setzt auf Austausch, Diskussion und die Nähe zum Publikum. Schulen beteiligen sich mit
eigenen Projekten und es gibt ein Rahmenprogramm mit zahlreichen Workshops und Vorträgen.
In der Städtischen Galerie im Abdinghof wird die Bilderserie: Wounded – The Legacy of War, des Kanadiers
Bryan Adams und die Reihe Performance Photography – Arbeiten des Stage-Fotografen Ralph Larmann zu sehen sein.
Im Cineplex Kino – Center wird die Reihe Beyond Faces eine Portraitserie von Romney Müller-Westernhagen gezeigt.
Im Heinz-Nixdorf Museums Forum wird Globale Konflikte, Bildserie des Wuppertaler Fotojournalist Jens Grossmann und Heinz Nixdorf, Fotograf!, Aufnahmen aus dem privaten Bildarchiv des Computer- Pioniers zu sehen sein.
Auch von Anja Niedringhaus sind Fotos in Paderborn zu sehen.

Darüber hinaus sind an mehr als 20 Orten in Firmen, Agenturen und Foyers Fotoarbeiten zu finden. Mehr auf der Internetseite Paderborner Fototage

Und als early bird sozusagen  macht die Städtische Galerie am Abdinghof bereits am Freitag, dem 29. Mai, von 20 bis 23 Uhr auf und lädt zum Ausstellungsbesuch ein. Bereits einen Tag vor der Eröffnung der 3. Paderborner Fototage sind an diesem Abend die beeindruckenden und ungewöhnlichen Fotografien von Bryan Adams und die spektakulären Bilder von Ralph Larmann zu sehen. Auch die Präsentation des Schülerprojekts der Rudolf-Steiner-Schule Schloß Hamborn ist geöffnet




Do 30. April 2015

Bewerbungsschluss für ein Stipendium der Lepsien Art Foundation

Die Lepsien Art Foundation schreibt auch dieses Jahr wieder Stipendienplätze in Düsseldorf für das Internationale Förderprogramm „Emerging Artists“ 2015/16 aus. Es werden insgesamt 5 Arbeits-Stipendien im Art House Düsseldorf an internationale Künstler/-innen der Disziplinen Malerei, Bildhauerei und Fotografie vergeben.
Laufzeit Das Förderprogramm 2015/16 startet am 01.09.2015 und läuft bis zum 31.08.2016.
Bewerbungsfrist Die offizielle Bewerbungsfrist läuft vom 01.04. bis zum 15.05.2015. Der Bewerbungsschluss wurde auf Grund des großen Bewerberinteresses in diesem Jahr vorgezogen. Bewerbungen, die vor oder nach diesem Zeitraum eingehen, werden nicht berücksichtigt.

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Bildquelle: Lepsien_Art_Foundation: Atelierszene Art House Düsseldorf

Bewerbungskriterien Die Bewerber/-innen müssen ein abgeschlossenes Studium an einer anerkannten deutschen oder internationalen Kunst-Hochschule vorweisen und in ihrer Disziplin bereits erste öffentliche Anerkennung gefunden haben (z.B. Ausstellungen, Publikationen o. ä.). Studierende zum Zeitpunkt des Förderprogramms sind von einer Teilnahme am Förderprogramm ausgeschlossen. Bewerber/-innen sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 39 Jahre alt sein.

Plakat_GRANTS_1516_D Bildquelle: Plakat der Ausschreibung

Auswahlprozess
Alle eingehenden Bewerbungen werden nach klaren Kriterien (wie z. B. Studienabschluss, Entwicklung und Qualität des künstlerischen Werks, Erfahrungen mit Ausstellungen, Publikationen und Projekten, Alter etc.) begutachtet und ausgewertet. Die Shortlist Kandidaten/-innen werden anschließend zu einem Telefoninterview eingeladen. Im vergangenen Ausschreibungsprozess für das Förderjahr 2014/15 erreichten die Lepsien Art Foundation viele hundert hochinteressante Bewerbungen von professionellen Künstlern/-innen aus aller Welt.

