KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Do 18. Dezember 2014

40 Grad – Urbanart in Düsseldorf wird 2015 gefördert

40 Grad – Urbanart in Düsseldorf ist ein Festival für Streetart und urbane Kunst, das erstmals 2013 stattfand. Damals wurden gut 30 große Flächen und Fassaden von regionalen und internationalen Künstlern gestaltet.
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Bildquelle: 40 Grad – Urbanart

Wandbilder gibt es mittlerweile in vielen Stadtteilen, bereichern das Stadtbild und verändern auch das Image der Stadt positiv. Das Festival wurde von einem vielseitigen Programm und vielen Kinder- und
Jugendprojekten über zwei Wochen begleitet. Die Ergebnisse sind in der Dokumentation „40 Grad“ festgehalten worden – erhältlich bei Farbfieber e.V., Düsseldorfer Künstlern e.V. und in der Galerie Pretty
Portal.
Wie 2013 werden auch 2015 die gemeinnützigen Vereine Farbfieber, Düsseldorfer Künstler, Verbunt, der Kinderclub Kiefernstraße und die Galerie Pretty Portal die Hauptorganisation übernehmen. „Wir sind zwar nicht erfreut, das der in Aussicht gestellte Zuschuss um gut 35 Prozent gekürzt wurde und damit auch nur rund 35 Prozent der Kosten deckt, aber es ist ein Anfang. Stadt und Politik öffnen sich nun endlich auch jenen modernen Kunstrichtungen, die sich unter dem Sammelbegriff Urbanart fassen lassen“, sagt Klaus Klinger von Farbfieber angesichts des nun getroffenen Beschlusses. Und so werden zur Ausrichtung des Festivals noch dringend weitere Sponsoren für eine finanzielle Unterstützung, aber auch für Gerüste, Hubwagen und Arbeitsmaterial gesucht.
Als nächstes wird es nun im Januar ein Treffen mit interessierten Kreativen, Künstlern und Bürgern geben, um das Programm für das nächste 40 Grad Festival im Herbst 2015 auf die Beine zu stellen. Hausbesitzer, die sich an dem Festival beteiligen möchten, und ein Kunstwerkt auf ihre Fassade zu bekommen, können sich ebenfalls gerne bei den Organisatoren melden.




Do 18. Dezember 2014

Städel Frankfurt wird 200 – MONET UND DIE GEBURT DES IMPRESSIONISMUS

Das STÄDEL MUSEUM Frankfurt wird 2015 200 Jahre alt und beschenkt sich und seine Besucher mit der großen Impressionistenausstellung Monet und die Geburt des Impressionismus
Vom 11. März bis 21. Juni 2015 präsentiert das Frankfurter Museum „Monet und die Geburt des Impressionismus“. Das groß angelegte Ausstellungsprojekt versammelt rund 100 Meisterwerke. Neben Arbeiten von Claude Monet (1840–1926) – darunter viele weltberühmte Leihgaben wie La Grenouillère (1869) aus dem Metropolitan Museum of Art, New York, Der Boulevard des Capucines (1873) aus dem Nelson-Atkins Museum of Art, Kansas City, oder das monumentale Gemälde Das Mittagessen (1874) aus der Sammlung des Pariser Musée d’Orsay – sind Werke zahlreicher weiterer Impressionisten zu sehen. Der Bogen spannt sich von bekannteren Namen wie Camille Pissarro (1830–1903), Edgar Degas (1834–1917) oder Berthe Morisot (1841–1895) bis hin zu dem deutschen Publikum weniger vertrauten Künstlern wie Frédéric Bazille (1841–1870), Armand Guillaumin (1841–1927) oder Stanislas Lépine (1835–1892).

Der Online-Kartenvorverkauf für die Ausstellung hat bereits begonnen. Schon jetzt können sich Interessierte unter tickets.staedelmuseum.de Eintrittskarten sichern, um Wartezeiten zu vermeiden.

