KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Di 28. Juni 2016

Ludwig Forum Aachen feiert Geburtstag – Herzlichen Glückwunsch

Als das Ludwig Forum 1991 seine Pforten öffnete, führte es die seit 1970 erprobte Pro­gram­ma­tik seiner Vorgängerinstitution, der Neuen Galerie Sammlung Ludwig, fort. Impulsgeber war wie schon zuvor die leidenschaftlich zusammengetragene Sammlung von Peter und Irene Ludwig. Signalwerke der Popart, des nordamerika­ni­schen Hyperrealismus der 1970er Jahre, der Neuen Figuration der 1980er Jahre und Kunst im Aufbruch aus Osteuropa, Lateinamerika und Asien boten ein ungewohnt breitgefächertes Panorama zur weltweiten Kunstentwicklung. Ergänzend hierzu begegneten sich im Ludwig Forum die darstellenden Künste aus unterschiedlichsten Ländern auf Augenhöhe. Diese Wertschätzung fremder Kulturwelten wie auch innovative Mitmach-Projekte für Jung und Alt, inklusiv und integrativ, ebneten den Weg für einen vorur­teilsfreien Blick, der auf die Grundgröße einer weltumfassen­den vitalen Kreativität setzt.

25 Jahre Ludwigforum Bildquelle: Geburtstag Ludwig Forum Aachen

Von Chuck Close bis Jeppe Hein

Der Debütausstellung „Ost- und Westkunst – Von der Pop Art zur Soz Art“ von 1991 folgten große interdisziplinäre Ländershows aus Lateinamerika und Asien. Mit Kunst, Tanz oder Mode wurden herausragende kulturelle Leistungen weit entfern­ter, eher unbeachtet gebliebener Kulturregionen gewürdigt. Nach der Jahrtausend­wende präsentierte das Haus vermehrt monographische Ausstellungen von Chuck Close bis Jeppe Hein; zugleich wurden die Schätze, die sich in der Obhut des Hauses befanden, gesichtet und wissenschaftlich aufgearbeitet. In der folgenden Dekade standen architekturrelevante und partizipatorische Projekte, aber auch mehrjährige Wissenschaftsprojekte wie das „Videoarchiv“ und „Plattform Aachen“ im Vordergrund.

Künstler der Ausstellung:

Juri Albert, Stephan Balkenhol, Belkis Ayon, Peter Brüning, Gernot Bubenik, Eric Bulatov, Michael Buthe, Judith Bartolani und Claude Caillol, Crash, Eric Fischl, Günter Grass, Nancy Graves, Laura Grisi, Duane Hanson, Leni Hoffmann, Bertram Jesdinsky, Jeff Koons, Igor und Svetlana Kopystiansky, Kcho, Roy Lichtenstein, Fang Lijun, Kim MacConnel, Wolfgang Mattheuer, Osvaldo Yero Montero, A. R. Penck, Anne und Patrick Poirier, Dmitrij A. Prigov, Sandra Ramos, Marcos Lora Read, Hervé di Rosa, Kenny Scharf, Twins Seven Seven, Ferdinand Spindel, Parviz Tanavoli, Shigeo Toya, Richard Tuttle, Thomas Virnich, William Wegman, Ai Weiwei, Lothar Wolleh, Fahr-El-Nissa Zeid u.a.




Di 28. Juni 2016

Marta Herford zeigt Fotokunst Momente der Auflösung

Das Marta Herford zeig in der neuen Ausstellung „Momente der Auflösung“ Fotokunst. Die Künstler Andreas
Gefeller, Fabian Marti und Taiyo Onorato & Nico Krebs loten die Grenzen der klassischen Fotografie aus und versuchen sie in der Ästhetik der Malerei aufzulösen. Die Fotografie hat mit dem Mittel der Doppelbelichtung schon mal ein systemimmanentes Stilmittel, aber da ist noch mehr.