Weitere Infos unter: Bewerbung:Online Bewerbung sowie alle weiteren Informationen unter:
www.lepsien-art-foundation.com




Mi 29. April 2015

JAPANER IN MURANO Schau im Museum Kunstpalast Düsseldorf

Im Museum Kunstpalast Düsseldorf wird ab dem 6.5.2015 die Schau mit dem Titel Japaner in Murano zu sehen sein.
Arbeiten der berühmten Japanischen Glasmeister: Kyōhei Fujita, Yoichi Ohira, Ritsue Mishima und Yasuhiko Tsuchida werden im Wechselausstellungsraum des Glasmuseums Hentrich zu sehen sein. Die Ausstellung läuft bis zum 20. September 2015

Bildquelle: Museum Kunstpalast Düsseldorf: Ausstellung Japaner in Murano

Rund 40 Arbeiten aus der Sammlung Holz, Berlin, sind ab 6.5.2015 im Wechselausstellungsraum des Glasmuseum Hentrich zu sehen: Kraftvolle und frische künstlerische Visionen japanischer Künstler, die von venezianischen „maestri“, den Glasmachermeistern mit ihren überragenden kunsthandwerklichen Fähigkeiten, in greifbare Objekte umgesetzt wurden. Die Begegnung dieser beiden Traditionen bringt Spitzenwerke der modernen Glaskunst hervor. Die Glasdosen von Kyohei Fujita (Tokio 1921), dem Pionier der japanischen Studioglasbewegung, führen die japanische Lackkunst in neuem Medium fort. Der Glaskünstler Yasuhiko Tsuchida (Osaka 1969) führt venezianische Glasbläsertechniken auf einen Gipfel der Virtuosität.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen aber die zeitlos schönen Gefäße des Entwerfers Yoichi Ohira (Tokio 1946). Mit dieser Ausstellung beginnt die Zusammenarbeit des Glasmuseums Hentrich mit einer hervorragenden und umfassenden Privat-sammlung moderner Glasarbeiten aus Murano.
Francisco de Zurbarán, Der hl. Franziskus von Assisi, 1640, Öl auf Leinwand, 124,5 x 163,5 cm, Düsseldorf Museum Kunstpalast, © Stiftung Museum Kunstpalast , Foto: Horst Kolberg /ARTOTHEK Zu sehen sind Objekte von Yoichi Ohira (geb. 1946), Kyōhei Fujita (1921-2014), Ritsue Mishima (geb. 1962) und Yasuhiko Tsuchida (geb. 1969). Die meisten dieser Vasen, Schalen, Karaffen und Dosen sind in der Zeit von 1990 bis 2010 entstanden, insgesamt zeigt die Ausstellung ein Spektrum von den 1970er-Jahren bis heute.

Die etliche hundert Werke umfassende Glassammlung von Lutz Holz ist auf Arbeiten des 20. und 21. Jahrhunderts aus Murano spezialisiert, der Glasmacherinsel in der venezianischen Lagune.

 




Mi 29. April 2015

Schirn Außen und Innen mit Doug Aitken

Für den Sommer 2015 hat sich die Schirn Kunsthalle Frankfurt Besonderes vorgenommen: Die Frankfurter Kulturinstitution widmet ihre gesamte Ausstellungsfläche im Innen- und Außenraum dem eindrücklichen Werk des US-amerikanischen Multimedia-Künstlers Doug Aitken.

Der in Los Angeles lebende Aitken arbeitet genreübergreifend mit anderen Künstlern, Schauspielern und Musikern zusammen und hat ein globales kreatives Netzwerk etabliert. Dabei ist vor allem die Musik das verbindende Element: Sie bestimmt den Rhythmus und die Atmosphäre seiner Bilder. Für seine Videoinstallation „SONG 1“ ließ er mehrere Variationen des zentralen Liedes „I Only Have Eyes For You“ (1934, Dames) von zeitgenössischen Musikern wie Beck, Bjoerk, Devendra Banhart oder den High Places produzieren. Auch mit bekannten Hollywood-Schauspielern wie Tilda Swinton oder Donald Sutherland realisiert er seine Arbeiten und lässt sie in seinen Filmen auftreten. In „Black Mirror“ spielt Chloë Sevigny eine Frau, die auf einer nomadischen Reise in einem Kreislauf der Errungenschaften und Gegebenheiten der modernen Zivilisation – Flughafen, Hotel, Internet, Highway, Smartphone, Tabletten – gefangen zu sein scheint. In „migration (empire)“ steht nicht der Mensch, sondern die Natur im Zentrum der Erzählung. Es sind die Tiere, die leerstehende und vom Menschen verlassene Motel-Zimmer am Rande einer Metropole einnehmen und zurück erobern. Für das eindringliche Landschaftspanorama „diamond sea“ verbrachte Aitken Monate in der Namibischen Wüste im Südwesten Afrikas und setzt die einst hochgesicherten und heute zerfallenden Anlagen der Diamanten-Minen mit der unverwechselbaren Natur in Beziehung. Weiterlesen »