Ausgehend von Claude Monets Gemälde Das Mittagessen (1868/69), mit dem das Städel Museum über ein Schlüsselwerk des frühen Impressionismus verfügt, und dem höchst qualitätsvollen Sammlungsbestand früher impressionistischer Arbeiten von Auguste Renoir (1841–1919), Édouard Manet (1832–1883), Edgar Degas, Alfred Sisley (1839–1899) und Paul Cézanne (1839–1906) nimmt das Städel in der Ausstellung vor allem die Anfänge der impressionistischen Bewegung in den frühen 1860er-Jahren bis hin zum Jahr 1880 in den Blick. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, inwiefern sich in der Malerei der Impressionisten eine zeitgenössische Seherfahrung manifestiert und wie sich die bildliche Umsetzung dieses „modernen Blicks“ im Verlauf dieser Epoche verändert. Die Präsentation zeigt neben impressionistischer Malerei auch Fotografien und Karikaturen, die sich mit der künstlerischen Strömung auseinandersetzen. Die Jubiläumsausstellung knüpft an die eigene Sammlungsgeschichte des Städel an, denn schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte sich der damalige Direktor Georg Swarzenski (1876–1957) leidenschaftlich für französische Kunst ein, die heute einen wichtigen Sammlungsschwerpunkt bildet. Weiterlesen »




Do 18. Dezember 2014

VIDEONALE.15 – Festival für zeitgenössische Videokunst

Ausstellung und Festival im und um das Kunstmuseum Bonn 27. Februar bis zum 19. April 2015

Die VIDEONALE.15 bietet 2015 ein umfangreiches Festivalprogramm am Eröffnungswochenende und während der gesamten Laufzeit der Ausstellung im Kunstmuseum Bonn, in der Stadt Bonn und in der Region an.
Mit Künstlergesprächen, Performances, Diskussionsrunden, Retrospektiven, Führungen, Workshops und Vermittlungsprogrammen gibt das Programm der VIDEONALE.15 einen umfassenden Einblick sowohl in die zeitgenössische künstlerische Praxis als auch in aktuelle Debatten der Videokunst und die Entwicklungen am Kunstmarkt.

Wie die Ausstellung wird sich auch das Festivalprogramm der VIDEONALE.15 mit der Thematik der Wettbewerbsausschreibung „The Call of the Wild“ auseinandersetzen. Dabei wird der Begriff des „Wilden“ für die Beschreibung von und Auseinandersetzung mit neuen unsicheren Handlungs-, Bild- und Denkräumen näher beleuchtet. Der Fokus im Festivalprogramm liegt hierbei auf der Betrachtung der neuen Dimensionen, die sich durch die allumfassende Digitalisierung ergeben. Die Frage nach einem möglichen Umgang mit der stetig zunehmenden und umfassenden Überwachung unserer Daten und Kommunikationsströme und deren Auswirkungen (Fokus: The Act of Liberation) wird ebenso verhandelt wie neue ästhetische und künstlerische Umgangsformen mit den Oberflächen einer digital generierten Welt (Fokus: After The Internet. Schöne neue Bildwelten). Weiterlesen »




Do 18. Dezember 2014

Museum Würth zeigt Rudolf Hausner – Revival der Phantastischen Kunst

Das Museum Würth in Künzelsau befasst sich seit dem 21. November 2014 und noch bis zum 7. Juni 2015 mit einem der bekanntesten Phantasten der Wiener Schule: Rudolf Hausner.
Anlässlich seines 100ten Geburtstages werden die Arbeiten seit langer Zeit mal wieder gezeigt. Unter dem Titel “Ich bin es” werden gut 70 Arbeiten gezeigt. Der 1914 geborenen Rudolf Hausner hat sich u.a. wie die anderen Phantasten der Wiener Schule der Beobachtung der eigenen seelischen Vorgänge gewidmet.
Bereits 1948 fand er seine individuelle Ikonografie sowie die dazugehörige Methode der Entwicklung. Wichtigstes Instrument wurde ihm dabei die Figur des Adam, denn, so Hausner: »… was immer im Bild geschieht, es muß jemand gegenwärtig sein, dem es widerfährt, kein bloßes Zentrum, sondern eine Gestalt, eine Physiognomie, ein alter ego des Malers, ein Versuchsobjekt als Subjekt des Bildes«.
Hausner setzt die mythische Gestalt des Adam ein, um in ihm sein eigenes Selbst- und Weltverständnis, sein »Adam-Bewußt-sein«, wie er es nennt, zu manifestieren. Adam ist sowohl der geläufige Name des biblischen ersten Menschen als auch das hebräische Wort für den Menschen schlechthin, mit dem sich Hausner identifiziert. Die Serie der Adam-Bilder wurde von Hausner wiederholt als »Entwicklungsroman in Fortsetzungen « charakterisiert, der ihn zeit seines Lebens »wie ein innerer Monolog« begleitete.
Sein weiblicher Gegenpart, aber auch Inspirationsquelle und Energiepotenzial ist die Figur der Anima. Sie ist nicht nur im sprichwörtlichen Sinne seine »bessere Hälfte«, denn genau wie Adam große Ähnlichkeiten mit Hausner selbst hat, trägt Anima im Wesentlichen die Züge seiner Frau, seit den späten 1960er-Jahren also die der Malerin Anne Hausner. Komplettiert wird das Hausner’sche Bildpersonal durch den Narrenhut, der den Typus des melancholischen Beobachters verkörpert.