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Bildquelle: Taiyo Onorato & Nico Krebs, Bullet Bottle, 2009, Direkt-Positiv Silbergelatine Abzug
24 x 20 cm, Courtesy: Raeber-vonStenglin, Sies+Höke und Peter Lav Gallery, ©Die Künstler

Es werden rund 100 Werke, darunter analog und digital bearbeitete Fotos, Filme, Bildcollagen, Objekte und Rauminstallationen, in denen sich die Künstler intensiv mit dem Medium und seinen Möglichkeiten auseinandersetzen gezeigt. Die drei sehr unterschiedlichen Ansätze offenbaren, wie stark sich die Fotokunst mittlerweile vom reinen Abbild entfernt hat und in ganz eigene Welten vordringt.
Was ist Fiktion und was ist Wirklichkeit? In Zeiten allgegenwärtiger Bildmanipulationen erscheint die Idee einer objektiven Abbildung durch die Fotografie fast absurd. Spätestens in den 1970er Jahren, als sich die Fotografie als eigenständige Kunstgattung etablierte, löste sich auch ihr Anspruch auf die ausschließliche Wiedergabe der Realität. Die Ausstellung „Momente der Auflösung“ hebt die Gattungsgrenzen dieses Mediums auf.
Laufzeit der Ausstellung Momente der Auflösung – Fotografische Werke von Andreas Gefeller, Fabian Marti und Taiyo Onorato & Nico Krebs in Herford noch bis zum 9. Oktober 2016.

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Di 28. Juni 2016

Retrospektive von Michael Buthe in München

Die Retrospektive zeichnet diese Entwicklungslinien nach und stellt das Oeuvre von Michael Buthe (1944-1994) in Chronologie vor. Dabei ist das Werk von Michael Buthe keine Wiederentdeckung im eigentlichen Sinn; es erlangt jedoch durch Buthes Assimilation von anderen Kulturkreisen, insbesondere dem Nebeneinander von Visionen westlicher und östlicher Mystiker, neue Aktualität.

Sein räumliches Denken wird in der ursprünglich für die documenta IX geschaffenen Installation „Die Heilige Nacht der Jungfräulichkeit” (1992) greifbar. Die Installation besteht aus Ritzzeichnungen, für die Michael Buthe den Körperumriss von Freunden eingefangen hat, und einem spiralförmigen Leuchter mit zahlreichen Grablichtern, von zwei goldenen Ovoiden bekrönt. Dieses alle Sinne ansprechende Erlebnis von helldunkel schimmerndem Gold und Kupfer, die abstrahlende Wärme der Kerzenflammen umfängt den Betrachter im „schwebenden Gedanken einer Kosmologie der Utopia Generale” (Michael Buthe). „Die Heilige Nacht der Jungfräulichkeit” ist Buthes letzte große Installation mit dem Rang eines Gesamtkunstwerks. Die Ausstellung vereint mehrere große Installationen; auch die “Taufkapelle mit Papa und Mama”, 1984 in einer Einzelausstellung in der Villa Stuck zu sehen, kommt für diese Ausstellung zurück nach München.

Von 1970 an pendelte Michael Buthe zwischen seinem Zuhause im Rheinland und Marokko hin und her. Ähnlich wie für Robert Rauschenberg auf dessen Reisen nach Italien, Frankreich, Indien und Israel, ergab sich für Buthe in Marokko die Zusammenarbeit mit Stofffärbern. Von der Veranlagung her ein Exzentriker mit Persönlichkeitsanteilen eines Egomanen, zeugen seine archaisch wirkenden Assemblagen, leuchtenden Papierarbeiten, intensiv bearbeiteten Leinwände, Collagen und Gemälde in Gold gleichzeitig von einer spirituellen Ausrichtung.

Die Retrospektive leitet hin zu der grundsätzlichen Frage, vor der die Kuratoren stehen: Wie ist mit der Inszenierung von Buthes Werke heute umzugehen? Die Räume der Installationen, die er zu Lebzeiten geschaffen hat, sind bruchstückhaft dokumentiert – weil die Dokumentation von Ausstellungen damals nicht stringent üblich, und Michael Buthes Interesse am Akribischen gering war. Für ihn blieben auch die erschaffenen Werke veränderlich; wie z.B. das „Mäusenest” aus Papier, Farbe, Wachs, Goldfarbe und Mäusekot, das zwischen 1970 und 1982 mehrere Stadien durchlief.