Mi 29. April 2015

Fotomuseum Winterthur zeigt PAUL STRAND – FOTOGRAFIE UND FILM

Das Fotomuseum Winterthur präsentiert die erste grossangelegte europäische Retrospektive zum Werk von Paul Strand (1890–1976), einem der grossen Fotografen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigt die Vielseitigkeit seines Schaffens, von frühen Bemühungen, die Fotografie als eine moderne Kunstform zu etablieren, über ein starkes filmisches Interesse, bis hin zu den bedeutenden Fotobüchern der Nachkriegszeit. Zum Vorschein kommt auch die komplexe und widersprüchliche Persönlichkeit Strands: der sture Ästhet, der Sympathisant mit dem Kommunismus, der am Ländlichen interessierte Fotograf mit einem ausgeprägten Sinn für soziale Fragen. Die Ausstellung PAUL STRAND – FOTOGRAFIE UND FILM FÜR DAS 20. JAHRHUNDERT läuft vom 07.03.2015 bis zum 17.05.2015

Bildquelle: Fotomuseum Winterthur

Die Ausstellung beginnt mit den vorherrschenden Avantgardestilen der 1910er Jahre, die Strand rasch meisterte, und seinem wachsenden Interesse an städtischen Sujets, unter anderem einer Reihe innovativer Nahaufnahmen von Menschen in den Strassen von New York City. Strands Verständnis von der Moderne war von ausgiebigen Reisen geprägt. So fotografierte er von 1932 bis 1934 in Mexiko, was sein Engagement für linke Politik vertiefte. Von der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren stark getroffen, wandte sich Strand immer mehr dem Filmemachen als Werkzeug eines gesellschaftlichen Wandels zu. Filme wie Redes (1936) und Native Land (1942) zeugen von seinem grossen politischen Engagement. Nach 1945 widmete sich Strand hauptsächlich seinen Fotobüchern, in denen er komplexe Porträts von Menschen und Orten schuf. Die Ausstellung konzentriert sich auf drei seiner wichtigsten Publikationen, darunter sein Porträt des italienischen Dorfes Luzzara, das 1955 unter dem Titel Un Paese erschien. Indem er sich auf das Leben der einfachen Leute konzentrierte, bietet Strands Fotografie ein bewegendes Zeugnis von den demokratischen Qualitäten des Alltags.

Die Ausstellungwird organisiert vom Philadelphia Museum of Art in Zusammenarbeit mit der Fundación MAPFRE. Es erscheint ein ausführlich illustrierter Katalog, herausgegeben vom Philadelphia Museum of Art und Yale University Press in Zusammenarbeit mit der Fundación MAPFRE.




Mi 29. April 2015

Kulturbahnhof Eller zeigt Fotoausstellung von Wolfgang Sréter

Im Kulturbahnhof Eller in Düsseldorf wird am 10.05. 2015 die Ausstellung Kunst und Kultur in Palästina  –  Fotografien von Wolfgang Sréter mit dem Titel “Übe das Leben jetzt” eröffnet.

Der ausstellende Fotograf kommt aus München und ist auch als Schriftsteller aktiv. Er dokumentiert in diesem Ausstellungszyklus die Schicksale von Menschen, deren Lebensbedingungen und Entwicklungschancen durch das gesellschaftliche und soziale Dilemma auf ein Minimum reduziert ist. Er war mehrfach im Westjordanland und hat junge Palästinenserinnen und Palästinenser besucht und portraitiert. Die Suche nach einer eigenen kulturellen Identität in Musik, Tanz, Theater.