Die Ausstellung im Museum Würth zeigt anhand von rund 70 originalen Gemälden aus den Jahren 1936 bis 1995 die Entwicklung der Malerei Hausners – seinen Beginn, der noch am Werk Paul Cézannes orientiert ist, bis hin zu seinem Alterswerk, in dem die großen Formate dominieren.

Das die Phantastische Kunst nach einer Phase des scheinbaren “Verschwundenseins” im ihren 2008 in der großen Belvedere Ausstellung in Wien wieder kam verwundert nicht. Auch Zeitgenossen und Studienkollegen, die nicht die Bekanntheit und den Erfolg wie Rudolf Hausner erlangten werden in kommenden Ausstellung gewürdigt. So Herbert Benedikt im Wiedenbrücker Schule Museum als Kooperationsausstellung mit dem Museum Abtei Liesborn, die Zeitgleich eine Ausstellung zu Salvadore Dalis Illustrationen zur göttlichen Komödie zeigt.

 




Mo 8. Dezember 2014

Lehmbruckmuseum Duisburg zeigt

Das Lehmbruckmuseum Duisburg zeigt eine große Ausstellung mit Arbeiten von Antonius Höckelmann (1937-2000). Der Künstler gilt als einer der außergewöhnlichsten seiner Generation in Deutschland. Sein beeindruckendes Werk ist durch den gestischen Duktus des Informel, vor allem aber durch die expressive Kunst der 1980er Jahren geprägt.

Roh, ungezügelt, wild und spontan, wurde die Verbindung der beiden Kunstgattungen, Malerei und Plastik, zu seinem Charakteristikum. Dabei gelang es ihm Arbeiten zu schaffen, deren Wirkung durch den Einsatz expressiver Farbigkeit noch gesteigert wird.

Im Zentrum der Ausstellung läuft vom 13.12.2015 bis zum 01.02.2015 im Lehmbruck Museum steht nun eine umfangreiche Schenkung aus dem Jahr 2012 von Elke und Werner Zimmer (Düsseldorf). Erstmals wird dabei diese Sammlung zusammen mit dem berühmten, großformatigen Documenta-Bild „Pergamon“ gezeigt, das 1982 einer der zentralen Beiträge der Ausstellung in Kassel war.




Do 4. Dezember 2014

Kunsthalle Hamburg ausgezeichnet

Die aktuelle Kommunikationskampagne WEITER OFFEN der Hamburger Kunsthalle ist im Rahmen des Wettbewerbs „Gute Gestaltung“ vom Deutschen Designer Club (DDC) mit Silber ausgezeichnet worden. Die Leistungsschau des DDC gehört zu den renommiertesten Designwettbewerben Deutschlands.

Plakat WEITER BLICKEN Friedrich A4_für Presse Bildquelle: Kunsthalle Hamburg Plakat

Die von der Agentur Heine/Lenz/Zizka in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle entwickelte Kampagne kommuniziert auf prägnante Weise, dass die Hamburger Kunsthalle auch während ihrer grundlegenden Modernisierung weiter geöffnet bleibt. Darüber hinaus signalisiert die Kampagne aber auch, dass sich das Haus zukünftig noch stärker den Besucherinnen und Besuchern öffnen möchte. Verschiedene, mit bedeutenden Werken der Sammlung verknüpfte Botschaften wie WEITER DISKUTIEREN, WEITER SAMMELN, WEITER RISKIEREN, WEITER VERFÜHREN oder WEITER BLICKEN stehen dabei Pate – ganz im Sinne der immer noch aktuellen Forderung des Gründungsdirektors der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, kein Museum zu sein, das nur „dasteht und wartet“.

Der Deutsche Designer Club prämiert jährlich in dem Wettbewerb „Gute Gestaltung“ herausragende Arbeiten in verschiedenen Design-Kategorien. Die Kampagne WEITER OFFEN hat die Auszeichnung Silber in der Kategorie Markenkommunikation erhalten.

Dank der großzügigen Unterstützung durch die Dorit und Alexander Otto-Stiftung und die Stadt Hamburg wird die Hamburger Kunsthalle derzeit umfangreich modernisiert. Das Museum bleibt aber auch während dieser Zeit weiter geöffnet, mit großen Sonderausstellungen, den Highlights der Sammlung sowie einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm.