Im Spätwerk häufen sich bunte, vielgestaltige Assemblagen mit integrierten Fundstücken; beispielhaft hierfür steht „Landschaft (Spanische Energie)”. Demgegenüber scheint die Wandskulptur „Fliegende Landschaft” im Begriff, sich in die Schwerelosigkeit zu erheben. Tatsächlich ist sie jedoch aus einer Eisenbahnschwelle gefertigt. Sie entstand 1992, zwei Jahre vor Buthes Tod.

Der Film „When love goes wrong nothing goes right” (28 min; mit Udo Kier) wird im Treppenhaus gezeigt. Er zeigt Buthes engen Freund Udo Kier als flamboyanten Transvestit, der eines der Tagebücher durchblättert. Der Film reflektiert das nicht realisierte Projekt für die documenta 5. Buthe hatte vergeblich versucht, mit ihm befreundete marokkanische Musiker vom Volk der Gnawa nach Kassel zu bringen. Deren Gemeinschaft weist Ähnlichkeiten auf mit den Orden der Sufis. Ihre Musik ist dazu angetan, Spieler wie Zuhörer in ekstatische Zustände zu versetzen und wird im Film mit westlichen Post-Punk-Klängen zusammengeführt.
Laufzeit der Ausstellung Michael Buthe vom 8. Juli bis zum 20. November 2016 im Haus der Kunst München




Fr 24. Juni 2016

Martin-Gropius Bau zeigt Fotoausstellung von Berenice Abbott

Ihre Fotografien haben das Bild von New York als Sehnsuchtsort als verwunschene Mischung von Alt und Neu, als Ikone manifestiert. Jeder kennt ihre populären Aufnahmen, obwohl sie lange vergangen sind. Berenice Abbott (1898 – 1991) zählt zu den wichtigen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Sechs Jahrzehnte fotografierte sie. Der Martin-Gropius- Bau widmet ihr nun eine Ausstellung mit rund 80 Aufnahmen. Gezeigt werden ihre berühmten ikonischen Bilder der Serie „Changing New York“, frühe Portraits und ihre Pionierarbeiten als Wissenschaftsfotografin.

Berenice Abbott besucht den Fotografen Atget in Paris mehrfach und kauft von ihm Abzüge. Nach seinem Tod 1927 erwirbt sie etwa 1.500 Negative und 10.000 der im Atelier verbliebenen Abzüge. Auf der Suche nach einem Verleger für ein Buch über ihr Vorbild kehrt sie 1929 zurück nach New York. Ihr ist es zu verdanken, dass Atgets Fotografien einen beträchtlichen Einfluss auf amerikanische Fotografen wie Walker Evans oder Lee Friedlander haben.

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Bildquelle:Berenice Abbott, Flatiron Building, 1938© Berenice Abbott / Commerce Graphics, courtesy Howard Greenberg Gallery, NY.

New York ist ebenso wie Paris im Transformationsprozess. Alte Viertel verschwinden und werden von einer rasant wachsenden Skyline ersetzt. Abbott wendet sich von der Portraitfotografie ab hin zur Dokumentation und bleibt in New York. Sie orientiert sich an Atgets Parisbildern und dokumentiert die sich verändernde Metropole: Zum Bildthema werden Ruinen und Abbruchhäuser, die gleichberechtigt neben neuen Wolkenkratzern stehen, Werbeschriftzüge als Signatur der modernen Großstadt, aber auch Verfall und Armut. Abbott nutzt dabei die Bildsprache der Moderne. Sie bevorzugt einen einfachen, aber dynamischen Stil mit Drauf- und Untersichten, Ausschnitten, starken Kontrasten und dramatischen Kanten. „Changing New York“ nennt sie die Chronik, die zwischen 1935 und 1939 entsteht und die sie in einem Buch 1939 veröffentlicht.