Die Ausstellung öffnet den Blick in diese vergessene Welt. Die Ausstellung ist vom 10.5. bis zum 21.06.2015 Dienstags bis Sonntags von 15 bis 19 Uhr zu sehen. Der Eintritt kostet 3 €

Am 29.05 um 19.30 Uhr gibt es ein Oud-Solokonzert von Raed Khoshaba und einer Lesung mit Gedichten von Mahmoud Darwish, die von Ali Zahadi gelesen werden statt.

Parallel zur Ausstellung erscheint ein Buch. Weitere Infos unter : www.kultur-bahnhof-eller.de Von dem Autor gibt es verschiedene Publikation im Pahl-Rugenstein-Verlag

eventfotografie duesseldorf




Mi 22. April 2015

Städel Museum Frankfurt mit Computerspiel App

Das hätte sich bei der Gründung des Städel Museums bestimmt keiner gedacht. Ein Computerspiel für das altehrwürdige Museum. Da wird nicht nur der junge Nachwuchs, sonder auch die “Oldies” zum Spielkind. Schöne Idee

Gemeinsam mit dem erfolgreichen Frankfurter Videospieleentwickler Deck13 Interactive hat das Städel Museum ein innovatives und edukatives Computerspiel realisiert. Das Point-and-click-Adventure Imagoras – Die Rückkehr der Bilder nimmt Kinder ab acht Jahren mit auf eine mehrstündige Entdeckungsreise in die abenteuerlichen Bildwelten der Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken des Städel Museums. Die Spieler erwecken die in einer finsteren Welt verschwundene Fantasie mit Hilfe des quirligen Begleiters Flux zu neuem Leben. Auf ihrer Tour erkunden sie spielerisch Kunstwerke wie Johannes Vermeers Der Geograf (1669) oder Édouard Manets Die Krocketpartie (1873) und lernen durch die genaue Betrachtung der Bilder verschiedenste künstlerische Ansätze kennen. Dabei springen sie von einer Kunstepoche zur nächsten. Ein Charaktereditor erlaubt es den Kindern zudem am Ende des Spiels, ihren ganz individuellen Flux-Helden zu basteln und diesen mit anderen Spielern zu teilen. Die kostenlos erhältliche Tablet-App wurde für iOS und Android-Betriebssysteme konzipiert. Andreas Fröhlich leiht dem Game seine Stimme. Er ist bekannt als Bob Andrews der Hörspielserie Die drei Fragezeichen, zudem ist er unter anderem die deutsche Synchronstimme von Edward Norton und von Gollum aus Der Herr der Ringe. Zeitgleich mit dem Spiel geht die Website www.imagoras.de online, auf der sich vertiefende Informationen zu den einzelnen Kunstwerken und die Flux-Galerie der von den Kindern kreierten Helden finden. Die für das Städel erstmalige Entwicklung eines mobilen Spiels in Zusammenarbeit mit einem internationalen Spieleentwickler ist eingebettet in die Digitale Erweiterung des Museums.

st_presse_game_imagoras_screenshot_05 Bildquelle: Screenshot vom Spiel, Städel Museum

Zum Inhalt:

Die Geschichte des Abenteuerspiels ereignet sich in einer Welt, in der eine unheimliche Finsternis den Menschen ihre Fantasie gestohlen hat. In dieser düsteren und hoffnungslosen Umgebung trifft der Spieler auf einen unerwarteten Freund: Flux. Neugierig folgt der Spieler dem quirligen Begleiter in die fantastische Welt der Bilder und löst dort gemeinsam mit ihm spannende Rätsel. Nur so können die Kunstwerke des Städel Museums aus der Dunkelheit befreit werden. Das ist nicht ganz einfach. Es muss um die Ecke gedacht, gekippt und gewischt werden. Auf der abenteuerlichen Reise muss unter anderem ein Löwe mit Lampenfieber beruhigt und einem Geografen geholfen werden, eine Seekarte zu zeichnen, und einem abstrakten Bild muss die Farbe zurückgebracht werden. Neben klassischen Point-and-click-Adventure-Elementen sind auch einige edukative Minigames mit eingebaut. Flux ist dabei nicht nur Gefährte, sondern wandelt auch seine Form. Bei der Lösung der Rätsel hilft er mit Rat, Tat und lustigen Sprüchen. Jegliche Items, die der Spieler auf der Reise entdeckt und für die Lösung der Aufgaben braucht, kann sich Flux anheften – vom Schiff bis zum Löwengebrüll. Im Spielverlauf werden die gesammelten Gegenstände, Farben und Emotionen zur Aufdeckung der Geheimnisse benutzt. Am Ende des Abenteuers kann der Spieler aus all diesen Objekten einen persönlichen Flux entwerfen und ihn per E-Mail an das Städel Museum schicken. Auf der Website www.imagoras.de finden sich dann die veröffentlichten Ergebnisse.