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Handgenähte Taschen in Hamburg

 




Do 4. Dezember 2014

BER-DTM-HNL – Fast en your seatbelts! in Dortmund HMKV

Die Ausstellung BER-DTM-HNL – Fast en your seatbelts! im Hartware MedienKunstVerein (HMKV), HMKV im Dortmunder U, Ebene 2 läuft vom 4. Dezember 2014 bis zum 11. Januar 2015.
Im Rahmen der Next Level Conference, die am 4.+5. Dezember 2014 vom NRW KULTURsekretariat im Dortmunder U veranstaltet wird startet die Ausstellung( www.next-level.org). Die Ausstellung des HMKV zeigt repräsentative Beispiele für die Entwicklung von Flug-simulatoren seit den 1980er Jahren.
Ergänzt wird diese Auswahl von unterschiedlichen künstlerischen Positionen, die die Idee von Simulation, Spielen und Fliegen thematisieren.

6891_1_2014_NEL Bildquelle: Logo der Ausstellung

Die Flugsimulationen sind dabei – als „Serious Games“–Ausgangspunkt für zeitgenössische künstlerische Arbeiten, die sich politisch, philosophisch oder ästhetisch mit dem „Traum(und der Realität) des Fliegens“ beschäftigen.
Der Ausstellungstitel suggeriert eine Flugroute vom noch nicht eröffneten Hauptstadtflughafen (BER) über Dortmund (DTM) nach Honolulu (HNL). HNL ergibt sich aus dem Spiel Microsoft FS X: Die Software wurde mit Addons aufgerüstet, wodurch ein Rundflug über Hawaii möglich ist. Der in der Originalversion nur als Landebahn konzipierte Flughafen „Dillingham“ wurde hierfür extrem realistisch ausgebaut. Der von hier aus startende Rundflug ist auch für AnfängerInnen zu fliegen, dauert keine zehn Minuten und kann in der Ausstellung
von zwei Personen mit-bzw.gegeneinander geflogen werden.
2 Flugsimulatoren: Flight Simulator II (1984), Red Baron (1990), Pilotwings (1990),FlightGear (ab 1997), IL-2 Sturmovik (2001), Microsoft Flight Simulator X (2006), Flight Control (2009), Kerbal Space Program (2014) und weitere.
Mit Arbeiten von: Agnes Meyer -Brandis (DE), Martin Dammann (DE), Antje Ehmann & Harun Farocki (DE), Johan Grimonprez (BE), Francis Hunger & Cornelia Friederike Müller (DE), Simone Aaberg Kærn (DK) und Joan Leandre (ES)
Kuratiert von Thibaut de Ruyter (Berlin) und Dr. Inke Arns (HMKV)
Ausstellungsarchitektur: Thibaut de Ruyter und Archiv Martin Dammann
Der Eintritt ist frei.




Do 4. Dezember 2014

Fotoausstelllung Barbara Klemm in Münster

Barbara Klemm war von 1970 bis 2005 Redaktionsfotografin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sie gilt als eine der prominentesten Chronistinnen jüngster deutscher Vergangenheit und ist eine der bekanntesten Fotografinnen Deutschlands. Anlässlich des 75. Geburtstages der gebürtigen Münsteranerin präsentiert das Stadtmuseum ab Samstag, 6. Dezember, ausgewählte Fotoarbeiten von Barbara Klemm zu Kunstwerken im öffentlichen Raum, wie etwa die Aufnahme der Arbeit von Eduardo Chilliada “Toleranz durch Dialog” auf dem Platz des Westfälischen Friedens (Foto).BarbaraKlemm

 

Foto: Barbara Klemm / Sammlung Stadtmuseum

Neben den Fotografien im Eigentum des Museums werden auch einige Leihgaben der Künstlerin gezeigt. Die Ausstellung “Barbara Klemm – Fotografien: Kunst im öffentlichen Raum” wird bis zum 25. Januar 2015 im Stadtmuseum gezeigt. Der Eintritt ist frei. Foto: Barbara Klemm / Sammlung Stadtmuseum.

 

 




Di 2. Dezember 2014

Museum 2014 – das sagt die Fachwelt

Der deutsche Kunstkritikerverband zeichnet seit 2004 die besten Museen, die besten Ausstellungen und die besonderen Ausstellungen aus.

2014 wurde der Titel des besten Museums dem Museum MARTa in Herford zuerkannt.

MartaHerfordBildquelle: Marta Herford

Zur besten Ausstellung 2014 wurde die Ausstellung “Pierre Huyghe” im Museum Ludwig in Köln gewählt.