In den 1940er Jahren wendet sich Berenice Abbott der Wissenschaftsfotografie zu und ist rund 20 Jahre als Bildredakteurin der „Science Illustrated“ tätig. Abbott arbeitete bis zu ihrem Tod im Jahre 1991 als Fotografin.
Die Ausstellung im Martin Gropius Bau Berlin startet am 1. Juli und läuft bis zum 3.Oktober 2016.




Do 23. Juni 2016

Heike Iserlohe in der Villa Thiede Berlin

Für ihre Schau über Leben und Überleben unter allen Umständen hat die international renommierte Kölner Künstlerin Heike Iserlohe (Jahrgang 1962), die unter anderem bereits in London, Paris, New York, Peking und Seoul ausgestellt hat, eine besondere Kulturstätte gewählt.

Auch Iserlohes starke Affinität zum Judentum, zu seinen Traditionen und seiner Geschichte, die ihr gesamtes künstlerisches Schaffen beherrscht, spiegelt sich in der aktuellen Ausstellung wieder. „Die Geschichte des Nationalsozialismus und der Shoa wurde mir von meiner Großmutter nahe gebracht“, erinnert sich Heike Iserlohe. „Sie sprach vom Ghetto als Refugium, das zur Todesfalle wurde. Sie beschrieb jüdisches Leben, wie sie es als Hausangestellte in einem jüdischen Haushalt erfahren hatte. Nur in Fragmenten sprach sie über Vertreibung und Vernichtung, aber die heraufbeschworenen Szenen setzten sich in meinem Kopf fest. Ich, die deutsche Christin, fühlte mit diesem Volk. Mehr noch, ich fühlte mich ihm zugehörig. Und das ist bis heute so geblieben: Im Herzen bin ich Jüdin.“

Prof. Dr. Jörg Thiede wird die Vernissage „überLeben“ am 30.06 um 19 Uhr eröffnen und über das Schaffen der Künstlerin Heike Iserlohe sprechen. Der Experte erläutert, was sich hinter den wiederkehrenden Motiven verbirgt, die sie in expressiven Farben und mit forciertem Pinselschwung auf die Leinwand bannt, und inwiefern ihre Arbeit durch virtuelle Bilderwelten beeinflusst wird. Die modernen Frauendarstellungen etwa, die allesamt durch eine melancholische Grundstimmung geprägt sind. Oder die Stiere, die für die Künstlerin die „Inkarnation von Freiheit, Leidenschaft und ungezügelter Lebenslust“ verkörpern.

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Bildquelle: Heike Iserlohe: Szenen aus dem jüdischen Ghetto.

Die Beschäftigung mit dem Thema Ghetto in all seinen Facetten sei für sie Seelenarbeit, sagt Heike Iserlohe: „Meine Kunst gibt mir die Möglichkeit, sichtbar zu machen, wohin es führt, wenn Toleranz, Respekt und Menschlichkeit auf den Scheiterhaufen kommen. Die Kunst gibt mir die Chance, das Leben im Ghetto, die Verfolgung, den Widerstand und die Vernichtung der Juden emotional aufzuarbeiten – aus der Distanz wieder Nähe zu schaffen – für mich und für alle, die sich geschworen haben, dass es nie wieder so weit kommen darf.“

Zum Hintergrund: Die denkmalgeschützte Villa Thiede, 1906 von Paul Baumgarten als Sommersitz für den Erfinder Johann Hamspohn erbaut, war eine wichtige Begegnungsstätte für Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft. Mit dem Erwerb des historischen Baus vor zehn Jahren hat der Berliner Wirtschaftswissenschaftler, Unternehmer und Mäzen Prof. Dr. Jörg Thiede das Anwesen zu einem Ort des „Erlebens mit allen Sinnen“ gemacht. In lichtdurchfluteten Salons und dem Skulpturengarten präsentiert der Kunstkenner und Gründer einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die berufliche Förderung benachteiligter Jugendlicher engagiert, Werke aus seiner privaten Sammlung sowie regelmäßige Wechselausstellungen. Laufzeit der Ausstellung 30.6. bis 10.07.16.