Die Digitale Erweiterung des Städel Museums
Das 200-jährige Bestehen des Städel Museums in diesem Jahr ist Anlass für die älteste Museumsstiftung Deutschlands, sowohl ihr vielfältiges Vermittlungsprogramm als auch das Erlebnis Museumsbesuch völlig neu zu definieren. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung des Alltags ist die Erweiterung des Bildungsauftrags in den digitalen Raum ein zentrales Anliegen des Frankfurter Museums. In diesem Kontext entstehen neben dem Game für Kinder derzeit zahlreiche weitere digitale Vermittlungsangebote: So wurde zur Monet-Ausstellung mit dem Digitorial ein kostenloser Vorabkurs sowie eine Städel App veröffentlicht, die Städel Digitale Sammlung zugänglich gemacht, weiterhin werden Online-Kunstgeschichtskurse zur Moderne in Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg erarbeitet, zudem werden die Filmproduktionen des Städel stetig ausgebaut.

Und wer schauen möchte hier die Infos:
IMAGORAS – DIE RÜCKKEHR DER BILDER. EIN STÄDEL GAME FÜR KINDER
Empfohlen für Kinder ab 8 Jahren

Information: www.imagoras.de, imagoras@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111
Ermöglicht durch: Willy Robert Pitzer Stiftung

Spieldauer: 3 bis 4 Stunden
Downloads: Kostenlos erhältlich für Apple iPads im Apple App Store, für Android Tablets im Google Play Store, Amazon App-Store und in Kürze bei Samsung Galaxy Apps
Technische Voraussetzungen: Apple iPads (ab der 3. Generation) oder iPad Mini mit iOS7 oder höher. Android Tablets ab 7 Zoll Bildschirmgröße und Android 4.2 oder höher
Vertriebspartner: Samsung Electronics




Di 21. April 2015

Kunstkatalog Win/Win zur Art cologne vorgestellt

WIN/WIN“: Generali Deutschland präsentiert Kunstkatalog zur Ausstellungsreihe EG Null auf der Art Cologne. Idee des Projektes, dass auf 80 Seiten als Katalog erschienen ist, ist die Ausstellungsreihe EG Null – Raum für junge Kunst die von 2010 bis 2015 in den Räumen der Generali Deutschland in Köln stattgefunden hat zu dokumentieren. Im Rahmen des Projektes hatten insgesamt 18 Künstlerinnen und Künstler in neun Einzel- oder Gruppenausstellungen die Möglichkeit, ihre Werke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Generali Deutschland im Kölner „Dominium“ und der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Ausstellungsreihe wurde von Prof. Mischa Kuball, MinusEins Experimentallabor an der Kunsthochschule für Medien Köln betreut. Die Kuration übernahmen Georg Elben und Julia Höner. Der Katalog ist im Kerber Verlag erschienen.

Die Idee, die den Katalog prägt ist es die Möglichkeiten die ein Raum mit sehr großer Fensterfront, der eigentlich zu Seminar, Tagungen und Besprechungen einer großen Firma gedacht ist zu öffnen. Aber auch nach Innen so dass der Raum mit der Bezeichnung EG Null, der zur Tunisstraße in Köln tatsächlich vorhanden ist, einen Blickfang für Passanten darstellt. Nicht nur sitzende Leute einer Firma, oder ein Verschattungsrollo, sondern was zu sehen. Die Werke im Inneren wirkten aber auch nach Innen so dass die Belegschaft auf ihren Wegen zu Besprechungen, zur Rezeption oder zur Cafeteria oft genug innehielten oder sogar vor Hindernissen standen, die sie aus ihren Alltags- und Berufsgedanken riss.