Zur besondere Ausstellung 2014 wurde die Arbeit  “Hauptstraße 85a” von Gregor Schneider der die   “Synagoge Stommeln” in Pulheim bei Köln hinter einer kleinbürgerlichen Einfamilienhaus-Fassade verschwinden liess gewählt.

Allen ausgezeichneten einen herzlichen Glückwunsch.




Di 2. Dezember 2014

Museum Koblenz zeigt Kunstausstellung Nexus II

Gleich 29 Künstler stellen im Rahmen der Gruppenschau Nexus II im Mittelrhein-Museum aus. Bereits im Jahre 2002 hatte die Arbeitsgruppe Rheinland-Pfälzischer Künstler (ark e.V.) in Zusammenarbeit mit dem Mittelrhein-Museum 17 Künstler eingeladen und mit Nexus I eine erfolgreiche, viel beachtete Ausstellung gezeigt.

Plakat der Ausstellung

Deren Besonderheit bestand darin, dass sich jeder Künstler ein Werk der ständigen Sammlung auswählte, um diese zum Ausgangspunkt einer eigenen Arbeit zu machen. Nexus II ist eine konzeptuelle Fortsetzung dieses Erfolgsmodells, denn auch im 2. Teil wird der Dialog zwischen ‚Alt‘ und ‚Neu‘ gesucht, wenn auch in einem sehr viel weiter gefassten zeitlichen Sinn. So werden nicht ausschließlich die sogenannten alten Meister als ‚Gesprächspartner‘ ausgewählt: Bei Nexus II spannt sich der Bogen von der sakralen Skulptur des 14. Jahrhunderts bis hin zur informellen Malerei eines K. O. Götz. Das Spektrum der ausgestellten Werke wird entsprechend breit ausfallen: Den Besucher erwartet ein abwechslungsreiches, vielschichtiges und spannendes Kunsterlebnis, welches neben Plastiken, Gemälden, Zeichnungen, Installationsarbeiten auch Klang- und Medienkunst bereithält.
Die kritische Auseinandersetzung mit Vorläufern und Vorbildern, die aus höchst unterschiedlichen Motivationen und Intentionen erfolgen kann, zieht sich im Grunde durch die gesamte Geschichte der Kunst. So gilt das Studium bedeutender Kunstwerke und das ‚Nachbilden‘ selbiger – ob nun in Gänze oder im Teilzitat – traditionell nicht nur der Schulung des Auges und der Hand, sondern auch jener des Geistes.
Zeitgenössisches Kunstschaffen zeigt auf der Suche nach einer Verbindung – lat. nexus – zu künstlerischen Vorbildern das Bewusstsein um die Bedeutung des historisch Gewachsenen und Bestehenden: Sowohl im reinen Kunst-Zitat als auch in der Umwandlung oder gar Umkehrung der eigentlichen Bildidee wird der Wert eines Referenzwerkes betont und gleichsam aktualisiert. Der reflektierte Umgang mit vorbildhaften Werken und die dialogische Auseinandersetzung mit vermeintlich ‚Altbekanntem‘ gewährt uns so nicht nur Einblick in die Schaffenswelt eines gegenwärtig aktiven Künstlers, sondern lässt uns Bilder, die wir bereits lange zu kennen glauben, aus einer ganz anderen Perspektive betrachten und derart völlig neu entdecken.
Das Mittelrhein-Museum am Koblenzer Zentralplatz bietet diesem ‚Kunst-Gespräch‘ mit seinen großzügigen Museumsräumen eine ganz besondere Plattform. Die entstandenen Werke werden für die Laufzeit von Nexus II sinnvoll in die bestehende Dauerausstellung integriert, um das stattgefundene Zwiegespräch zwischen Zeitgenossen und Vorgängern durch direkten räumlichen Bezug für den Besucher konkret erleb- und greifbar zu machen.
Künstlerliste:
Jochen Hein, Uta Schotten, Julja Schneider, Ines Braun, Iris Stephan, Franziskus Wendels, Peter Holl, Aloys Rump, Ute Krautkremer, Eva Maria Joeressen, Klaus Kessner, Christel Hermann, Martine Andernach, Rolf Kluenter, Anja Schindler, Isa Steinhäuser, Konstanze Trommer, Klaus Nerlich, Manfred Schling, Jan Schröder, Christiane Schauder, Ulrich Dohmen, Eva Maria Enders, Colin Murphy, Elisabeth Hansen, Andreas Bruchhäuser, Violetta Richard, Sabine Hack und Dorothea Kirsch.Zur Finissage der Ausstellung am 11. Januar 2015 wird ein umfangreicher, reich bebilderter Katalog erscheinen, der die Arbeiten aller Künstler vorstellen und erläutern wird.