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Do 23. Juni 2016

Jochen Hein und Mila Teshaieva im Museum der Westküste

Wenn man Wasserbilder sagt, denken viele an den Künstler Jochen Hein (geb. 1960) Im schönen Museum Kunst der Westküste in Alkersum auf Föhr sind jetzt drei große Werkkomplexe von Hein zu sehen. In der Ausstellung werden vor allem neue Arbeiten der Werkgruppen „Blau“, „Grün“ und „Porträt“ im Dialog miteinander gezeigt. Hein beweist, dass Meermalerie mehr ist als abgelegte Marinemalerei. Seine Ansichten vom Meer, sind ähnlich wie seine Landschaftsbilder und Grasstücke oder Heins lebensgroße Porträts von Zeitgenossen eigene Klassen. Die Motive sind in der Gegenwart verortet und doch erheben sie sich über die Tiefe von Raum und Zeit. Spiegelbild der Seele, in allen Gattungen.

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Bildquelle: Plakat Hein

Diese Ausstellung wird gemeinsam mit einer weiteren Fotografieausstellung am Sonntag, 26. Juni 2016, um 11.30 Uhr eröffnet.

Die ukrainische, heute in Berlin lebende Fotografin Mila Teshaieva (geb. 1974) war in den Jahren 2014 und 2015 mehrfach Artist-in-Residence am Museum Kunst der Westküste. Auf der Insel Föhr entwickelte sie eine ganz neue Fotoserie: „Die Insel“. Erstmals wird die neue Fotoserie der Öffentlichkeit präsentiert. Entstanden sind über 40 „Light-Paintings“, die bei Dunkelheit aufgenommen tiefe Einblicke in das insulare Leben geben: Der Künstlerin gelang es, enge Kontakte zu den Föhrern zu knüpfen und sie in ihren jeweiligen Arbeits- und Freizeitwelten zu porträtieren. Die Gemälde des gebürtig aus Husum stammenden, heute in Hamburg lebenden Malers
Eröffnung Sonntag, 26. Juni 2016, 11.30 Uhr. Die KünstlerInnen sind anwesend. Begrüßung und Einführung: Direktorin Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen

Artist Talks mit erstem öffentlichem Rundgang durch die Ausstellungen am Eröffnungstag, Sonntag, 26. Juni 2016, um 13.30 Uhr und 16.00 Uhr.

Sommeratelier – Künstlerabendessen mit Musik aus dem Atelier von Jochen Hein am Eröffnungstag, Sonntag, 26. Juni 2016, ab 17.30 Uhr

Öffnungszeit am Eröffnungstag von 13.00 bis 17.00 Uhr. Laufzeit der Ausstellungen 23.6. bis zum
Das Museum der Westküste feiert am 21. Juli 2016 seinen 7ten Geburtstag und wird an diesem Tag alle Interessierten mit freiem Eintritt begrüßen und besonderen Ausstellungs- und Museumsveranstaltungen bereithalten.




Do 23. Juni 2016

Revival des Farbholzschnitts – Kunst für Alle in Frankfurt

Trotz aller Digitalität erlebt der Holzschnitt immer wieder ein Revival. So auch jetzt, da junge zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler wieder Grafisch oder in der “schwarzen Kunst” arbeiten. Aber der eigentliche Höhepunkt war wann anders:

Der Holzschnitt als eines der ältesten Druckverfahren der Menschheit erlebte mit Albrecht Dürer im Mittelalter seinen Höhepunkt, rückte als künstlerische Technik über die Jahrhunderte mehr und mehr in den Hintergrund und erfuhr plötzlich in ganz Europa zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine bahnbrechende Wiederentdeckung.

So auch in Wien, wo zahlreiche Künstler und auffallend viele Künstlerinnen den Farbholzschnitt neu belebten. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet diesem bislang kaum beachteten Phänomen vom 6. Juli bis 3. Oktober 2016 eine große, längst überfällige Ausstellung. Rund 240 Werke geben einen beeindruckenden Überblick über die ästhetischen und gesellschaftlichen Errungenschaften des Farbholzschnitts im Wien der Jahrhundertwende.