Ob auf die Straße gerichtete Filmscheinwerfer, ein wasserumspültes Auto, bunte Hausfassaden-Kacheln oder ein aus den Büros der Angestellten zusammengetragener Grünpflanzen-Dschungel: Stets war die große Fensterfront des Raumes Spielfläche für Kunst.
Zitat: „Die Ausstellungen haben stets Anlass gegeben, aus unserer Routine, unserem buchstäblichen Alltagstrott auszubrechen. Diese kleinen Abweichungen haben unsere Unternehmenskultur zweifelsohne bereichert“, beschreibt Dietmar Meister, Aufsichtsratsvorsitzender der Generali Deutschland Holding AG, die Win-Win-Situation aus Sicht des Unternehmens.
Die Ausstellenden wiederum profitierten davon, außerhalb des geschützten und gewohnten Raums ihrer Hochschule eine „echte“ Ausstellung mit allen Hürden und Arbeitsschritten zu erfahren. Aus diesem beiderseitigen Nutzen entstand der Titel der abschließenden Publikation: WIN/WIN.
Der Katalog ist vom Kerberteam schön und ansehnlich gemacht, auch liebevoll trifft es. Die Frage nach dem Konzept ist nicht uninteressant. Naturlich ist es für die Studierenden eine Trainingsmaßnahme und fasst den beruflichen Alltag eines freischaffenden Künstlers gut zusammen. Die Wertschätzung ist ebenfalls vorhanden. Interessant wäre jetzt zu sehen, ob die junge noch nicht fertig studierte Kunstproduktion weiter von der Firma und deren Sammlung verfolgt wird, oder ob Win/Win nur Durchlauferhitzer ist, günstig an neue junge Kunst zu kommen, die eigene Sammlung günstig zu füllen und eine langfristige, vielleicht auch teurere Kunstankaufspolitik zu vermeiden.
Aber den Professoren wird diese Beobachtung obliegen und vielleicht wird sich auch in den Karrieren der Künstler der WIN/WIN Aspekt durchziehen. Zu wünschen ist es allen.




Di 21. April 2015

VIDEONALE.15 Videonale Publikumspreis geht an Florian Pugnaire und David Raffini

Das Publikum hat entschieden: Mit deutlichem Abstand haben die Besucher der VIDEONALE.15 unter den 38 ausgestellten Videoarbeiten „Energie Sombre“ von Florian Pugnaire und David Raffini zu ihrem Liebling gewählt.

Florian Pugnaire & David Raffini, Energie Sombre, 2012, single channel video (c) the artists Bildquelle: Florian Pugnaire und David Raffini

In ihrer Arbeit inszenieren die beiden französischen Künstler die Zerstörung eines Autos als evolutionären Kreislauf. Einer unsichtbaren Macht ausgesetzt, widersetzt sich das führerlos erscheinende Fahrzeug in einem aussichtslosen Kampf. Angelehnt an Roadmovie und Science Fiction bewegt sich „Energie Sombre“ zwischen Videoinstallation und Skulptur.

Videonale Bildquelle: Logo der Videonale.15

Anlässlich der Finissage am 19. April 2015 verlieh Nicola Müllerschön, Programmleiterin Kunst und Kultur der KfW Stiftung, Pugnaire und Raffini den mit 3.000 Euro dotierten Videonale Publikumspreis der KfW Stiftung. Die KfW Stiftung ist Förderer der Videonale und lobt außerdem den von einer Jury vergebenen Videonale Preis der KfW Stiftung mit einer Dotierung von 5.000 Euro aus. „Die Vielfalt der auf der Videonale gezeigten Arbeiten spiegelt sich auch in der Resonanz des Publikums. Mit dem Videonale Publikumspreis der KfW Stiftung laden wir die Besucherinnen und Besucher ein, uns ihren persönlichen Favoriten der Ausstellung mitzuteilen“, so Müllerschön. „Wir freuen uns über die hohe Beteiligung an der Abstimmung und gratulieren Florian Pugnaire und David Raffini sehr herzlich.“

Darüber hinaus konnte Müllerschön noch einem weiteren Preisträger gratulieren, der unter den zahlreichen Teilnehmern an der Wahl des Videonale Publikumspreises der KfW Stiftung ermittelt wurde. Der Gewinner erhielt einen Reisegutschein im Wert von 1.000 Euro zu einer der Städte der VIDEONALE.15 on Tour, der ebenfalls von der KfW Stiftung gestiftet wurde.