„Die Neuentdeckung des Holzschnitts und verwandter Techniken in der Moderne war ein Experiment mit weitreichenden Folgen, nicht zuletzt für nachfolgende Künstlergenerationen. Am Wiener Farbholzschnitt faszinieren die stilistische und thematische Vielfalt sowie eine noch heute spürbare Aufbruchsstimmung”, so Dr. Tobias G. Natter, Kurator der Ausstellung.

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Bildquelle: Carl Anton Reichel, Dame mit zwei Bulldoggen, 1904, Farbholzschnitt, Blatt: 26,7 x 27,8 cm, Albertina, Wien, Inv. DG1910/367 © Albertina, Wien

KUNST FÜR ALLE. DER FARBHOLZSCHNITT IN WIEN UM 1900 ab dem 5. Juli in der Schirn in Frankfurt. Besonderes Highlight: Die Eröffnung der Ausstellung wird am 5. Juli, um 19 Uhr mit einem großen Sommerfest mit Live-Musik von Voodoo Jürgens (Wien) und mit ART NOUVEAU BEATS von DJ Laminat (Wien), Snacks und kühlen Drinks unter freiem Himmel gefeiert. Der Eintritt ist frei.




Di 21. Juni 2016

Ausstellung Die schwarzen Jahre im Hamburger Bahnhof verlängert

Die Ausstellung „Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933-1945“ im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin ist bis zum 21. August 2016 verlängert worden. Zudem wird die Schau ergänzt um das Gemälde „Die Sünderin“ von Emil Nolde, das soeben von einer Ausleihe nach Israel zurückkehrte und seit heute in „Die schwarzen Jahre“ zu sehen ist.
Bislang nur als Reproduktion zu sehen war Emil Noldes Gemälde „Die Sünderin“ aus dem Jahr 1926. Das Original kehrt nun zurück, nachdem es für ein halbes Jahr im Israel Museum in Jerusalem ausgestellt war im Rahmen der erfolgreichen Ausstellung „Twilight over Berlin. Masterworks from the Nationalgalerie, 1905-1945“, aus Anlass des 50. Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Staat Israel und der Bundesrepublik Deutschland.
Die Nationalgalerie hatte „Die Sünderin“ 1929 direkt bei Emil Nolde erworben, aber 1933 war das Bild zunächst aus der Schausammlung entfernt und 1937 dann von den Nationalsozialisten beschlagnahmt worden. Im Anschluss wurde das Werk auf der Wanderausstellung „Entartete Kunst“ in München, Berlin, Leipzig, Düsseldorf und Salzburg gezeigt, bevor es als „international verwertbar“ eingestuft und 1939 in Luzern versteigert wurde. Erst 1999 gelang die Rückerwerbung für die Nationalgalerie in einer gemeinsamen Anstrengung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, des Vereins der Freunde der Nationalgalerie und des Landes Berlin (mit Sondermitteln der Deutschen Klassenlotterie Berlin).
In der Ausstellung werden Kunstwerke der Nationalgalerie gezeigt, die entweder im Zeitraum 1933 bis 1945 entstanden, damals in die Sammlung kamen oder aber durch die Nationalsozialisten beschlagnahmt wurden. Hauptwerke von Pablo Picasso, Lyonel Feininger, Otto Dix, Käthe Kollwitz, Rudolf Belling oder Ernst Ludwig Kirchner sind ebenso zu sehen wie neu erworbene Stücke sowie Arbeiten, die seit über 75 Jahren nicht mehr ausgestellt waren. Aus den Geschichten der einzelnen Werke ergibt sich ein vielgestaltiger Blick auf Kunst, Politik und Museumsgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus.
Bislang nur als Reproduktion zu sehen war Emil Noldes Gemälde „Die Sünderin“ aus dem Jahr 1926. Das Original kehrt nun zurück, nachdem es für ein halbes Jahr im Israel Museum in Jerusalem ausgestellt war im Rahmen der erfolgreichen Ausstellung „Twilight over Berlin. Masterworks from the Nationalgalerie, 1905-1945“, aus Anlass des 50. Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Staat Israel und der Bundesrepublik Deutschland.

Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933-1945“ und Ergänzung durch Emil Nolde im Hamburger Bahnhof
bis zum  21. August 2016




Do 16. Juni 2016

Skateboardmuseum Berlin zeigt Harry Blitzstein

Ein Skateboardmuseum in Berlin ist gefühlt immer schon dort gewesen. Aber falsch, dass Museum wurde erst 2003 in Stuttgart gegründet. Nach dem Umzug wird im Rahmen der Fashion Week die erste Einzelausstellung,
„Frist we take Berlin“, des aus Los Angeles stammenden Künstlers Harry Blitzstein in den Berliner Räumen sein. Und das ist wieder witzig, ist ein fast 80jähriger auf einem Board oder mit einer Affinität für Skateboarding auch hier zu denken. Also der Reihe nach Blitzstein, Jahrgang 1938, dessen erste Solo-Show bereits 1964 war, hatte ebenfalls großen Spaß für diese außergewöhnliche Ausstellung im aussergewöhnlichen Museum über 45 Skateboards zu bemalen.

Harry_Blitzstein_Artist Bildquelle: Harry Blitzstein, der Künstler

Die Open Walls Gallery ist bekannt für Ausstellungen mit jungen, internationalen Streetart Künstlern.
Das Skateboardmuseum möchte durch die Präsentation der Werke eines fast 80jährigen Künstlers
zeigen, dass man bis ins hohe Alter aktiv und kreativ sein kann; mit Pinsel und Farbe auf dem Skate-
board, oder mit Achsen und Rollen unter dem Skateboard. Wir hoffen dadurch junge Kunst- und
Skateboard-Interessierte zu begeistern und zu einem Erfahrungsaustausch mit der älteren Generation
zu motivieren.

Blitzstein_Artworks_Berlin_Boards Bildquelle: Exponate der Ausstellung, Harry Blitzstein

„THE ART OF SKATEBOARDING“ entstand ihm Rahmen der ersten Gast-Ausstellung des Skateboardmuseums in Berlin im Jahre 2004. Künstler wie Markus Keibel, Stefan Marx, Flying Fortress, Marok und viele mehr, haben schon damals die Wände und Rampen der Ausstellung “Skate-boardfieber” künstlerisch gestaltet. Zu sehen war die Sonderausstellung bisher in Barcelona, Bregenz, Wien und, neben Berlin, in mehreren deutschen Städten.

Mittwoch, 29.06.2016
Vernissage von 18 – 22h

Samstag, 02.07 Straßenfest in der Schröderstraße – 14-18h
Kids kreativ Tag Donnerstag, 30.06 – Sonntag 10.07 – 12-18h (Wochenende 14-18h)
Öffentliche Ausstellung, Eintritt frei.

FB: facebook.com/SKATEBOARDMUSEUM

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Mi 8. Juni 2016

ROHKUNSTBAU XXII 2016 in Schloss Roskow startet im Juli

ROHKUNSTBAU steht seit seiner Gründung 1994 für engagierte Förderung zeitgenössischer Kunst und Kultur und für die Wiederbelebung von Kulturstätten in den ländlichen Regionen Brandenburgs. Die jährlichen Ausstellungen versammeln zu aktuellen und gesellschaftlich relevanten Themen internationale Künstler und Künstlerinnen. Frühere „ROHKUNSTBAU“-Ausgaben waren Themen wie „Macht“ (2011), „Moral“ (2013), „Revolution“ (2014) und „Apokalypse“ (2015) gewidmet. Seit 2013 ist das Kulturschloss Roskow im Landkreis Potsdam-Mittelmark Austragungsstätte der internationalen Kunstausstellung.

RKB16_Ammar-al-Beik_La-Dolce-Siria_2014 Bildquelle: Ammar al-Beik, La Dolce Siria, 2014, Filmstill/Video, 27 Minuten, Copyright: Ammar al-Beik

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